Das Rätsel um die offene Straßenbahntür ist gelöst

Simone Höhl

Das Rätsel um die Straßenbahn, die mit mit sperrangelweit offener Tür durch Freiburg fuhr, ist gelöst. Der gefährliche Vorfall hatte laut Verkehrs-AG eine Reihe von Ursachen, vermutlich hatten auch Fahrgäste ihre Finger im Spiel.



Das Rätsel um die Straßenbahn, die mit mit sperrangelweit offener Tür durch die Stadt fuhr, ist gelöst. "Einen technischen Defekt können wir ausschließen", sagte Andreas Hildebrandt von der Verkehrs-AG (VAG) am Freitag auf BZ-Nachfrage. Der ungewöhnliche Vorfall in der Nacht auf Pfingstmontag hatte vielmehr eine Reihe von Ursachen.


Angefangen hatte es damit, dass es an der Tramtür eine Verschmutzung gab, erklärte der VAG-Sprecher. Zum Reinigen habe der Fahrer mit einem Kollegen die Tür gegenüber der Ausstiegsseite entriegelt und geöffnet. Dazu sei das Sicherungssystem ausgeschaltet worden, das normalerweise bei offener Tür eine Wegfahrsperre aktiviert. "Beim Schließen ist die Tür möglicherweise nicht wieder richtig eingerastet", sagte Hildebrandt. Vermutlich sei sie von Fahrgästen ganz aufgezogen worden – "was hochgefährlich ist", so der Sprecher.

Der Vorfall war durch ein Videoclip auf der Facebookseite "Du weißt, Du bist Freiburger, wenn..." bekannt geworden. Junge Männer hatten in der Straßenbahn gefilmt, wie sie bei voller Fahrt einen Blick durch die offene Tür riskierten. Die schloss der Fahrer wohl kurz darauf per Hand.

Die VAG nahm die Tram der Linie 1 an Pfingsten zunächst aus dem Verkehr, meldete die Störung der Aufsichtsbehörde und überprüfte alle Fahrzeuge des gleichen Typs, ob ein technischer Fehler vorlag. Die Türen waren in Ordnung.

Mehr dazu: