Das Graffito der Innerfields an der Schwabentorbrücke ist übersprayt worden

Chiara Menner

Das Innerfields-Graffito an der Schwabentorbrücke ist von Unbekannten übersprayt worden. Seit letzten Sommer ziert das Bild eines gelangweilten Jungen, der auf Geschenke blickt, die Hausfassade. Das Einzige, was unversehrt übriggeblieben ist: das Gesicht des Jungen.

Das Graffito der Innerfields aus Berlin am Dreisamufer, nähe Schwabentorbrücke, wurde teilweise von neuen Graffitis übersprayt. Zwar ist das Gesicht des Jungen noch zu erkennen – doch der Rest der Hausfassade wurde übersprüht.


Vor allem die Geschenke, die auf den Garagen aufgesprüht waren, sind nicht mehr erkennbar. Sie werden von einzelnen Buchstaben und Symbolen verdeckt. Auch an dem oberen Teil des Graffito wurde gesprayt, beispielsweise steht dort nun der Satz "Legal spray ist Haram!". Der Begriff "Haram" kommt aus dem islamischen Recht und bedeutet soviel wie verboten.

Der Auftrag kam 2016 vom Kulturaggregat

In der Sprayer-Szene ist es zwar erlaubt, Graffitis zu übersprühen. Allerdings nur, wenn das neue Graffiti das alte übertrumpft – was bei diesem Beispiel jedoch eher nicht der Fall ist.

Die Graffito-Künstler Innerfields waren im Juli 2016 vom Kulturaggregat Freiburg angefragt worden, eine Ausstellung in der Hilda5 zu machen. Später durften sie zusätzlich die Hausfassade an der Schwabentorbrücke besprühen. Dieses Graffito wurde laut Kollektiv von Bildern aus dem Internet inspiriert, denn das sei es, was Street-Art ausmache.

Schade ist es um die Arbeit der Innerfields, an der sich täglich mehr als zehntausend Leute erfreuen, die mit dem Auto auf der B31 vorbeifahren.

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