Community bekämpft Trolle mit Kochrezepten

Markus Hofmann

In jeder Community (auch hier auf fudder) tauchen sie auf: Nervtötende Störenfriede, deren einziges Anliegen darin besteht, die anderen Mitglieder zu provozieren. Die US-Politik-Community "The Daily Kos" setzt ein sehr kurioses Instrument ein, um solche Trolle zu vertreiben: Kochrezepte.



Im Internet, definiert die Wikipedia, wird ein Autor als Troll bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein. Solche Beiträge werden als Troll-Posting bezeichnet. Die Community-Regel Nummer 1 lautet deshalb: "Don't feed the trolls" – geh nicht auf Trolle ein, ignorier sie am besten. In unserer überarbeiteten fudder-Netiquette haben wir dazu eine andere amerikanische Community-Weisheit zitiert:

“Never wrestle with a pig. You both get dirty, but the pig likes it.“

Das Wall Street Journal hat kürzlich über einen kuriosen Trick berichtet, den sich die Mitglieder der amerikanischen Politik-Portal The Daily Kos ausgedacht haben, um unliebsame Provokateure zu vertreiben. Sobald sich ein Troll in die Debatte einklinkt und Blödsinn postet, veröffentlichen andere Mitglieder, die an einer konstruktiven Debatte interessiert sind, ganz einfach Kochrezepte. Im Laufe der Zeit haben sich so viele leckere Rezepte angesammelt, dass die Betreiber der Plattform ein 144 Seiten dickes "Trollhouse Cookbook" veröffentlicht haben. Motto des Buchs: Zu viele Köche verderben den Brei, aber viele Trolle sorgen für ein leckeres Dinner!

[via Teaching Online Journalism]

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