Freiburg/Berlin

Bürgerpreis für Eltern der getöteten Studentin Maria Ladenburger

epd

Den Preis vergibt der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger an das Ehepaar – und würdigt damit dessen Entscheidung, trotz der Ermordung ihrer Tochter ein "Zeichen der Mitmenschlichkeit zu setzen".

Das Ehepaar Friederike und Clemens Ladenburger wird mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen geehrt. Mit der Auszeichnung werde die Entscheidung des Elternpaars gewürdigt, 2016 als Reaktion auf die Ermordung ihrer Tochter durch einen afghanischen Flüchtling eine Stiftung für Studierende einzurichten und so ein "Zeichen der Mitmenschlichkeit zu setzen", teilte die Jury aus Chefredakteuren deutscher Tageszeitungen am Montag in Berlin mit.


Der Preis wird vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vergeben. Die Verleihung findet am 13. März 2019 in Berlin statt. Die nach ihrer Tochter benannte Stiftung unterstützt Studierende mit Behinderung, plötzlichen Erkrankungen oder in schwierigen Lebenssituationen sowie ausländische Studierende bei der Integration in das Umfeld der Universität Freiburg. "Maria studierte Medizin voller Begeisterung, Engagement und Lebensfreude, um als Ärztin für ihre Mitmenschen da sein zu können", begründete das Ehepaar im März den Aufbau der Stiftung.
Stellungnahme der Eltern von Maria Ladenburger (März 2018): Der Mord wurde angemessen geahndet

Die "Badische Zeitung" und der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatten das Ehepaar für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Der BDZV schreibt den Preis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement seit 2010 aus. Gewürdigt als "Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres" werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Vorschläge für den Preis können nur durch die Zeitungen eingereicht werden.

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