Brand in Betzenhausen: Brennglas-Effekt war schuld

Dana Hoffmann

Die Ursache für den Großbrand in Betzenhausen am vergangenen Dienstag scheint geklärt: Schuld war ein so genannter Brennglas-Effekt. Was genau passiert ist, will die Polizei derzeit aber noch nicht sagen. "Wir warten das Gutachten ab", sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid.



Eine kleine Unachtsamkeit oder schlichtweg unglaubliches Pech hat vermutlich das Feuer in einem Wohnhaus in Betzenhausen entfacht. Beim so genannten Brennglas-Effekt fällt Sonnenlicht auf eine leicht gebogene, gläserne Oberfläche wie einen aufgeklappten Schminkspiegel oder eine liegengelassene Leselupe. Die Hitze wird dabei gebündelt und reflektiert. Liegt in unmittelbarer Nähe ein Stück Papier, kann Feuer ausbrechen. "Das ist wirklich sehr, sehr selten, aber wir raten trotzdem zu Vorsicht", sagt Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid.


Was genau im Gruberhof passiert ist, will die Polizei derzeit noch nicht sagen. Denn der Besitzer des Brennglases kann wegen fahrlässiger Brandstiftung belangt werden.

Durch das Feuer wurden 26 Bewohner des Mehrfamilienhauses im Gruberhof obdachlos. Der Großeinsatz begann für die Helfer am Dienstag mit einem Notruf um 17.40 Uhr bei der Feuerwehrzentrale ein: Brand in Betzenhausen-Bischofslinde im Haus Gruberhof 1.

45 Mann der Berufsfeuerwehr sowie mehrere freiwillige Wehren rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen. Als die Rettungskräfte eintrafen, stand das obere Stockwerk des Hauses beim Seepark in Flammen. Da die 15 mal 15 Meter große, auf das Gebäude aufgesetzte Etage aus Holz bestand, breitete sich das Feuer rasend schnell aus.

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[Bild: Polizei Freiburg]