Bitte einmal beteiligen! Info-Abend im Haus der Jugend

Gina Kutkat

"Beteiligungs...was?" Na! Beteiligungshaushalt, ist doch ganz einfach - oder? Was Freiburger Bürger und Bürgerinnen zum Haushalt ihrer Stadt beitragen können, versuchte gestern Abend bei der Infoveranstaltung im Haus der Jugend unter anderem OB Dieter Salomon zu klären. Ob es beim Versuch blieb, weiß Gina.



Von Oberbürgermeister Dieter Salomon hörte man gestern Abend recht wenig. Nach ein paar Einführungsworten saß er einen Großteil der Zeit auf einem roten Ledersofa am Rande der Bühne und gab vor, dem Vortrag seiner Referentin aufmerksam zu folgen. Nicht ohne zu bemerken, dass er nur bis sieben Uhr bleiben könne, schließlich spiele dann der SC. Nach dem Vortrag gab es dann für Interessierte noch kurz die Gelegenheit, ein paar Fragen an den Oberbürgermeister zu stellen.


Die Arbeit taten die anderen. Zwei Moderatorinnen der Gruppe Jugend im Haushalt leiteten durch die Veranstaltung, welche mit einem Gruppenspiel begann. Der Satz: "Wer wenn nicht wir ist die Zukunft schon heute? Und deshalb wollen wir mitbestimmen, wofür die Stadt Freiburg Geld ausgibt!" musste richtig zusammengesetzt werden.



Referentin Annette Schubert erklärte, aus welchen Posten sich der Beteiligungshaushalt zusammensetzt, in welchen Alltagssituationen der Haushalt hineinwirkt und wie man als FreiburgerIn selbst aktiv werden kann. Am anschaulichen Beispiel von zwei Jugendlichen, Holger und Anna aus dem Rieselfeld, verdeutlichten die beiden den Zuhörern, warum der Haushalt jeden etwas angeht.

Schulweg, Schwimmbad, Stadtbibliothek, Jugendgruppen – die Stadt Freiburg gibt Geld aus. Wieviel Geld nun wofür ausgegeben wird, können Bürgerinnen und Bürger im Beteiligungshaushalt mitbestimmen.

Der durch eine PowerPoint-Präsentation gestützte Vortrag im Haus der Jugend richtete sich vor allem an Freiburgs Jugendliche, die in Form einer Schulklasse, einigen Vertretern des Schülerrats, Jump On! und den Jusos erschienen waren. Keine schlechte Bilanz, dennoch fehlte es an jungen Leuten, die sich nicht eh schon in der Politik engagieren. Die Veranstaltung zeigte, wie schwierig es ist, auch Nicht-Politik-Interessierte für ein politisches Thema zu gewinnen.



Wären mehr SchülerInnen erschienen, hätten sie erfahren, dass es am 6. und 7. Juni ein Seminar-Wochenende zum Thema gibt, zu dem alle Jugendlichen eingeladen sind. Am 20. und 21. Juni findet dann die große Stadtkonferenz in der Rothaus Arena statt. Denn, wie sagt es der Slogan: "Der städtische Haushalt geht alle an! Frauen und Männer, Jung und Alt!"

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