Bitte, bitte, lieber Dieb, gib mir mein Fahrrad zurück!

Alexander Schumacher

Zwischen Rennrädern und ihren Besitzern entstehen ja manchmal innige Beziehungen, von denen so manche Lebensabschnittsgefährtin nur träumen kann. Dieser Fahrradfahrer hängt wohl ganz besonders an seinem Drahtesel – und hat dessen Dieb einen verständnisvollen Brief geschrieben:



In dem Aushang vor dem KGIV bittet der Besitzer, der Dieb möge ihm doch bitte sein Rennrad zurückgeben. Und nicht nur das: Er bietet ihm sogar ein Lösegeld an. Dass der Dieb sich in sein Rad verliebt hat, sei ja völlig verständlich jetzt solle er die kurze Affäre aber doch bitte wieder beenden. Hier der Brief des verzweifelten Bestohlenen:


"Lieber Besitzer meines dunkelblauen DANCELLI-Rennrades,

ich kann gut verstehen, dass du dich am Samstag spontan in mein schickes Rennrad verguckt hast und du es dir deshalb nicht verkneifen konntest, es mit nach Hause zu nehmen. Du meintest es sicherlich nicht böse, doch in der Eile hast du ganz vergssen, dass mir das Rad auch am Herzen liegt. Aber Schwamm drüber jeder macht mal Fehler. Deshalb schlage ich dir einen Deal vor: Du übergibst mir das Rad, dafür gebe ich dir einen Obolus. Im Falle, dass du mich nicht persönlich kennenlernen willst, kannst du das Rad jederzeit beim Fundbüro (in der Merianstraße 16) oder einer Polizeistation abgeben. Ich zähle auf dich :)"

Solltest du dich jetzt angesprochen fühlen und (zu Recht) ein schlechtes Gewissen haben, ruf doch mal die folgende Telefonnummer an: 0176/84803586. Wir wünschen dem Besitzer des geklauten Fahrrads viel Glück!

Wie fudder-User "Pseudograph" anmerkte, könnte mit dem versprochenen Obolus aber auch etwas anderes gemeint sein. Schließlich definiere die Wikipedia "Obolus" so:

"Der Begriff [Obolus] hat sich unter anderem deshalb bis heute erhalten, weil er in der griechischen Mythologie eine Rolle spielt. Die kleine Münze [...] wurde den toten Griechen in der Antike als Grabbeigabe unter die Zunge gelegt, bevor sie bestattet wurden."

Mehr dazu: