Bei dieser Ausstellung kannst Du dir die Abschlussarbeiten von Kunst- und Designstudierenden anschauen

Anna Lob

Für ihren Abschluss an der Hochschule für Kunst Design und populäre Musik in Freiburg entwickeln die Studierenden eigene Kunst und Projekte. Am Wochenende stellen sie ihre Arbeiten aus. fudder hat schon mal einen Blick darauf geworfen.

Ein schwarzer Raum, an der Wand das Bild einer Frau mit verlaufener Wimperntusche und blutigem Mund. Frei im Raum hängen Bilder auf denen eine Frau in verschiedenen Posen zu sehen ist. Diese Frau ist Alicia. Die 22-Jährige hat gerade ihren Bachelor in Fotografie und Bewegbild an der Hochschule für Kunst, Design und populäre Musik (hKDM) in Freiburg absolviert. Ihre Arbeit heißt "Sie legen mir Gedanken in den Kopf" und beschäftigt sich mit der Bedeutung von Modefotografie. "Ich wollte die gängigen Schönheitsideale über den Haufen werfen", sagt Alicia. Dabei war es such ihr Ziel sich mit der Ästhetik des Hässlichen auseinanderzusetzen.


Die Abschlussarbeiten sind sehr vielfältig

Alicia ist eine von 12 Absolventinnen und Absolventen aus den Bereichen Kunst und Design, deren Arbeiten am Freitag und Samstag in der hKDM Freiburg zu sehen sein werden. Drei Monate hatten die Studierenden Zeit um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Die Ergebnisse sind sehr vielfältig. So reichen die Arbeiten vom Themen, wie der erfolgreichen Gestaltung von YouTube Videos bis zu der Entwicklung von Videospielen.

Konstantin hat sich für einen werblichen Dokumentarfilm entschieden. "Im Alltag wird Stress ein immer größeres Thema", sagt der 26-Jährige. Sein Film "Time we seek" befasst sich mit der Thematik Stress und damit, was man dagegen tun kann. So hat Konstantin eine Frau bei ihrem erstem Tandemflug begleitet und zeigt, welche Befreiung sie dabei empfindet, mit der Natur in Kontakt zu kommen. Dieser Film wird nun auch als Werbefilm für die Gleitschirmflugschule verwendet. Konstantin schließt mit dieser Arbeit seinen Bachelor mit dem Schwerpunkt "New Media Design" mit Auszeichnung ab.

Auch kreative Abschlussarbeiten können objektiv bewertet werden

Für ebenfalls sehr gut befanden die Professoren auch die Abschlussarbeit von Nicole. Sie entwickelte ein Handbuch für Anti Gestaltung. "Anti Design bedeutet mit den gängigen Gestaltungsregeln bewusst zu brechen", erklärt die 27-Jährige. "So kann man neue Ideen entwickeln". In ihrem Handbuch geht es um Methoden der Überlagerung von Elementen. So verdeutlich sie anhand des Bildes von einem Hund und einem Wort, was man mit nur zwei Elementen designerisch möglich machen kann.

Auf die Frage, ob es schwer ist kreative Abschlussarbeiten objektiv zu bewerten findet Professorin Karin Jobst eine klare Antwort: Nein. "Die Qualität der Ausführung und die Reflexion der Arbeit sind entscheidend", sagt Jobst. Diese seien anhand der vorliegenden Arbeiten gut einschätzbar. Hinzu kommen eine gewisse Professionalität und Selbstständigkeit, welche die Studierenden bei ihrer Arbeit zeigen sollten. Die Kriterien sind dabei natürlich jeweils abhängig von dem künstlerischen Fachgebiet, in dem sich eine Arbeit bewegt.
Was: Ausstellung der Abschluss- und Semesterarbeiten von Kunst- und Designstudierenden
Wann: Freitag,13. Juli ab 19 Uhr und Samstag 14.Juli von 14-17 Uhr
Wo: Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik, Haslacher Str. 15, 79115 Freiburg
Eintritt: frei