Regeln

Was beim Rheinschwimmen in Basel zu beachten ist

BZ-Redaktion

Es gibt kaum einen besseren Ort, um sich abzukühlen als im Rhein bei Basel. Aber Obacht! Es gibt ein paar Regeln für das "Baden im Basler Bach", teilt das Justiz- und Sicherheitsdepartement mit.

Nix für Quietscheentchen

Der Rhein als Fließgewässer ist nur für gute Schwimmer geeignet. Nicht zuletzt deshalb sind Schwimmhilfen jeglicher Art (Luftmatratzen, Gummiboote, et cetera) im Rhein verboten – ausgenommen natürlich der Schwimmsäcke, die den guten Schwimmer begleiten. Die Strömung kann rasch an den Kräften zehren. Festgemachte Boote, Bojen und Brückenpfeiler bergen unter der Wasseroberfläche Gefahren. Und bei Hochwasser ist das Baden im Rhein ohnehin tabu.

Nicht vom Brückenrand springen

Von den Brücken zu springen, ist verboten: Bei einem Sprung von der Mittleren Brücke erreicht man eine Geschwindigkeit von fast 50 Stundenkilometer. Ein Zusammenstoß mit Treibgut, Plastiktüten oder einem Schiff reicht für eine schlimme Verletzung. Es genügt schon, wenn man mit dem Rücken ordentlich aufs Wasser knallt. Unten strömt der Rhein – das ist kein Sprungbecken, aus dem einen notfalls schnell der Bademeister rausfischt.

Impressionen vom Basler Rheinschwimmen



Schiffe sind stärker

Große Schiffe können einem Schwimmer nicht ausweichen. Also muss der Schwimmer Abstand halten. Generell wird empfohlen, nicht in den Schifffahrtsrinnen zu schwimmen. Auffallende Farben des Schwimmsacks, der Badekappe oder den Badekleidern helfen, im Wasser gesehen zu werden.

Von blau zu rot

Die sicheren Zonen sind bislang mit blauen Bojen markiert. Wir wissen nicht, ob das mit dem FC Basel zusammenhängt, aber im Juli werden die blauen Markierungen im Rhein durch rote ersetzt. Die empfohlenen und die gesperrten Schwimmzonen, sind auf der Internetseite der Kantonspolizei und auf Plakaten entlang des Ufers ersichtlich.

No-Swim-Areas beachten

Vor der Schleuse in Birsfelden und in allen Hafengebieten herrscht ein absolutes Badeverbot, ebenso im Bereich der Schwarzwaldbrücke. Neben diversen Hindernissen unter der Wasseroberfläche stellen die manövrierenden Schiffe eine große Gefahr dar.

Was tun im Notfall?

Nicht den Baywatch-Helden spielen, denn die Strömung ist zu stark, um jemanden gefahrlos herauszuziehen. Gerät ein Schwimmer in Not, sollte ihm ein Rettungsmittel zugeworfen (am Rheinufer stehen Rettungsringe bereit) und Hilfe angefordert (Telefon 117) werden.

Taugt das Wasser?

Die Wasserqualität ist nicht immer gleich. Eher besser ist sie bei Schönwetterperioden mit viel Sonne (die UV-Strahlen töten Bakterien an der Wasseroberfläche ab) als bei eher hohem Wasserstand. Der Schmutz im Wasser wird verdünnt. Schlecht für die Wasserqualität sind heftige Gewitter und intensive Regenfälle. Sie schwemmen Dinge in den Rhein und wühlen das Wasser auf. Ist der Wasserstand zu niedrig, können sich Verschmutzungen konzentrieren und werden nur langsam weggeschwemmt. Das Kantonale Laboratorium misst die Wasserqualität des Rheins regelmäßig. Die aktuelle Meldung: Die Wasserqualität stimmt, dem Badespaß steht nichts entgegen.
Begleitetes Schwimmen

Vom 4. Juli bis 29. August 2017 gibt es in Basel jeden Dienstag (außer 1. und 15. August) ein Begleitetes Rheinschwimmen mit Aufsichtspersonal der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft. Das kostenlose Angebot richtet sich an sichere Schwimmer jeden Alters.

Treffpunkt ist spätestens um 17.45 Uhr am Rheinufer unterhalb des Museums Tinguely. Der Ausstieg ist vor der Wettsteinbrücke. Dort ist eine Dusche vorhanden. Kleidung und Wertsachen können beim Einstieg deponiert werden.

Infos zur Durchführung sind am Veranstaltungstag von 9.15 Uhr an unter 004161/2675740 abrufbar. Anmeldung erbeten unter http://mehr.bz/begleit17

Alle Infos zum Rheinschwimmen gibt es auf der Website der Kantonspolizei