Badische Band-Namenskunde: The Privateer

Jana Höppner

Warum heißen Bands aus der Region so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Dazu gibt es Small-Talk-Futter rund um die Band-Historie. Heute: The Privateer aus Freiburg und Umgebung. Zur Zeit proben sie fleißig für einen Bandwettbewerb und brauen an einem Gerstensaft rum, der dereinst wohl trockene Freibeuterkehlen ölen soll.

Bandname:


The Privateer

Wie ist eurer Bandname entstanden?

Anfangs hießen wir Scorn, das war aber nur ein Übergangsname, weil uns nichts besseres eingefallen ist. Danach wollten wir uns Cryosphere nennen, hauptsächlich weil es cool klingt, aber den Namen gab's schon im Metal-Bereich. Danach kam dann Privateer (Freibeuter), nach dem gleichnamigen ersten Lied, das wir geschrieben haben. Den Namen gab es aber auch schon. Da hat uns eine unsympathische Metal-Band aus Warschau verklagen wollen. Jetzt heißen wir eben THE Privateer.

Wann wurde die Band gegründet?

Die Band wurde 2008 von Roman und Chris gegründet.

Was war eurer tollster Gig?

Wir haben zwei Favoriten: Unser erster Gig überhaupt fand im Schlosskeller Emmendingen statt,  im Rahmen der "Kellerbänger"-Abende, und wir hatten knapp 130 Gäste. Keiner von uns hatte vorher je auf der Bühne gestanden. Der zweite ist definitiv unser Auftritt im Crash.

Was hat euch an dem Auftritt im Crash gefallen?

Was da los war, die Stimmung und alles, vielleicht nicht unbedingt der Sound – wir konnten auf der Bühne nicht so viel hören –, war einfach dermaßen abgefahren und hatte irgendwo schon fast die Stimmung eines Open Air.

Wie würdet ihr eure Stilrichtung bezeichnen?

Piraten-Metal. Ansonsten haben wir ziemlich viele verschiedene Einflüsse aus den Metal-Spielarten, hauptsächlich Heavy Metal, Melodic (Death) Metal, Folk Metal, Symphonic Metal.

Wann sind euren nächsten Konzerte?

Wir spielen auf dem Bloodbattle bei „Baden in Blut“ am 26. März 2011. Außerdem
sind wir für die Release-Party von „Inner sanctum“ eingeplant – aber da gibt's noch nichts Genaues.

Was ist sonst gerade aktuell?

Endlich mal wieder Proben – wir spielen ja 'nen Bandwettbewerb, den wir nicht nur darauf basierend ausfechten wollen, das wir lustige Piratenkostüme und 'ne Menge Rum im Gepäck haben, sondern auch mit einem bisschen Musik. Und: Wir arbeiten grade an einem neuen Projekt – Stichwort: Freibeuter Bier. Mehr wird aber erst mal nicht verraten.

Namen, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

Pablo Heist (aus Freiburg): Vocals und Komposition
Christian Spöri (aus Emmendingen): Gitarre und Komposition
Roman Willaredt (aus Emmendingen): Gitarre und Komposition
Kim Fritz (aus Bahlingen): Schlagzeug
Jonas Reinmuth (aus Freiburg): Bass
Miriam Weinzierl (aus Riegel): Violine und Backing Vocals
Daniel Hipp (aus Waldshut): Keys

Und eurer Proberaum?

Ist in Kollnau, privat, für teures Geld angemietet. Und privat ausgestattet. Dafür können wir da drinnen machen, was, wann und wie wir wollen – das ist sehr angenehm. In unserem Proberaum befindet sich auch die wahrscheinlich größte Sammlung exotischer, leerer Bierflaschen.

The Privateer im Internet

[Foto 1: Promo; Fotos 2-4: Brian Barnhar]

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