Badische Band-Namenskunde (55): Funkreich

Carolin Buchheim

Warum heißen Bands aus der Regio so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Dazu gibt es ein Small-Talk-Futter rund um die Band-Historie. Heute: Funkreich, die heute Abend in der Harmonie spielen.

Bandname:

"Funk:Reich" – wobei man sagen muss, dass nach dem ein oder anderen Wässerchen auch spontane Namensänderungen in "Dr. Glindebeat" oder "Herr Gaucho's lustige Tanzkapelle" sich einer breiten Minderheit innerhalb der Band erfreuen. Im Grunde gewinnt "Funk:Reich" am Ende dieser (Wein)Proben aber immer wieder die Oberhand und ist somit allgemein anerkannt und verbreitet worden.


Wie ist eurer Bandname entstanden? Alle anderen waren schon weg.

Wie ist Eure Band entstanden?


Christophe:
"Stark alkoholisiert."

Emanuel (Das EEE): "Ingo hat jahrelang um meinen Einstieg gebettelt. Als er dann beschlossen hat, mir sehr viel Geld für eine Probe zu zahlen, bin halt widerwillig dort erschienen. Dummerweise habe ich in seinem Vertrag das Kleingedruckte überlesen und bin von nun an juristisch verpflichtet in der Band mitzuspielen."

Jonas:
"Würd ich auch mal gern wissen... "

Johannes: "Durch die Tür."

Fred: "Durch die Anzeige im Schappi: Band sucht ihn."

Lucas: Kein Kommentar.



Namen, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

  • Christophe Strotz, der Älteste, Luxembourg, eigentlich ja Korea nach Freiburg jetzt Wien. Sieht man auch. Sinkt.
  • Emanuel Teschke, das EEE, mitten im Leben, Freiburg (Köndringen/Denzlingen) und Grenzach. Basst.
  • Johannes Maikranz, Jom, so plus minus – um die – also ehrlich gesagt weiß es keiner, Teningen und Basel. Gitarre.
  • Lucas Wirz, bald? – keine Angabe – Basel und Posaunt.
  • Jonas Winterhalter, "Herr Gaauucho" – müsste man mal den Postboten fragen – Freiburg. Tom Peter.
  • Ingo Hipp, um die 20 wie wir alle, Mundingen, jetzt Luzern, altes Saxophon.
  • Frederik Heisler, Fred oder Frettiee, Nesthäkchen, Freiburg (Köndringen). Rasselt.




Wann gegründet:


2005 ist das offizielle Gründungsjahr, jedoch erfand sich die Band auf Grund von Besetzungsänderungen im jährlichen Rhythmus immer wieder neu.

Proberaum:

Wir sind eine Wanderband. Zu Beginn war es der sogenannte Aldi in der Metropole Köndringen bei Teningen bei Emmendingen bei Freiburg. Aldi daher, da in diesem Raum außer Proberaumzubehör ebenfalls alle erdenklichen Materialien dieser Welt zu finden waren und ein ebensolches Chaos vorherrschte, dass eine Explosion in selbigem Raum nicht weniger Unordnung hervorgerufen hätte als schon vorhanden.

Kurzzeitig verschob sich das Gleichgewicht dann zwischen Freiburg und Köndringen, um nun zwischen Basel und dem nun renovierten, sehr ordentlichen Köndringen (IKEA?) zu pendeln. Wir proben dort, wo es für die Mehrheit von uns den kürzesten Anfahrtsweg bedeutet.



Denkwürdigste, spannendste oder aufregendste Gigs:

Es begab sich zu jener Zeit, dass Herr Georg A. (Vorname) W. in Endingen seinen runden Geburtstag feiern wollte. Dazu sollte pfiffige Musik einer möglichst professionellen Kappelle ertönen, welche gleichzeitig auch als Showband fungieren könne. Und selbstverständlich war gleich zu Beginn zum Einmarsch der Honoritäten [Der Bürgermeister von Endingen (O.o) etc.] ein wenig Barpiano unseres damiligen Pianisten Andreas Probst (lächelnd! – so war's gefordert.) erwünscht. Es wurde mit Herrn Georg A. (im Übrigen ein sehr, sehr, sehr guter Freund des Königs Taufa?ahau Tupou IV. von Tonga) und dessen Begleiterscheinung Frau Gre. W zwei mal fleißigst geprobt und es war grauenvoll.

"Das Stück ist in E-Dur, Herr W. – Ihr Anfangston ist ein "E" – Ich spiele es Ihnen kurz vor Beginn des Stücks vor!" "Neinneinnein... Ich gebe euch den Ton!" singend *aaaAAaAAaaAAhhhooouuuiiiiuuuuuUUu* - "?!?!??" Dieser "Eine" Ton beinhaltete Gefühlte sieben Oktaven. Unabhängig davon: Überraschungsgast für Herrn W. von dem er rein gar nichts ahnte, war Antonia Blanko - ja, die Antonia!! Genau!!! Die Schwester von ROBERTO!! Wer kennt sie nicht? - diese war beim Soundcheck mit Georg A. und Gre W. natürlich auch dabei. Das war schon sehr skurril, wie dort auf Überraschung gemacht wurde.

Der ganze Abend wurde begleitet von fürchterlichem Essen und uferte für uns irgendwann aus. Wir verpassten geradezu unseren Einsatz, da wir vor Lachen über weltklasse Showeinlagen und gekünstelt überschwänglich-fröhliche Reden gekrümmt auf unseren Sitzen Magenkrämpfe erleiden mussten und uns daher nicht mehr vom Fleck rühren konnten. Wir haben bedauerlicherweise keinen Kontakt mehr zu Herrn W.. Jedoch dem König von Tonga (und auf Grund der unnachahmlilchen Männerfreundschaft dieser Beiden natürlich auch Georg A. selbst) haben wir das Lied "The ground of Tonga" gewidmet. Wir planen eine Tour nach Tonga im Jahr 2015 zu seinem Gedenken und 50. Geburtstag, da der König 2006 verstarb. Dafür suchen wir noch Sponsoren.

Außerdem das Geburtstagskonzert eines Freunds. Das spannende daran war zu Beobachten ob vor Tanzeslust zuerst jemand Bier in/auf/über die Verstärker schüttet oder der Mikroständer in zwei/drei/vier Teile zerbricht, beziehungsweise das Schlagzeug schon auf der Bühne zu Brennholz verarbeitet wird.

Gewonnen hatte die gute alte Monitorbox die ein Bad in Sekt nahm. Pünktlich um 12.....aargh .....%$*%&$ !!!


Vorbilder & Idole?

  • Was das Wandern angeht: Klar - Andreas Probst.
  • Tanzidol: Eugen (der Esel)
  • Modetechnisch: Jörn - in Pink!
Stilrichtung:

Funk, Pop, Soul, Jazz und Volksmusik mit Jodeldiplom.

Nächste Konzerte:
  • 12. Dezember 2008, Harmonie, Freiburg, 21:30 Uhr
  • 26. Dezember 2008, Waldsee, Freiburg mit "Teilzeitrockstars", 21 Uhr



Was steht sonst aktuell gerade an?

Das EEE. Für Bier.

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