Autofahrer bleibt in frischem Beton stecken

David Weigend

Ein spanischer Autofahrer hat gestern in Grenzach-Wyhlen das Tagewerk einer Baufirma ruiniert: Er ignorierte zwei Absperrungen und landete auf einer frisch betonierten Fläche.



Die Firma hatte frühmorgens um 6 Uhr begonnen, vor dem Kreisel auf der B 34 in Richtung Rheinfelden großflächig die Fahrbahn zu erneuern. Da der Fahrbahnbelag betoniert werden sollte, musste die Fläche eingeschalt werden. Gegen 15 Uhr waren die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass der zwischenzeitlich eingebrachte Beton glatt gezogen war und hätte trocknen können.


Die Baustelle war durch eine Ampelanlage abgesichert. Mit Warnbarken und Hinweisschildern wurden die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Wyhlen kommend links an der Baustelle vorbeigeleitet. Das hatte den ganzen Tag über geklappt.

Der ortsunkundige Spanier war jedoch unaufmerksam und fuhr nach Angaben der Polizei nicht links an der Baustelle vorbei, sondern steuerte seinen Chrysler zwischen zwei Warnbarken hindurch und landete mit seinem Wagen mitten im frischen Beton. Das Fahrzeug sackte bis zur Karosserie in den Beton ein und der Fahrer konnte aus eigener Kraft nicht mehr zurückfahren.



Die Straßenbauarbeiter waren verständlicherweise wenig erfreut, als sie ihr Tagwerk zerstört sahen. Trotzdem leisteten sie Hilfestellung und hängten das eingesunkene Fahrzeug an ihren Radlader. Mit vereinten Kräften konnte man den Pkw schließlich aus der misslichen Lage befreien.

Der Spanier hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt. Sein Fahrzeug hatte auch nicht Schaden genommen. Allerdings mussten die Bauarbeiter wohl eine Nachtschicht einlegen, um den Schaden zu beheben. Nach ihren Aussagen dürfte die Schadenshöhe bei 20.000 Euro liegen.

[Fotos: Polizei, Quelle: Badische Zeitung]