Auf der Suche nach anderer Musik: Der Freiburger House-Produzent Mekesh

Bernhard Amelung

Kristallklare Klavierakkorde, warme Synthesizerflächen und ein Groove, der unweigerlich die Beine in Bewegung bringt: So klingen die Stücke auf der "Someone EP", die Mitte November auf dem Kleinstlabel Celeste Records erschienen ist. Produziert hat sie der Freiburger Máté Spellenberg.




Máté Spellenberg
, geboren in Budapest, aufgewachsen in Freiburg, entdeckte bereits als Teenager seine Leidenschaft für elektronische Musik. "Die Pop-Musik im Radio hat mir nicht mehr so getaugt. Ich suchte nach anderer Musik, nach anderen Genres. Ich bin bei House und Techno gelandet und blieb dabei", erzählt er.


Den Gedanken, selbst Musik zu produzieren, hat er lange Zeit mit sich herumgetragen. Doch zunächst lernte er Trompete und Schlagzeug und spielte diese Instrumente viele Jahre. "Ich fand es dann aber interessanter, aus mehreren Instrumentals und Soundscapes ein Ganzes zu formen." Als Vorbilder benennt er Monte und Finnebassen sowie Nico Plagemann und Christian Hilscher, bekannt als Kollektiv Turmstrasse.

Die ersten Ergebnisse seiner Produzententätigkeit veröffentlichte der 22-Jährige nicht. Nur seine Freunde bekamen sie zu gehör. "Dieses Jahr dachte ich, ein Niveau erreicht zu haben, um meine Stücke auch einem breiteren Publikum zu zeigen. Deshalb habe ich ein paar Demos rumgeschickt", sagt er. Das Thüringer Kleinstlabel Celeste Records, auf dem auch Künstler wie Martin Dacar oder Sven Tasnadi veröffentlicht haben, meldete sich zurück und bietet an, zwei seiner Stücke auf einer EP zu veröffentlichen.

Seine theoretischen und praktischen Kenntnisse in der Musikproduktion vertieft Máté Spellenberg zur Zeit an der Hochschule Darmstadt. Dort ist er im Studiengang "Sound & Music Production" eingeschrieben. Ob und wann er eine weitere EP veröffentlichen wird, weiß der Jungproduzent noch nicht. "Für einen unbekannten Produzenten ist es nicht so einfach, die Stücke an die Leute zu bringen. Da werde ich wohl wieder Demos rumschicken müssen."

Mekesh - Gravity

Quelle: YouTube



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[Foto: Máté Spellenberg]