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Meine Meinung: Warum es okay ist, während des Gesprächs aufs Smartphone zu schauen

Immer mehr Menschen schauen mitten im Gespräch auf ihr Smartphone, checken, was gerade auf Facebook geht, und schreiben mal so eben eine SMS. Schlimm? Unhöflich? Verfall der Sitten? Nö, findet fudder-Autorin Hengame Yaghoobifarah. Und behauptet: Das nervt nur Leute, die noch granitblockartige Handys von gestern besitzen.



Seitdem der Besitz eines Smartphones nicht mehr nur Managern vorbehalten ist, haben rund 80 Prozent meiner Freunde ihr herkömmliches Handy durch einen internetfähigen Mini-Computer ausgetauscht.

Ich gebe zu, dass ich schon relativ früh umgestiegen bin und kann mich aus eigener Erfahrung an die Zeiten erinnern, an denen man sich geschämt hat, wenn man sein Gerät in Anwesenheit anderer auspackte – und sei es nur, um einen Anruf entgegen zu nehmen. Schuld daran war die Angst vor Vorwürfen à la: „Diese Apfeltelefone sind unmöglich, die Leute hängen wie Suchtis an ihnen!“

Mittlerweile scheint es normal zu sein, sein Smartphone vor sich auf den Tisch zu legen – egal ob in der Kneipe, in der WG-Küche oder in der Vorlesung. Und manchmal, da nimmt man sein Smartphone in die Hand, beantwortet Nachrichten, checkt die Lage in sozialen Netzwerken oder blättert durch seinen Kalender. Die einzigen, die es gegebenenfalls nervt, sind in der Regel diejenigen, die granitblockartige Handys mit monophonen Klingeltönen, winzigen Schwarzweißdisplays und Platz für maximal 50 SMS haben. „Ihr seid so abhängig von euren komischen Smartphones, das geht gar nicht“, verkünden sie gerne in einem erhabenen Ton. „Und außerdem ist das so unhöflich!“

Ein Luxus, den wir für selbstverständlich nehmen

Stopp. Sehe ich nicht so. Fangen wir mit der vermeintlichen Abhängigkeit an. Ich will nicht bestreiten, dass es tatsächlich Menschen gibt, die eine krankhafte Sucht haben, ich bezweifle aber, dass es auf den Großteil der Smartphone-Nutzer zutrifft. Wir verlassen uns vielleicht zu sehr auf die Funktionen unserer Geräte, sind in bestimmten Situationen ohne die Navigations-App oder Internetverbindung aufgeschmissen – aber nur, weil wir unsere Gewohnheiten geändert beziehungsweise den Möglichkeiten, die man im Jahr 2012 so hat, angepasst haben. Es ist ein Luxus, den wir für selbstverständlich nehmen, so wie es für manche Fleischesser normal ist, jeden Tag mindestens zwei fleischhaltige Nahrungen zu sich zu nehmen. Das ist vielleicht nicht gerade gesund, aber keine Sucht, sondern eine Gewohnheit – und maximal ein Mangel an Aufklärung.

Außerdem finde ich es nicht unhöflich mit dem Handy oder Smartphone zu spielen, während man in einer Gruppe sitzt und sich unterhält. Klar ist es nervig, wenn es den gesamten Abend lang so ginge, aber es schadet doch nicht, wenn man ein paar Minuten lang SMS schreibt oder durch seinen Twitter-Feed geht.

Erstens, weil es in Gruppengesprächen in der Regel nicht von Anfang bis Ende um intime, relevante oder weltverändernde Themen geht, sodass man zweitens auch gerne mal kurz abschalten kann. Jede Konversationsrunde hat ihre uninteressante halbe Stunde, die ich entweder produktiv mit meinem Smartphone oder – nach außen hin höflicher, weil nicht sichtbar – mit einem glasigen Blick und Fahrstuhlmusik in meinem Kopf überbrücken kann. Nur weil ich gerade zustimmend nicke, heißt es nicht, dass ich zuhöre, und nur weil sich das Facebook-Logo in meiner Brille spiegelt, heißt es nicht, dass ich es nicht tue. Wer behauptet, beides gleichzeitig sei nicht möglich, der labert. Vielleicht konzentriert man sich nur noch 90- und nicht 100-prozentig auf das Gespräch, aber das meiste kommt an.

"Ich kann abschätzen, wann es angebracht ist, eine SMS zu beantworten"

In Situationen wie dem klassischen Herzausschütten mit Tränen und Taschentüchern käme ich natürlich nicht auf die Idee, mit meinem Smartphone durch das Netz zu surfen, ich würde – von Notfällen abgesehen – nicht mal ans Telefon gehen, wenn es klingelt. Ebenso wenig spiele ich durch meine Kopfhörer Musik ab, während ich mich mit anderen unterhalte.

Ich kann einschätzen, wann es angebracht ist, eine SMS zu beantworten und wann nicht. Jede Person mit einem halbwegs funktionierenden Taktgefühl kann das. Deshalb sehe ich auch keine Gefahr darin, dass in Zukunft alle Gespräche von Smartphone-Benutzenden trivialisiert werden. Und seien wir ehrlich: Es sind die besten Freundschaften, in denen man sich auch mal fünf Minuten lang schweigend seinem Mediendrang hingeben kann.



Zur Person

Hengame Yaghoobifarah
, 20, ist eigentlich ein Nordlicht und kam im Oktober 2011 zum Studieren nach Freiburg. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin für fudder.de sowie SPIESSER und bloggt. Sie geht gerne anderen Leuten mit ihren Anti-alles-für-immer-Texten auf die Nerven und wartet teetrinkend auf die Reaktionen der angepissten Leute. Damit lädt sie ihre negativen Gedanken ab und kann sich so auf mehr die Liebe in der realen Welt konzertieren - zum Beispiel, indem sie selbstgebackene Muffins verschenkt und Herzen zum Abreißen aufhängt.




"Meine Meinung"

Mit "Meine Meinung" will fudder Menschen eine Plattform bieten, um ihre Meinung zu einem Thema, das in Freiburg debattiert wird, dazulegen. Es handelt sich bei dem Beitrag um die Meinung des jeweiligen Autors, nicht um die der Redaktion.



Mehr dazu


[Symbolbild: © Scott Griessel - Fotolia.com]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 63
Montag, 12.11.12 15:47
 

Liest sich wie ein Alki dem man die Pulle wegnehmen will.


fettstorm hat den Kommentar am 12.11.2012 um 15:47 bearbeitet
Montag, 12.11.12 15:48
 

Also doch Sucht?

Montag, 12.11.12 15:54
 

"Jede Konversationsrunde hat ihre uninteressante halbe Stunde, die ich entweder produktiv... ...überbrücken kann."

"Produktiv", ja klar!

Aber macht doch was Ihr wollt!

Montag, 12.11.12 15:55
 

"unhöflich" ist subjektives empfinden.
es soll auch männer geben die es nicht als ünhöflich empfinden über die frau die ihnen gerade vergnügen bereitet hinweg fussball zu kucken ( oder dank fortschreitender emanzipation und frauenfussball andersrum) ....

für mich persönlich gehört in einem gespräch ( auch in der gruppe ) augenkontakt und generelle aufmerksamkeit dazu.
das hat für mich etwas mit wertschätzung für meinem(n) gegenüber zu tun.
deswegen ist z.b auch grundsätzlich der ton ausgeschaltet wenn ich in einem gespräch mit freunden oder bekannten sitze.
es käme ja auch kaum einer in einem vorstellungsgespräch darauf sms zu lesen oder zu beantworten und warum nicht ?
wegen der wichtigkeit.

aber das ist eben ähnlich wie beim thema pünktlichkeit, für den einen ist es unwichtig, für den anderen ist die um sich greifende unpünktlichkeit der untergang der abendl. kultur...

sellerie wie der franzose sagt....

Montag, 12.11.12 16:26
 

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los dass der einzige Sinn von den Artikeln von Hengame Yaghoobifarah darin besteht, möglichst großflächig zu provozieren... Bisher gabs jedenfalls noch keine "Meine Meinung" die jetzt wirklich Zuspruch erhalten hat. Entweder hat die Dame einfach nur in allem Meinungen die gegen alle oder einen Großteil gehen, oder aber Provokation ist der einzige Zweck dieses Blogs..

"Meine Meinung" dazu: Unglaublich unhöflich. Und ich besitze selbst ein Smartphone und kein "granitblockartiges Handy". Als ich mal jemanden drauf angesprochen habe dass solches Verhalten nicht wirklich sozial sei, bekam ich die Antwort: "aber ich bin doch sozial.. hier auf Facebook". Blanke Ironie..

Passend dazu:
http://tinyurl.com/czhhet2

Edit: Sehe das ähnlich wie Wolke. Hat für mich auch etwas mit Wertschätzung für den Gegenüber zu tun.


daily hat den Kommentar am 12.11.2012 um 16:35 bearbeitet
EHC
Montag, 12.11.12 16:27
 

@ Schnoog :

ja es soll tatsächlich Menschen geben die Dienste wie Facebook usw. auch produktiv nutzen.

Du gehörst wohl nicht dazu ;)

Es ist doch so :

Wenn man Facebook (um nur diesen Dienst als Beispiel zu nehmen) clever nutzt , muss man auf keine "News-Seite" mehr um seine aktuellen Nachrichten zu lesen ... man liked die Seite in Facebook und bleibt somit , bei Aufruf von Facebook , immer auf dem neusten Stand im Weltgeschehen.
(Nur eine Möglichkeit Facebook clever zu nutzen)

Und ja ist klar - ihr begebt euch immer wenn ihr mit euren Freunden zusammen sitzt und ein 'Gespräch" führt , in den dunklen Keller - um ja von allem was Ablenkung ( wie Musik , TV oder andere Menschen) bietet zu entkommen.
Ein Smartphone lenkt nicht signifikant mehr ab wie andere Sachen in unserer Umgebung.

Wenn man euch so zuhört könnte man meinen ihr Bucht euch für jedes Gespräch mit Freunden , einen Kahlen weißen Raum in dem einfach "Nichts" ist wovon die Gesprächspartner abgelenkt werden könnten .

Wer Facebook und Smartphones noch immer für sinnlos hält, ist meines Erachtens noch nicht in der heutigen Zeit angekommen und wird , früher oder später , mit dieser Einstellung gewaltig auf die "Fresse" fallen ...

Montag, 12.11.12 16:29
 

multitasking funktioniert nicht ist doch jetzt wissenschaftlich erwiesen. man ist bloß gestreßt, trainiert sich seine geduld ab, spricht mit dem teebeutel, tippt dem gegenüber sms in die brille und hängt das telefon in die tasse. entschleunigung nigga.

edit: es gibt buchstäblich nichts im weltgeschehen das du nicht auch eine stunde später erfahren könntest. "oh, selbstmordanschlag in afghanistan und neue single von carly rae, gut dass ich das jetzt sofort erfahre und nicht erst in ner stunde"


why this world hat den Kommentar am 12.11.2012 um 16:33 bearbeitet
Montag, 12.11.12 16:39
 

Eben, und wenn der genervte Gesprächspartner die volle Aufmerksamkeit haben will, soll er sich doch bei Facebook einloggen und dem Gegenüber eine Nachricht schicken.

Montag, 12.11.12 16:44
 

EHC:

Ganz abgesehen davon, dass man auch mit dem Kopf abdriften kann, ohne einen konkreten Anlass zu haben.

why this world:

Ein banales Beispiel, das zeigen soll, dass die Unmittelbarkeit, die einem das Smartphone ermöglicht, gar nicht so dumm ist:
XY sitzt mit FreundInnen in der Kneipe und trinkt. XY schaut auf sein Handy und sieht eine neue Nachricht von seiner Freundin AB und die fragt, ob sie sich der Runde anschließen kann. Klar kann sie.
Hätte sie die Nachricht nicht beantwortet bekommen, wäre ihr Abend trostlos und einsam vonstatten gegangen.

EHC
Montag, 12.11.12 16:44
 

Natürlich gibt es genug im Weltgeschehen was man lieber jetzt als später erfährt ... kommt darauf an wie Medien kompetent man mit den Nachrichten umgeht und welche Nachrichten man selbst bezieht und das allerwichtigste : Woher man diese Nachrichten bezieht.

Du entscheidest selbst , welche Nachrichten du bekommst ... meine handeln jedenfalls nicht von Selbstmordanschlägen und neuen singles ;)

Montag, 12.11.12 16:55
 

Ich rede nicht mit Leuten die einfach während des Gesprächs ständig ihr I Phone zücken müssen, bzw. ich würde dann aufhören zu reden oder aber mit einer anderen Person reden die sich auch tatsächlich unterhalten möchte. Es ist unhöflich, zeugt von einer begrenzten Aufmerksamkeit und ich muss ehrlich sagen dass ich Leute die ihr I Phone nicht mal ne Stunde in Ruhe lassen können schrecklich finde. Es ist ja schon so weit, dass Leute komplett durchdrehen weil sie das Ding mal für nen Abend zuhause vergessen haben. Schrecklich und wenn das keine Form von Abhängigkeit ist dann weiß ich auch nicht. Für mich haben solche Leute genau so eine Abhängigkeit wie Spielsüchtige oder so World of Warcraft Junkies. Klar die sozialen und finanziellen Folgen mögen andere sein und man kann es sicher auch nicht mit ner Drogensucht vergleichen, aber eine gewisse Abhängigkeit sehe ich schon wenn Leute nicht klar kommen nur weil das I Phone mal nicht dabei ist.
Schlimm auch: Leute die auf Konzerten und Parties nurnoch vorn stehen und Bilder von DJ/Band machen um diese gleich zu twittern/bei fb hochladen oder sonstwas alles um sich zu profilieren auf was für ner krassen Veranstaltung sie doch grade sind. Leute die bei ner Techno Party das Tanzen vergessen nur um Bilder vom DJ zu machen der nichts anderes vor hat als die Leute zum Tanzen zu bringen haben etwa so viel Gefühl für die Musik übrig wie ein Granitblock. (das gilt übrigens auch für Konzerte etc. ist mir nur bei Techno Veranstaltungen als besonders paradox aufgefallen. Und die Bilder haben ehh alle ne scheiß Qualität)

Montag, 12.11.12 17:00
 

@Ease:

Ich hab auf einem Konzert noch nie jemanden gesehen, der durchgehend Fotos gemacht hat und ich wüsste nicht, was dagegenspricht, 1-2 Fotos zur Erinnerung zu machen. Die neueren iPhones haben da auch eine ganz hervorragende Qualität, gerade auch für Videos. Und sie sind nicht so sperrig wie Kameras, davon abgesehen, dass DSLRs ohne Presseakkreditierung gar nicht mitgenommen werden dürfen.
Da muss das Tanzen auch nicht kurz kommen.

Montag, 12.11.12 17:06
 

es gibt haltlleute, die nichmal 5 minuten die klappe halten können. wunderbar strategisch einsetzbare allzweckwaffe, diese smartphones.

Montag, 12.11.12 17:11
 

Ja dann gehen wir wohl auf unterschiedliche Veranstaltungen. Ne, habe ehrlich gesagt dieses Extrem von Leuten die tatsächlich in der ersten Reihe stehen ein Bild machen, mit langsamer Verbindung erstmal ne gute Minute einfach überm Handy hängen um das gleich mit samt Kommentar hoch laden um dann das nächste Bild zu machen usw. in Nordamerika erfahren. Klar da sind die Leute halt immer ein wenig bekloppter, aber wenn ein Europäischer DJ aufgelegt hat dann gab es wirklich viele Leute die 20 Bilder machen und gleich hoch laden mussten, die standen dann vorn tatsächlich bewegungslos rum nur am Handy... Das finde ich auch dem DJ gegenüber nicht fair bzw. unhöflich. Ich glaube zwischen DJ und Publikum besteht eine ähnliche Verbindung wie zwischen zwei Gesprächspartnern und mich würde es stören wenn mein Gesicht auf deren FB wall denen wichtiger ist als die Musik für die sie 20$ Eintritt gezahlt haben. Aber vielleicht habe ich da einfach eine andere Auffassung wie man solche Parties verleben sollte. Ich rede nicht von 1-2 Erinnerungsbildern kann ja jeder machen wie er meint. Ähnlich sah es dann auch auf X Konzerten aus bei Mogwai zB. wo man wirklich auch einfach mal träumen kann gab es ein ganzes Meer von I Phones die auf die Band gerichtet war und zwar vom ersten bis zum letzten Song, passt mir auch rein optisch nicht so ins Konzept.
Qualität weiß ich nicht wie da jetzt das I Phone 5 ist aber zumindest bis 3 fand ich das besonders unter den Lichtverhältnissen eines Clubs mehr als dürftig.


Ease hat den Kommentar am 12.11.2012 um 17:26 bearbeitet
Montag, 12.11.12 17:17
 

Vielleicht mal als Kontrapunkt zur Erinnerung dieses Fudder-"Ich steh dazu": http://fudder.de/artikel/2008/06/18/ich-steh-dazu-11-ich-habe-kein-handy/ (Auch wenns schon tatsächlich vier Jahre alt ist...)

Montag, 12.11.12 17:22
 

EHC, dann sind also alle, die nicht auf Facebook sind nicht mehr existent? Auf das läuft es doch hinaus...
Wenn mein Gegenüber es interesanter findet, sich über Smartphone mit jemand anderem zu unterhalten, okay, ich lasse mir da 5 Minuten gefallen und verabschiede mich dann.
Früher hat mich auch die x getippte SMS beim Essen genervt.
Mich nervt wenn im Kino plötzlich vor mir das Handy angeht nur um zu checken, was grad woanders läuft.
BTW, auch ich habe ein Iphone, nur nehme ich mir die Freiheit, das Ding auch mal komplett auszuschalten, unerreichbar zu sein, was nebenbei alle meine Realen-Freunde auch machen. Treffen, quatschen, essen, trinken ohne Ablenkung.

Montag, 12.11.12 17:27
 

@heng
wtf, warum muss ich dafür ständig aufs telefon glotzen, dann ruft sie halt kurz an oder bleibt im äußersten notfall daheim und liest ein buch. "banal" ist nicht dasselbe wie "völlig bekloppt"

@EHC
oh gott machs halt nicht so spannend, was kriegst du zb tolles mit was ich nicht rechtzeitig mitkriege??

Montag, 12.11.12 17:34
 

Mangelnde Wertschätzung des Gegenübers ist Nutzung eines Smartphones im Gespräch. Da fehlt einfach der Blickkontakt und wenn im Kopf des Gegenübers eh grad andere Dinge wichtig sind - verabschiede ich mich und warte auf eine entsprechende Reaktion des Gegenübers.

Ich finde das grob unhöflich und zeugt von mangelnder Aufmerksamkeit zum Gespräch hin.


....und es ist sowas von egal ob jetzt gerade neue Botschaften im Fratzenbuch oder bei Twitter gepostet worden sind. Die lassen sich auch später lesen.

Montag, 12.11.12 17:42
 

@vdp1100:
Kommt halt drauf an, was du beruflich machst oder generell inwiefern du vernetzt sein musst. Manche E-Mails können auch ein paar Stunden warten, auf andere muss man relativ schnell reagieren.

Montag, 12.11.12 18:01
 

Kaum zu glauben dass dieser Artikel so viel Kommentare hat. Schreib was über Facebook - und die Resonanz ist da. Erinnert stark an den gestrigen Pro7-Thementag zum Thema Social Media. Neuerung? Information? *gähn*

Montag, 12.11.12 18:02
 

Ich habe das Gefühl, dass Leute, die ihr Smartphone übermäßig nutzen, irgendwann Probleme mit ihrer Aufmerksamkeitsspanne bekommen. Es kommt vor, man sitzt zusammen, unterhält sich angeregt und plötzlich versagt kollektiv die Erinnerung.. der Autor von xy, wie Blumenvase auf spanisch heißt oder Eisbär eher Nord- o. Südpol. Und irgendwer erbarmt sich immer in bester Absicht, zückt sein Smartphone und ruft die Info ganz einfach ab. Super, Internet macht nicht nur dumm, nein, wir lernen alle, frischen unser Wissen auf. Und eigentlich könnte es jetzt weiter im Text gehen. Aber derjenige, der so großzügig grade sein Telefon bemüht hat, denkt, dass wenn er schon online ist, er ja ganz kurz, kaum bemerkbar noch schnell seine neuen Mails etc. checken kann.. und fast immer gibt es neue Benachrichtigungen. Und fast immer beinhalten sie so etwas wie das neuste, niedlichste You-Tube-Katzenvideo oder den neusten Ausrutscher einer wichtigen Persönlichkeit.. und schwupps entgleitet das Gespräch, hüpft hin- und her und der eigentliche rote Faden ist futsch. Das passiert natürlich manchmal auch ohne Smartphones. Und muss nicht immer schlecht sein. Aber selbst im Kreise intelligenter, höflicher Menschen komme ich mir dann vor wie beim ADHS-Betroffenen-Treffen. Aber ich habe danach ne Menge neuer Infos. Die ich nicht unbedingt wollte, die mir aber auch nicht schaden. Und doch habe ich das Gefühl, dass bei all den Möglichkeiten eines Smartphones irgendetwas auf der Strecke bleibt.

Montag, 12.11.12 18:05
 

Ich hatte mal ein Date mit einer, die jeden Cocktail und jeden Locationwechsel auf Facebook (oder wo auch immer) posten und auch ständig irgendwelche Nachrichten beantworten musste. Da mein Geschlechtstrieb in diesem Moment stärker war als mein von Alkohol betäubtes Hirn, habe ich gute Miene zum bösen Spiel gemacht, eine spätere Heirat aber gedanklich schon mal ausgeschlossen.

Montag, 12.11.12 18:13
 

Was ich wiederum hasse ist, wenn Leute auf einer Party Videos bei Youtube zeigen wollen und das ganze dahin endet, dass alle um den PC versammelt sitzen und sich stundenlang dumme Videos reinziehen. Das ist meistens nämlich - anders als SMS beantworten - keine Minutensache, sondern streckt sich über den ganzen Abend, weil jeder mal was zeigen will.

Montag, 12.11.12 18:17
 

ich weiß jetzt nicht was du beruflich machst oder woran du da gerade denkst, aber das spektrum der denkbaren beruflichen sachen bei denen man nicht in bereitschaft ist, also absolut sofort reagieren können muss und also nicht bier trinken geht, die aber auch nicht anderthalb stunden warten können bis ich wieder ins büro komme wenn wir mal ne mittagspausensituation voraussetzen ist doch eher schmal. man sollte auch wirklich anrufen wenn man es tatsächlich eilig hat im sinne von "oh gott sonst apokalypse" und nicht eine mail schreiben oder um gottes willen auf facebook posten. das ist alles ein bißchen konstruiert imo was du da bisher gebracht hast, kp, wie gesagt, in welcher branche du arbeitest.

man muss auch sagen dass man die nachteile erstmal nicht unbedingt merkt wenn man in dem moment selber drin ist im streßflow, aber diese sprunghaften, vergeßlichen, zerfahrenen multitaskinggespräche sind furchtbar wenn einem mal auffällt was los ist. themawechsel, "was hattest du grade gesagt?", freie assoziation, verständnisloser blick, "achso ja". den scheiß kann man sich grad sparen.

edit: quasi was Laia auch sagte. man steht da derart schnell komplett neben sich wenn man mit dem mist anfängt. das ist auch psychohygiene, es ist nicht nur die arbeitsproduktivität, die dabei den bach runter geht, auch eben die emotionale produktivität im sinne von "was gibt mir dieses gespräch gerade".


why this world hat den Kommentar am 12.11.2012 um 18:21 bearbeitet
Montag, 12.11.12 19:17
 

Inhalte von Gesprächen die durch ständiges SmartPhone Nutzung nicht stringent geführt werden können geraten auf ein Nebengleis. Und genau dahin will/sollte das Gespräch nicht führen - ich finde es einfach grob unhöflich wenn ständiger Blickkontakt mit dem Phone gehalten wird.

Das ist ungefähr so wie wenn Menschen die miteinander sprechen in völlig entgegengesetzte Richtungen schauen und durch ständiges Nachfragen ("was hast Du gleich wieder gesagt...? Was war Dir wichtig...? etc.") kommunikative Grundmängel eintreten.

So betrachtet kann ich Laia voll und ganz zustimmen - die Menschen die ihr SmartPhone überdurchschnittlich nutzen wirken auf mich wie ADHS Betroffene in einer neuartigen Therapieform.

Ausserdem geht das Gefühl für das Gespräch verloren: Gespräche erfordern Zeit und geistige Anwesenheit, da stört das nervige SmartPhone gucken ungeheuer.

(Mein SmartPhone ist internetfähig und wird nur bei Bedarf zur Kontrolle für eingehende Mails ins Web eingewählt)

Montag, 12.11.12 19:47
 

@ EHC
"Wer Facebook und Smartphones noch immer für sinnlos hält, ist meines Erachtens noch nicht in der heutigen Zeit angekommen und wird , früher oder später , mit dieser Einstellung gewaltig auf die "Fresse" fallen ..."


Das ist wohl das, was der Maja-Kalender mit dem in Kürze stattfindenden Weltuntergang ankündigt. Die Smartphones werden einfach nicht genug ernstgenommen. Ich habe keines, werde wohl nie eines vermissen und spüre jetzt schon das Absterben der Füße.


Aber ist doch schliesslich auch nicht unhöflich und nichts dabei, wenn ich im persönlichen Gespräch mit meiner Frau zeitgleich per SMS mit meinem 12 Jahre alten Granitblock auch meine Geliebte auf dem Laufenden halte. Schliesslich sind versehentliche zeitliche Überschneidungen unmittelbarer körperlicher Nähe von beiden nicht wirklich gewollt.

:-)

Aber ganz im Ernst: Ich würde das auch als mangelnde Wertschätzung werten, dem Gegenüber sagen, sie möge sich wieder bei mir melden, wenn sie bereit ist mir volle Aufmerkamkeit zu widmen und gehen ...

Montag, 12.11.12 20:52
 

Grundsätzlich würde ich das Beanworten von SMS und Telefonaten vom Internetsurfen unterscheiden. Beides ist unhöflich in einem Gespräch zweiteres aber für mich absolut unmöglich. Abgesehen davon, dass es dem Gegenüber Desinteresse vermittelt, glaube ich bringt es uns selber nicht weiter. Wir fühlen uns toll und denken nichts mehr zu verpassen, wir wissen immer über jeden und alles bescheid. Super! Aber was haben wir davon? Wieviel von dem was wir uns durch Medien täglich reinpumpen bringt uns auch nur ein kleines bisschen weiter? Wir verlieren unglaublich viel Zeit, die wir mit so viel spannenderen Dingen füllen könnten. Was bleibt uns denn in Erinnernung von den ganzen Facebook Einträgen und Spiegel Überschriften? Und verlieren wir nicht ein ganzes Stück Freiheit, wenn wir ständig erreichbar sind? Die wichtigen Dinge wird man schon erfahren, wenn auch vielleicht 10 Minuten später. Und wann kann man denn noch mal zur Ruhe kommen und sich mit sich selber beschäftigen, wenn in jeder langweiligen Minute lieber gelesen wird, dass XY gerade Zähne putzt und YX sich für die tausenden Geburtstagsglückwünsche -natürlich nur über FB- bedankt.
Smartphones können uns den Alltag erleichtern, so wie sie im Moment genutzt werden machen sie aber mehr kaputt!

Montag, 12.11.12 21:27
 

Heng, gib doch bitte mal ein Beispiel: Auf welche Email man sofort antworten muß?
Bevor ich eine dringende Email schreibe, rufe ich doch an. Ich weiß doch gar nicht ob der Empfänger gerade online ist...
Fake-Edit:
Jetzt fällt mir doch glatt selbst ein Beispiel ein: Sandra Mayer Wölden schrieb doch die SMS an Bobbele: Melde Dich bei mir, sonst ist Schluß!
Der Boris muß irgendwie die Nacht über versumpft sein, liest die SMS, denkt Aha, schade... rufe ich halt bei der Lilly an...

Montag, 12.11.12 21:50
 

Eine E-Mail, die dringend zu beantworten ist: Wenn Leute aus meiner Referatsgruppe am Abend vor der Präsentation noch etwas Dringendes von mir geschickt kriegen müssen.
Wenn meine Chefin mir schreibt, ich soll dies und jedes zeitig online stellen.
So zwei Beispiele.

Montag, 12.11.12 21:51
 

Genau die angesprochene 10%-ige Reduktion der Aufmerksamkeit, Konzentration auf das Gegenüber ist es doch, was das ständige In-die-Hand-Nehmen des Dumbphones (meins ist nicht sonderlich smart) so unhöflich macht. Folglich finde ich es okay und mache es selbst bei Themen die tatsächlich nicht meiner vollen Aufmerksamkeit bedürfen. Wenn man der/dem Herzens-Significant-Other gegenübersitzt ist es mindestens taktisch unklug!

Noch was: ich glaube manche Freundeskreise würden ohne diesen Habitus gar nicht mehr existieren, denn wenn sie nicht ständig zum Handy greifen könnten, würden sie merken wie sehr sie sich eigentlich gegenseitig langweilen.

MJ
Montag, 12.11.12 22:05
 

Ich besitze schon seit einigen Jahren ein Iphone und ich störe mich sehr an anderen, die ständig auf ihr Handy gucken, während man mit ihnen redet. Also mal ganz ehrlich: muss man immer erreichbar sein? Kann man nicht auch einfach mal reden, anstatt nur über sein Handy zu kommunizieren?
Ich erachte Smartphones schon als nützlich und Facebook hat bestimmt auch Vorteile,aber wer meint, dass Menschen, die diese Art Neuer Medien für sinnlos halten, irgendwann auf die Fresse fallen, der sollte sich mal an die eigene Nase fassen.
Neue Medien sind schön und gut, aber nicht vergleichbar mit einer Verabredung oder einem Gespräch mit einem guten Freund/in in einem Cafe oder sonstwo ohne Handy. Wer das nicht mehr zu schätzen weiß, der ist süchtig und dem kann man wohl auch nicht mehr helfen.

Montag, 12.11.12 23:21
 

@ EHC
"Wer Facebook und Smartphones noch immer für sinnlos hält, ist meines Erachtens noch nicht in der heutigen Zeit angekommen und wird , früher oder später , mit dieser Einstellung gewaltig auf die "Fresse" fallen ..."

und da trifft man dann diejenigen die auf jedem schritt und tritt aufs handy schauen und darum schon vorher auf die "fresse"gefallen sind....und fällt somit weich :-)



Dienstag, 13.11.12 06:32
 

@heng
die beispiele sind quatsch. die testfrage ist "muss ich jetzt alles stehen- und liegenlassen, um mich um das thema zu kümmern?" wenn ja, dann rufe ich an, weil ich dann auch sicher sein will, dass das gegenüber von dem problem weiß, und wenn nein reicht auch ne mail. und dann rechne ich auch damit dass die erst in ner stunde gelesen und beantwortet wird, eben weil es arbeitsproduktivität - und eben unterhaltungen - zerhaut, wenn man ständig von irgendwas gestört wird.

Dienstag, 13.11.12 08:56
 

wir haben es im freundeskreis als sehr störend abgeschafft. die maschine hat nichts aufm tisch bzw. im gespräch verloren. was in den sozialen netzwerken ständig gepostet wird muß man nicht ununterbrochen mitlesen. wem das gerät wichtiger ist als eine gute freunschaft, der kann genausogut zum chatten daheim bleiben.

Dienstag, 13.11.12 10:12
 

Smartphone als Neuroleptika gegen Brain-AFK-Kommunikation?
Vielleicht zur Optimierung der Aufmerksamkeitsspanne einfach mal die Peergroup outsourcen oder Textilreize wie Exhibitionismus setzen.
Eine weitere Exit-Strategie aus aufmerksamkeitsdefizitären Konversationsmustern ist subversive Kritik der Antagonisten durch angewandete Soziologie:
wie das Herstellen eines Moralwandels durch Gewaltkontexte wie Softairpistolen und chirurgische Selbstwertironie.
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ejsp.846/pdf

Jedes Smartphone ist nur so smart wie seine Anruferliste!


Byte hat den Kommentar am 13.11.2012 um 10:16 bearbeitet
Dienstag, 13.11.12 10:41
 

Okay ist es nicht, aber manchmal muss es sein. Wie bei allen unpassenden Dingen, die einem in einem Gespräch passieren (Niesen, Pullern, Tee umschütten) sagt man halt kurz „Tschuldigung“, wenn man auf seinem Handy was nachsehen muss.


martinjost.eu hat den Kommentar am 13.11.2012 um 10:42 bearbeitet
Dienstag, 13.11.12 10:45
 

Ich bin gerade in einer mittelinteressanten Konferenz (Telefon plus Sitzungsraum plus Beamerprojektion an die Wand), und gleichzeitig bei fudder, und gleichzeitig schau ich meine private und die Firmenmail an.
Und ich vertief mich auch gerne stundenlang in ein Buch.

Leute sind verschieden, ich glaub das Problem ist nicht so sehr eines der persönlichen Präferenzen oder des Arbeitsstils. Ja, auch (Gewöhnung an flaches Kurzzeitdenken), aber das grössere Problem ist die Unterstellung "der beschäftigt sich nicht 100% mit mir, also liebt / achtet er mich nicht genug". Also ein soziales. Konvention. Höflichkeit


christianhauck hat den Kommentar am 13.11.2012 um 10:58 bearbeitet
Dienstag, 13.11.12 11:29
 

Aber wo soll das noch hinführen? Manche Smartphones sind ja schon heute smarter als ihre Besitzer.

bak
Dienstag, 13.11.12 11:31
 

ich frage mich grad wo sind denn die ganzen U25 hier?? Ich würde mal sagen, in den U25 Kreisen (+-) ist das doch fast schon normal...
Hab jetzt mal seit gestern überlegt, wer so in unserem Bekanntenkreis das Handy während einem Treffen, Gespräch zur Hand nimmt....und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es doch einige sind - ABER, das kommt dann wirklich nur im sehr engen, vertrauten - fast schon familiären Freundeskreis vor. Ich find das ok, es hat mich noch nie gestört, hab es noch nie als unhöflich verstanden. Und jetzt wo ich darüber nachdenke, komme ich eher zu dem Schluß, dass es eine gewissen Nähe und Vertrautheit voraussetzt , um sich so zu geben wie man halt ist und eben auch mal nebenher Handy checkt ;-)

(ich persönlich hab noch so ein altes Ding und nutze es hauptsächlich als Stoppuhr ;-), und was ich gaaaanz schrecklich finde, sind diese Touchdinger, die machen mich VErRrÜCkt...ich warte schon die ganze Zeit, dass mein Umgang mit Touchpad mal von so nem Komiker überspitzt auf die Bühne gebracht wird.... :-)

Yeah, und je mehr ich von Heng lese umso süßer find ich sie... ;-)


bak hat den Kommentar am 13.11.2012 um 11:33 bearbeitet
Dienstag, 13.11.12 14:11
 

.und ich schreibe hin und wieder sogar noch ganz altmodisch Briefe (für die Nachgeborenen: Das sind die, die man anschliessend zusammengefaltet in einen Umschlag steckt, ein kleines buntes Papierchen draufklebt, zu einer gelben Metallbox bringt und die erst Tage später ankommen - kennt ihr nicht mehr !) mit einer Glasfeder oder dem Füller und weiss, dass der/die Adressat/in sich genauso darüber freut wie ich.

Ach ja:
Stromverbrauch des "Tintendruckers" 0 !
Verbrauch des nichtflüchtigen Speichermediums beim Lesen und im stand-by: 0 (zero, nada, nichts)
Haltbarkeit Softwareversion ... ? (Die ersten Versionen sind einige hundert Jahre alt und heute immer noch lesbar.

Waren, glaube ich, massive handgeführte Drucknadeln aus Stahl und das Speichermedium war Stein, auch die Speicherdichte und -geschwindigkeit war nicht so hoch - zehn Sätze auf zwei Speichersteinen - aber dafür musste man sie zum Erhalt über die Zeiten auch nicht so oft umkopieren


Biber hat den Kommentar am 13.11.2012 um 14:19 bearbeitet
Dienstag, 13.11.12 14:48
 

@Biber: Ich muss jetzt einfach mal klugscheissen, aber auch ein Füller und Papier etc. verbraucht Energie ;) Nämlich die für die Herstellung von Füller, Tinte und Papier sowie die durch die Zustellung verbrauchte :) Nichts für ungut, aber da wollte jetzt der innere Klugscheisser raus :D

Dienstag, 13.11.12 16:49
 

@ Biber:

Ich find die Anspielung, dass Smartphone-UserInnen keine "altmodischen" Kommunikationsmittel benutzen, etwas weit hergeholt. Ich schreibe 'ne Menge E-Mails oder Nachrichten in sozialen Netzwerken, aber ich schreibe und lese auch unglaublich gern Briefe und Postkarten. An der Stelle klugscheiße ich mal mit Luhmanns Zitat "The medium is the message": Es kommt nicht nur auf die Tatsächlichen Inhalte an, sondern auch darauf, was man mit der Geste vermitteln will.
Menschen, die mir vertraut sind, schreibe ich Briefe/Karten zum Geburtstag, flüchtige Bekannte bekommen maximal einen digitalen Gruß. Muss etwas schnell gehen, erledige ich das per SMS, will ich jemandem etwas Ausführliches, Intimes erzählen (wenn es denn Face to Face nicht möglich ist), schreibe ich einen Brief.

Dienstag, 13.11.12 18:27
 

Heng, das bedeutet ja anhand Deiner Beispiele, daß Du an der Leine geführt wirst...
Du checkst in Deiner Freizeit Mails für die Firma... Das mache ich als Chef nicht, da lasse ich meine Mitarbeiter in Ruhe. Es reicht wenn sie während der Arbeitszeit meinem Terror-Regime ausgeliefert sind.

Dienstag, 13.11.12 20:44
 

@freiburgtom:
witzig, der ist von mir:
Martin
Freitag, 20.06.08 11:38
Hola.
Bin auch ein Mensch ohne Mobilfunktelefon und froh darum! Was soll das, man kann sich gut auf eine gewisse Uhrzeit zum Treffen einigen und sonst eben ein paar Minuten warten - anstatt sofort anzurufen und zu fragen, wo man bleibt.
Ohne Handy lebe ich sehr gemütlich und irgendwie stressfreier. Ich hoffe, dass mir das auch im Berufsleben erspart bleibt.
Mit freundlich unterstützenden Grüßen.


heute aber mit handy, wenn auch ein granitblock.

Dienstag, 13.11.12 22:11
 

Ich kenne diese Probleme nicht, da ich seit geraumer Zeit das Haus nicht mehr ohne meinen tragbaren UMTS/3G/GSM-Jammer verlasse. In einem Umkreis von 15 Metern herrscht seither beinahe paradiesische Ruhe. Die Anschaffung wurde nötig, als ich zum wiederholten Male miterleben musste, wie Handy-Suchtis während des Bezahlvorgangs an der Supermarktkasse telefonierten - der Gipfel der Impertinenz! Da möchte man ihnen doch glatt den Sixpack Grafenwalder, der vor einem liegt, über den Schädel ziehen.

Davon ab: Es wäre mir ziemlich egal, wenn mein Gegenüber während eines Gesprächs seinen Facebook-Status updatet oder Twitter-Feed checkt etc. Nutzer solcher Dienste stecken bei mir sowieso schon in einer Schublade und solches Verhalten würde nur dazu beitragen, die entsprechenden Vorurteile zu bekräftigen :-)

@Heng: Wenn schon klugscheißen, dann bitte richtig. *hust* McLuhan, nicht Luhmann *hust*
Ansonsten aber wieder 1A-Trollartikel, Chapeau!

Dienstag, 13.11.12 23:44
 

@ Haroun:

Oh verdammt, stimmt. Und ich dachte beim Schreiben noch: "Haha, es wäre ja peinlich, wenn ich jetzt einen Fehler machen würde."

Mittwoch, 14.11.12 08:15
 

Diese Frau ist ein professioneller Troll.
Schreibt einfach mal nen Blödsinn um zu provozieren. Gibt schön viele Kommentare. Das nennt sie dann Journalismus. Oder so. Ich finds peinlich. Meine Meinung!

EK
Mittwoch, 14.11.12 09:04
 

word

Mittwoch, 14.11.12 09:20
 

Troll? Eher das typische Rechtfertigungsverhalten Suchtkranker...

Mittwoch, 14.11.12 09:44
 

Der Vergleich Hengames mit professionellen (Fudder-)Hochleistungstrollen wie CH, NHYC oder wtw ist wie ein Vergleich Dolly Busters mit Frank Plasberg. Ein bißchen Botox würde ihm stehen...

Mittwoch, 14.11.12 09:57
 

Ich bin reiner Amateur, kein Profi. und stolz auf meine Falten, will kein Botox.

Mittwoch, 14.11.12 10:05
 

gähn gähn gähn.

interessant, wie sich fast jede diskussion immer gleich entfaltet. die eine seite, die andere seite, die eine seite ist plöt, die andere ist ignorant usw. man versteht das dilemma der piratenpartei. möchte nicht von schema f reden, aber tausche das thema aus, alles andere bleibt gleich^^

mfg,

n extroll.

Mittwoch, 14.11.12 10:28
 

...und wann wird die Gruppe "SmartPhone - ich will es vernünftig nutzen!" von Hen gegründet....;-)

Mittwoch, 14.11.12 10:31
 

fwiw ich trolle fast nie, ich bin wirklich so :(

edit: es ist mir auch sehr peinlich :(((


why this world hat den Kommentar am 14.11.2012 um 10:41 bearbeitet
Mittwoch, 14.11.12 11:03
 

Der Artikel ist übrigens auf einem Smartphone verfasst worden, während eines Gesprächs.

Mittwoch, 14.11.12 11:05
 

@ ch

ich finde Amateurtrolle viel symphatischer. Die machen es aus reinem Idealismus und nicht wegen dem Geld :-)

@ ass

ja, die Diskussion entfaltet (!) sich - auch ohne botox

edit: wegen des Geldes/des Geldes wegen...


Biber hat den Kommentar am 14.11.2012 um 11:07 bearbeitet
Mittwoch, 14.11.12 17:23
 

Vielleicht fühlt man sich weniger beobachtet, wenn man auf sein Smartphone starrt und gleichzeitig über den Uni-Innenhof geht?

Mittwoch, 14.11.12 18:21
 

danke, ich fühle mich sehr geschmeichelt. hätte nie gedacht dass ich mal in einer liga mit dolly buster trolle. oder trolle ich in der plasberg liga, das hab ich nicht so ganz durchschaut..

fakeedit: ich bin nur hier weil ich keine freunde habe und mein studium mich tagsüber nicht auslastet.

Mittwoch, 14.11.12 18:50
 

Hochexlosionsgefährlich. irgendwie ein Blinddarmwort. wie Supercomparativ. megaübertitanmaskulin. T³-Rex.
Post-Botox: HE, Mens Health: hochexplosiv.
Hochexplosionsgefährlich hat was von Chemieleistungskurs: überambitioniert, fortgeschritten und latent militant.
Sexy!

Wenigstens wissen wir jetzt, das wir Hengame anöden, wenn sie während des Gespräches mit ihrem Handy spielt.

Mittwoch, 14.11.12 19:05
 

wo liest du bitte HOCHexplosionsgefährlich?

Mittwoch, 14.11.12 19:51
 

Aus dem [b]Kontext[/b]!

Mittwoch, 14.11.12 21:28
 

Was habbda denn, steht doch da:

Zur Person

Hengame Yaghoobifarah, 20,[--]
Sie geht gerne anderen Leuten mit ihren Anti-alles-für-immer-Texten auf die Nerven und wartet teetrinkend auf die Reaktionen der angepissten Leute.[..]

Dienstag, 13.08.13 11:15
 

http://stopphubbing.com/

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