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Rapport von Nord: SC gegen den HSV

0:0. Ein torloses Remis. Liest sich wie Magerkost. Das Spiel des Sportclubs gegen den Hamburger SV hat aber aus Sicht des SC-Rapporters trotz der fehlenden Tore für Unterhaltung gesorgt. Nur die Version des Badnerlieds auf Nord hat ihn geärgert.

SC Freiburg

Vor dem Anpfiff...


Dröhnt bekanntlich das Badnerlied aus den Boxen und das ganze Stadion singt mit. Es ist ja schließlich so etwas wie die eigene Nationalhymne, die da läuft. Fahnen werden geschwenkt, die Mehrzahl von einem Schal wird nach oben gehalten und bei Freiburg wächst der Wein, wächst der Wein. Und so weiter und so weiter. Tradition eben. Hat ja was.

Nur: Ganz am Ende erweitert Heimspiel für Heimspiel ein beträchtlicher Teil der Nordtribüne dann den Text um eine Zeile, die sich gebrüllt noch dümmer anhört, als sie sich hier liest: „Arschloch / Wichser / Hu-ren-Sohn“, oder irgendeine Dreierkombination in (genau) der Richtung.

Simple Frage an diejenigen SC-Fans, die diese zusätzliche Zeile kennen und brüllen: Wieso? Über eine Antwort, gerne hier in den Kommentaren, freut sich der SC-Rapporter. Bis dahin schüttelt er Heimspiel für Heimspiel den Kopf.  
Das Spiel...
ist unterteilt in zwei Halbzeiten. Nein, das ist jetzt keine Regelkunde hier. Vielmehr soll das den Umstand beschreiben, nach dem der Sportclub den größten Teil der ersten Halbzeit in der eigenen Hälfte verbringt und große Mühe dabei hat, den HSV vom Toreschießen abzuhalten. Die größte Mühe bereitet der Freiburger Defensive dabei der Hamburger Messias Rafael van der Vaart. Der spielt keine Pässe, der seziert die Abwehr. Einen Zweikampf gewinnt er mal eben mit einer Pirouette, mit der er sich wieder ins Gleichgewicht bringt. All das im Regen, der in der ersten Halbzeit zeitweise sintflutartig prasselt, schüttet, kübelt. Jedenfalls. Der Sportclub darf beim Halbzeitpfiff des Schiedsrichters froh sein, dass auf der Anzeigentafel ein 0:0 prangt (wobei: Max Kruse steht zu Beginn einmal völlig frei vor Hamburgs Torwart René Adler und vergibt leider).

Die zweite Halbzeit ist dann ein Spiel auf ein Tor, und zwar auf das der Hamburger. Der Hauptgrund dafür: Zehn Minuten vor der Pause sieht HSV-Defensivmann Scharner Gelb-Rot und seine Mannschaft hernach die Notwendigkeit, sich vollends auf die Defensivarbeit zu konzentrieren. Beeindruckend dabei: Künstler Van der Vaart stellt die Kunst hinten an und macht die Pflicht zur Kür. Er rennt und ackert wie ein Verrückter. Einmal (in der ersten Halbzeit noch) rennt er auch wie ein Verrückter wütend auf den Schiedsrichter zu und diesen fast um, als der ein vermeintliches Handspiel pfeift. Großes Kino irgendwie.

Der Sportclub schafft es leider nicht, sich durch Hamburgs hintere Haltestation hindurch zu hieven. Dabei sieht es zeitweise wie Handball aus, wenn der Ball von den Roten von links nach rechts und zurück gespielt wird, auf der Suche nach einer Lücke. Gelegenheiten gibt es dennoch: Caligiuri zirkelt den Ball von links knapp am rechten Pfosten vorbei, Adler lenkt den Fernschuss von Kruse per Fingerspitzen in selbige Richtung und Rosenthal setzt den Ball am Ende dann noch direkt an Pfosten. SC Freiburg

Die Stimmung im Stadion ist am Ende der zweiten Halbzeit toll, die Zuschauer wollen den Ball ins Tor schreien. Nur will der halt nicht rein. Und der schwache Schiedsrichter Perl will trotz einer langen Unterbrechung in der Nachspielzeit keine dafür angemessene Nachspielzeit geben: Perlt überhaupt nicht, ma’ sagn! (Dittsche Voice).

König des Platzes

Den gibt es auf Freiburger Seite an diesem Tag nicht wirklich. Die Spieler sind redlich bemüht, sie laufen viel, so wie es Trainer Christian Streich verlangt. Er selbst ist in der Coaching-Zone ebenso viel unterwegs. Einmal läuft er auch auf den Platz, um einen zweiten Ball aus dem Spiel zu holen, weil van der Vaart das bei seinem Gang zu einem Eckball nicht tut. Der Einsatz stimmt bei allen. Heraus sticht keiner.   SC Freiburg

Fazit


Schade. Es wäre an diesem Tag, gerade mit dem 55-Minuten Überzahlspiel, mehr möglich gewesen. Nur hat es leider nicht sollen sein. Am Ende muss der Sportclub wohl mit dem einen Zähler zufrieden sein. Der SC-Rapporter kann auch damit leben. Er hat zwar keine Tore, dafür aber ein intensives Spiel gesehen.

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Badnerlied




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 7
Sonntag, 11.11.12 13:05
 

Hm, scheine irgendwie ein anderes Spiel gesehen zu haben. ;) Der SC hat mMn in der ersten Halbzeit gut Druck gemacht (wenn auch bei schwierigen Platzverhältnissen manchmal etwas unglücklich ausgesehen), und dann in der zweiten Hälfte in Überzahl enttäuscht, weil eben nicht nur auf das Hamburger Tor gespielt wurde.

Sonntag, 11.11.12 13:29
 

Um mal die Frage des Rapporters, der offensichtlich nicht sehr oft auf Nord ist zu beantworten: Wenn er genau hingehört hätte hätte er gehört dass es vorher auch nicht "frisch auf frisch auf" "sondern der Schwab muss raus aus dem Badnerland" gehießen hat von denjenigen die das "die Sau, Dreckssau, Hurensohn" hinterhergeschoben haben ;) Dann ergibt das ganze zumindest mal einen Sinn.

Sonntag, 11.11.12 15:29
 

Kann meinen beiden Vorrednern nur zustimmen. Für ein Überzahlspiel hat der SC viel zu wenig gemacht. Ich fand sogar dass der HSV das Spiel in der zweiten Hälfte dominiert hat ohne große Chancen zu bekommen.

Und es ist definitiv auf den Schwaben bezogen...dann find ich wirds schon verständlich :D ...auch wenns etwas überflüssig ist

Sonntag, 11.11.12 16:34
 

@weaslette, viele schreien den blödsinn auch ohne den genauen vorlauf des textes zu kennen. einfach nur niveaulos wie so manch anderes verbalverhalten von nordmitte auch. aber dass ist ein leidige debatte die ich hier nicht weiter ausführen möchte.
zum spiel, schade dreier hätte gegen zehn hamburger schon drin sein sollen.

Montag, 12.11.12 17:45
 

Schön, dass jemand mit dem Namen "Hochhaussau" hier was von niveauliosem Verbalverhalten schreibt.
Ich mag pöbeln im Stadion grundsätzlich gern, aber dieses miese, kleinkarierte, regionalistische und rechte, ausgesprochen unsympathische "der Schwab muss raus aus dem Badnerland" ist zum Kotzen. Baden-Style?
Hab nix mit Schwaben zu tun, aber hätte meinen Wohnort gern multikulti und offen. Von mir aus auch mit Schwaben. Die bepöbel ich dann einzeln für alles mögliche, aber nicht für ihren Geburtsort. Ich fordere sie auch nicht zum Fortzug auf.

Montag, 12.11.12 21:32
 

"Schön, dass jemand mit dem Namen "Hochhaussau" hier was von niveauliosem Verbalverhalten schreibt."

;o)

Montag, 12.11.12 22:03
 

@middleagedmale, Bier saufen, rumpöbeln und schön im Kollektiv aufregen über Schirientscheidungen, alles okay.
Aber die ganze Hurensohnkacke geht mir ordentlich aufen Sack.

Und wie sang schon der Sölner Hans so schön für den Herrn Geißler
http://www.youtube.com/watch?v=QWubhXBpRlQ

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