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Verborgene Theken: Badischer Heldt in Wittnau

Das Vereinslokal in Wittnau ist ein prima Ausflugsziel für Sommertage und zum Fußballgucken. Und für einfache badische Gerichte, wie sie Simon Heldt in seinem neuen Restaurant kocht.

Wiener Schnitzel

Ambiente

Hier haben sich Wirt und Wirkungsstätte gefunden. Simon Heldt ist dem Sportverein Wittnau (siehe auch: Kleinststadtgeheimtipps Wittnau) seit Kindertagen verbunden, und der Fußball ist ein wichtiger Teil seines Lebens. Die Kochlehre dagegen beim Sternekoch Alfred Klink im Colombi-Hotel war für ihn "Hardcore". Mit noch nicht einmal sechzehn Jahren, das sagt er heute, war er wohl zu jung für diesen Job. Und wenn er eine Erkenntnis mitgenommen hat, so ist es diese: Nie wieder Sterneküche, schon gar nicht in seinem Restaurant.

Und so arbeitete er viele Jahre als Koch im Catering beim Merzhauser Metzger Lehmann. "Ein Freund", sagt er – und ein Job, den er niemals aufgegeben hätte, außer für den "Burgblick". "Burgblick" hieß das Restaurant viele Jahre. Doch von dem Blick hat man vor allem im Winter etwas, wenn die dicke Kastanie, die im Weg steht, ihre Blätter verloren hat. Deshalb ist der neue Name "Badischer Heldt" passender, denn Simon Heldt ist natürlich immer präsent in seinem Laden.

Badischer Heldt

Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sarah Maatouk hat er die Gaststätte modernisiert, auch sie ist Köchin, die bei Hans Riehle im Grünen Baum ihr Handwerk gelernt hat. Viel Geld wurde in Küchentechnik investiert und auch ins Mobiliar auf der Terrasse.Platz gibt es hier reichlich und frische Luft, was allem an warmen Sommertagen für reichlich Zulauf sorgen sollte, wenn in Freiburg der Höllentäler nicht mehr reicht und nur noch Höhenmeter die rettende Abkühlung versprechen. Für Zulauf sorgen auch die vielen Fußballübertragungen und nicht nur bei den Vereinsmitgliedern. Denn schon jetzt konnte der badische Heldt Reservierungen für die EM entgegennehmen – von Freiburgern, die sich von der ausgelassenen Stimmung bei den Fußballspielen haben anstecken lassen.



Auf der Speisekarte

Einfach soll die Küche hier sein – und bezahlbar. Und so wurde die Kücheneinrichtung den Bedürfnissen angepasst, das heißt, sie wurde vor allem für einen hohen Durchsatz optimiert: Bratensauce, Rahmsauce und Pilzrahmsauce stehen bereit, ein großer Behälter mit Paniermehl wartet auf die vielen Schnitzel und eine gut platzierte Friteuse auf die vielen Pommes. Simon Heldt kennt sein Publikum. Doch bei allen Rationalisierungen: Simon Heldt kann seine Küche mit gutem  Gewissen präsentieren. Das Fleisch etwa stammt vom Metzger Lehmann, seinem Freund und ehemaligen Arbeitgeber. Da weiß er, was er bekommt.

Fleisch ist des Heldts Gemüse, und so tummelt sich auf der Speisekarte Kurzgebratenes von der Pute, vom Schwein, vom Kalb und vom Rind. Das Schweineschnitzel bekommt man hier für faire 7,90 Euro. Es iist ein Schnitzel ‘Wiener Art‘, das heißt es wird sehr dünn geklopft. Das klassische echte Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch, bekommt man ebenfalls. Es kostet 13,50 Euro.

Ein Tipp fürs Schnitzelbraten zu Hause: Immer vor dem Panieren salzen und pfeffern, sonst kommt der Pfeffer beim Schnitzel nicht mehr an. Neben den vertrauten Schnitzelvarianten "Zigeuner" und "Cordon Bleu" bekommen wir hier auch ein Rumpsteak (16,90 Euro), Schweinefilets (9,90 Euro), Geschnetzeltes und ein Hacksteak. Dazu kann man zwischen Pommes, Kroketten, Kartoffelgratin oder Butterspätzle wählen. Salat geht extra.



Der ist bei den vegetarischen Gerichten schon dabei. Auch hier geht es im vertrauten Rahmen weiter: Mit Nudelpfanne (6,90 Euro) und Pfannkuchen (7,90 Euro), den unverzichtbaren Käsespätzle (7,90) Euro. Eine Sportlerkarte, eine Salatkarte und eine Kinderkarte ergänzen das Programm. Auf der Kinderkarte firmiert mit 0,00 Euro "Paul's Piraten Räubermenu" als Preisbrecher des Hauses. Ein extra Mittagstisch ist nicht in Planung, doch Tagesangebote schon. Dienstags wird Leberletag und am Samstag wird es immer Suppenfleisch mit Meerrettichsauce geben.

Getränke

Sportler und Sportfans sind stets durstig und trinken besonders gern Bier. So bekommt man das Ganter-Pils im großen Glas für freundliche 2,50 Euro (0,4l), das kleine für 2,20 Euro (0,3l). Ein Weizen vom Fass kostet 3 Euro (0,5l). Ein Viertel Gutedel bekommt man für 3,40 Euro, ein Viertel Spätburgunder für 4 Euro und Schorle für 2,20 Euro. Flaschenweine gibt es ab 12 Euro. Mineralwasser kostet 2,20 in der Halbliterflasche. Softdrinks bekommt man für 2,20 (0,3l). Ein Espresso kostet 1,80 Euro, ein Milchkaffee 2,60 Euro.




Wo?

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Wittnau gut zu erreichen. Vom Hauptbahnhof fährt alle halbe Stunde ein Bus in 23 Minuten nach Wittnau. Und auch nach dem Abendessen kommt man nach Freiburg zurück. Der letzte Bus fährt gegen Mitternacht. Allerdings muss man umsteigen und die Fahrt dauert etwas länger.


Größere Kartenansicht


Adresse

Badischer Heldt
Kirchweg 10
79299 Wittnau
0761-403797
info@badischer-heldt.de
Web: Badischer Heldt


Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag
11 bis 14 Uhr und 17.30 bis Mitternacht – oder länger

Samstag und Sonntag
11 bis 24 Uhr – oder länger
Mehr dazu



Foto-Galerie: Stephan Elsemann




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 17
Samstag, 05.05.12 11:52
 

5 Euro damit er5 das schnitzel noch 2mm dünner klopft ;p?

Samstag, 05.05.12 13:07
 

und damit er es aus nicht vom Schwein sondern vom Rind macht... ;-)

Samstag, 05.05.12 13:49
 

das Schnitzel sieht gut aus, das wär was für mich ;)

Samstag, 05.05.12 14:19
 

Ein echtes Wiener Schnitzel ist hauchdünn und aus Kalbfleisch. Es wird dünn geschnitten und dann noch einmal geklopft, damit es noch dünner wird. Das dient dazu, möglichst viel Oberfläche zu erzeugen und viel Platz für krosse Oberfläche zu gewinnen. In Wien wird ein richtiger Kult darum gemacht, welche Brotsorten man für die Panade verwendet, welches Fette zum Braten etc. Das Schweineschnitzel ist Wiener ART, wenn es wie ein Wiener behandelt wird, d.h. dünn geklopft. Im Badischen Heldt wird beides angeboten. Kalbfleisch ist wesentlich teurer, daher der Preisunterschied.

Samstag, 05.05.12 15:09
 

Mal ein Besuch wert mit Freunden die Fleisch gerne mögen - als Vegetarier ist mir die Karte bischen zu einseitig und mit wenig Auswahl.

Schnitzel nach echter Wiener Machart wird aus besten Kalbfleisch in hauchdünner Klopfstärke hergestellt. Dazu müsen alle Komponenten von guter Qualität sein und auch das Ausbackfett muss von bester Herfkunft sein. Vorallem niemals im Frittierfett ausbacken - DAS ist tödlich für den Wohlgeschmack (weiss ich von früher her als ich noch tote Tiere auf dem Teller gefuddert habe....)

Samstag, 05.05.12 20:48
 

Ich liebe Simons Spaghetti ( Carbonara od Bolognese ) für 10€ bekommste ne Platte voll mit üppig Sauce, 2 Radler 0,4 und noch en Kölsch. Nicht zu vergessen der leckere Dipp mit Baguette als Vorspeise zu jedem Menü!

Samstag, 05.05.12 21:15
 

Beste Stadiongaststätte der Bezirksliga....

Sonntag, 06.05.12 04:36
 

Bild 4:
Schnitzel mit Brägele steht doch garnit auf der Karte.
Die gibts nur mit Wurschtsalat.

Sonntag, 06.05.12 09:46
 

Schnitzel mit Wurstsalat?

Da muss ich hin...

Sonntag, 06.05.12 12:04
 

Eine gesunde Salatbeilage zum Schnitzel kann nie schaden...

Sonntag, 06.05.12 17:11
 

@ vdp

"Schnitzel nach echter Wiener Machart wird aus besten Kalbfleisch in hauchdünner Klopfstärke hergestellt. Dazu müsen alle Komponenten von guter Qualität sein und auch das Ausbackfett muss von bester Herfkunft sein..."

Hach, jetzt habe ich dir doch mal einen Geheimtipp voraus !
In meinem Edelrestaurant (ich verrate selbstverständlich nicht wo!) wird für das Wiener Kalbsschnitzel Fleisch ausschliesslich von Rindern aus Bodenhaltung verwendet, der Koch stellt die korrekte (!) Dicke mit der Mikrometerschraube fest, das Öl stammt ausschliesslich von Saudischen Ölfeldern und die Brägele werden von schwäbischen Meisterköchen mit mit japanischen Samureischwertern handgeschnitten.
Besonders letzteres ist essentiell - als letztens mal der schwäbische Samurei erkrankte und das ein gewöhnlicher Spitzenkoch mit einem billigen Damastmesser machte fiel mir das aber sofort unangenehm auf - die Brägele hatten irgendwie einen unangenehmen Nachgeschmack im Abgang...

Jetzt du ... !

(PS. Könnte das sein, dass du hin und wieder morgens bei SWR 3 unter deinem wahren Namen "Dandy van Dünkel" auftrittst ?)


Biber hat den Kommentar am 06.05.2012 um 17:17 bearbeitet
Sonntag, 06.05.12 19:58
 

@Biber,

na dann wünsche ich Dir allezeit guten Appetitt in Deinem Edelrestaurant - und immer schön brav alles aufessen!

Und SWR 3 ist mir nicht bekannt, ich höre entweder FM 4 oder Deutschlandradio.

Sonntag, 06.05.12 23:44
 

Biber ist mein Kommentator der Woche!

Montag, 07.05.12 09:10
 

Biber:
es gibt Menschen, die einsam sind. Sehr einsam. Für diese Menschen ist das www das geeignete, anonyme Medium, um sich eine Scheinwelt aufzubauen und diese dann auch vehement auszuleben. Dies tuen sie nicht nur in einem Forum, sondern in allen möglichen Foren. Zu jedem Thema haben sie ihre "Erfahrungen" mitzuteilen oder kennen mindestens drei Leute, die dies und das belegen können. Modernes Gauklertum.

Montag, 07.05.12 09:59
 

Keith...

Das heisst, wir dürfen uns hier sozusagen als Co-Therapeuten betrachten ?

;-))

Montag, 07.05.12 10:37
 

Eher supporter ;-) Ist doch ganz lustig, die ganze Sache zu beobachten.

Freitag, 25.05.12 08:46
 


Ich findes es sehr gut, dass Simon bodenständig bleibt und die Karte eher etwas für Gäste der herzhaften und badischen Küche ist. Schon sein Vorgänger hat das mit Erfolg über Jahrzehnte betrieben und es passt in die Region. Wanderer, Spaziergänger, Kurzausflügler und Kurgäste aus der benachbarten Kurklinik sind hier bestens aufgehoben, ebenso wie die Einheimischen aus der Umgebung. Und wenn im Herbst/Winter noch ein bisschen Wild auf die Karte kommt dann dann lohnt sich der Weg allemal! Und als "Einheimische" aus Merzhausen kann ich nur sagen: Riehles Küchenkunst und Lehmanns Fleisch das passt sehr gut.
Nebenbei bemerkt: ein Lokal in der näheren Umgebung hat es vor Jahren schon mal mit "Schicki-Micki-Gästen, aufgepimtem Lokal u. Speisekarte versuchen wollen und ist Ruckzuck untergegangen. Ein zweites Lokal im Hexental( war früher obere Klasse von gut bürgerlich und macht jetzt nach Besitzerwechsel einen auf Vornehm) versucht es gerade wieder. Hier ist man unerwünscht und wurde hinauskomplimentiert weil man nur gemütlich einen Wein trinken wollte und nichts zum Essen bestellen wollte oder nach einer langen Vereinssitzung ne trockene Kehle hat. Das mag wohl am Anfang vielleicht noch funktionieren, aber die Karavane der Schickis zieht weiter sobald sich ein neues Lokal auftut..wäre man dann doch froh, wenn das "gemeine,bürgerliche Volk" wieder einkehren würde, gell?



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