Das Vereinslokal in Wittnau ist ein prima Ausflugsziel für Sommertage und zum Fußballgucken. Und für einfache badische Gerichte, wie sie Simon Heldt in seinem neuen Restaurant kocht.









Ein echtes Wiener Schnitzel ist hauchdünn und aus Kalbfleisch. Es wird dünn geschnitten und dann noch einmal geklopft, damit es noch dünner wird. Das dient dazu, möglichst viel Oberfläche zu erzeugen und viel Platz für krosse Oberfläche zu gewinnen. In Wien wird ein richtiger Kult darum gemacht, welche Brotsorten man für die Panade verwendet, welches Fette zum Braten etc. Das Schweineschnitzel ist Wiener ART, wenn es wie ein Wiener behandelt wird, d.h. dünn geklopft. Im Badischen Heldt wird beides angeboten. Kalbfleisch ist wesentlich teurer, daher der Preisunterschied.
Mal ein Besuch wert mit Freunden die Fleisch gerne mögen - als Vegetarier ist mir die Karte bischen zu einseitig und mit wenig Auswahl.
Schnitzel nach echter Wiener Machart wird aus besten Kalbfleisch in hauchdünner Klopfstärke hergestellt. Dazu müsen alle Komponenten von guter Qualität sein und auch das Ausbackfett muss von bester Herfkunft sein. Vorallem niemals im Frittierfett ausbacken - DAS ist tödlich für den Wohlgeschmack (weiss ich von früher her als ich noch tote Tiere auf dem Teller gefuddert habe....)
Ich liebe Simons Spaghetti ( Carbonara od Bolognese ) für 10€ bekommste ne Platte voll mit üppig Sauce, 2 Radler 0,4 und noch en Kölsch. Nicht zu vergessen der leckere Dipp mit Baguette als Vorspeise zu jedem Menü!
@ vdp
"Schnitzel nach echter Wiener Machart wird aus besten Kalbfleisch in hauchdünner Klopfstärke hergestellt. Dazu müsen alle Komponenten von guter Qualität sein und auch das Ausbackfett muss von bester Herfkunft sein..."
Hach, jetzt habe ich dir doch mal einen Geheimtipp voraus !
In meinem Edelrestaurant (ich verrate selbstverständlich nicht wo!) wird für das Wiener Kalbsschnitzel Fleisch ausschliesslich von Rindern aus Bodenhaltung verwendet, der Koch stellt die korrekte (!) Dicke mit der Mikrometerschraube fest, das Öl stammt ausschliesslich von Saudischen Ölfeldern und die Brägele werden von schwäbischen Meisterköchen mit mit japanischen Samureischwertern handgeschnitten.
Besonders letzteres ist essentiell - als letztens mal der schwäbische Samurei erkrankte und das ein gewöhnlicher Spitzenkoch mit einem billigen Damastmesser machte fiel mir das aber sofort unangenehm auf - die Brägele hatten irgendwie einen unangenehmen Nachgeschmack im Abgang...
Jetzt du ... !
(PS. Könnte das sein, dass du hin und wieder morgens bei SWR 3 unter deinem wahren Namen "Dandy van Dünkel" auftrittst ?)
@Biber,
na dann wünsche ich Dir allezeit guten Appetitt in Deinem Edelrestaurant - und immer schön brav alles aufessen!
Und SWR 3 ist mir nicht bekannt, ich höre entweder FM 4 oder Deutschlandradio.
Biber:
es gibt Menschen, die einsam sind. Sehr einsam. Für diese Menschen ist das www das geeignete, anonyme Medium, um sich eine Scheinwelt aufzubauen und diese dann auch vehement auszuleben. Dies tuen sie nicht nur in einem Forum, sondern in allen möglichen Foren. Zu jedem Thema haben sie ihre "Erfahrungen" mitzuteilen oder kennen mindestens drei Leute, die dies und das belegen können. Modernes Gauklertum.
Ich findes es sehr gut, dass Simon bodenständig bleibt und die Karte eher etwas für Gäste der herzhaften und badischen Küche ist. Schon sein Vorgänger hat das mit Erfolg über Jahrzehnte betrieben und es passt in die Region. Wanderer, Spaziergänger, Kurzausflügler und Kurgäste aus der benachbarten Kurklinik sind hier bestens aufgehoben, ebenso wie die Einheimischen aus der Umgebung. Und wenn im Herbst/Winter noch ein bisschen Wild auf die Karte kommt dann dann lohnt sich der Weg allemal! Und als "Einheimische" aus Merzhausen kann ich nur sagen: Riehles Küchenkunst und Lehmanns Fleisch das passt sehr gut.
Nebenbei bemerkt: ein Lokal in der näheren Umgebung hat es vor Jahren schon mal mit "Schicki-Micki-Gästen, aufgepimtem Lokal u. Speisekarte versuchen wollen und ist Ruckzuck untergegangen. Ein zweites Lokal im Hexental( war früher obere Klasse von gut bürgerlich und macht jetzt nach Besitzerwechsel einen auf Vornehm) versucht es gerade wieder. Hier ist man unerwünscht und wurde hinauskomplimentiert weil man nur gemütlich einen Wein trinken wollte und nichts zum Essen bestellen wollte oder nach einer langen Vereinssitzung ne trockene Kehle hat. Das mag wohl am Anfang vielleicht noch funktionieren, aber die Karavane der Schickis zieht weiter sobald sich ein neues Lokal auftut..wäre man dann doch froh, wenn das "gemeine,bürgerliche Volk" wieder einkehren würde, gell?