Ambiente
Der erste Eindruck: Im Kybfelsen wurde aufgeräumt. Der heimelige, aber auch leicht ranzige Touch des alteingesessenen Günterstaler Restaurants ist weg. Stattdessen sind Klarheit und
Frische eingezogen. Der Gastraum kann mit seiner Größe punkten und noch mehr damit, dass er nicht mit Tischen zugestellt wurde. Die neuen Pächter haben einen guten Job gemacht.
Gerhard Spiecker und
Norbert Bender sind ja auch keine Neulinge im Gastro-Business. Seit fast 15 Jahren führen sie das Caféhaus in der Gartenstraße und seit einigen Jahren auch die Wodanhalle.
Der Kybfelsen ist den beiden auch eine Herzensangelegenheit. Denn Norbert Bender lebt in Günterstal und Gerhard Spiecker wuchs hier auf. Dass man ein solch großes Haus nicht aus dem Nichts heraus umgestalten kann, war ihnen klar. Und deshalb durfte ein Teil der eingespielten Mannschaft aus dem
Caféhaus mit umziehen. Sebastian Kryszohn gehört dazu, der für die Küche zuständig ist und
Janine Treusch, die den Service leitet. Hier wurden die richtigen Lehren aus den Fehlern des Vorgängers gezogen, der sich an den Dimensionen des Kybfelsens etwas verhoben hatte.
Publikum
Die Rahmenbedingungen stimmen also im Kybfelsen. Und der schöne
Biergarten und die perfekte Lage werden ihr Übriges tun, um das Restaurant zum Erfolg zu führen. Dabei soll ein breites Publikum angesprochen werden: Jüngere Leute, die den Biergarten schätzen werden oder sowieso nur auf ein Bier vorbeikommen. Und genau so sehr das Günterstäler Publikum, das sich in gutbürgerlicher Gediegenheit wohl fühlt. Nicht zuletzt werden größere
Gruppen den Kybfelsen ansteuern – denn hier wird man auch spontan und ohne Reservierung Platz finden.
Auf der Speisekarte
Das breitenwirksame Konzept setzt sich in der Küche fort. Sebastian Kryszohn (Foto unten) weiß aus 14 Jahren Küchenpraxis, was bei den Freiburgern Gefallen findet. Bodenständiges wie Kässpätzle (9 Euro), Flammkuchen (7,50 Euro) und
Schnitzel (9 Euro) sind Pflicht, doch daneben finden auch exotischere Zubereitungen ihren Platz. Immerhin hat der Koch über den badischen Tellerand geblickt. Kryszohn hat Lehrjahre in Thailand und Australien verbracht und das will er – zum Vergnügen seiner Gäste – auch zeigen.

Zum Renner hat sich bereits der Horbener Ziegenfrischkäse entwickelt, der mit
Lavendelhonig gratiniert wird und zusammen mit Salat und Rösti serviert wird (11 Euro). Ein farbenfrohe und sehr opulente Angelegenheit – die bunten Zierblüten braucht es dazu eigentlich nicht mehr. Eine Schwerpunkt will die Küche auch beim Fisch setzen. Wir versuchten
Doradenfilets. Die schmeckten sehr gut und kamen tadellos und auf den Punkt gebraten auf den Tisch (17,50 Euro).
Kaffeepreis
Espresso und Kaffee kosten 2 Euro. Latte macchiato bekommt man für 2,90 Euro. Ein kleines Tafelwasser kostet 1,60 Euro (0,2l). Softdrinks bekommt man für 1,90 Euro (0,2l). Ein Ganter Bier kostet 2,50 Euro (0,3l). Eine Viertel Wein, einen Gutedel, bekommt man ab 4 Euro. Ein Viertel Spätburgunder kostet 4,80 Euro. Alle offenen
Weine sind auch in 0,1l oder 0,2l Gebinden zu haben. Ein paar bessere Flaschenweine vom Weingut Gleichenstein und französische und spanische Rotweine stehen auch noch auf der Karte.
Das Besondere
Mittwochs gibt es ab 20 Uhr
Live-Musik, die Ray Austin von der Wodan-Halle betreut – mit entsprechendem Programm: Folk-Pop, Rock'n Roll, Country-Blues und Oldtime-Jazz werden zu Gehör gebracht.
Adresse
KybfelsenSchauinslandstraße 49
79100 Freiburg
0761-21119926
info@kybfelsen-freiburg.de
Web: Kybfelsen
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag17 bis 14 Uhr
Samstag und Sonntag12 bis 24 Uhr
Wo?
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Foto-Galerie: Stephan Elsemann