Nachdem Grooveshark vor wenigen Wochen in Deutschland den Dienst einstellen musste, wird nun mit Spotify eine Alternative für alle Fans der Gratis-Musik auch hierzulande gelauncht.

Für 4,99 Euro im Monat wird man die Werbeeinblendungen los und kann unbegrenzt Musik hören. Für 9,99 Euro monatlich darf man diese auch speichern und ohne Internetverbindung genießen. So kann man den Dienst auf allen Geräten, vom Heim-PC bis zum Smartphone, parallel nutzen, wofür die entsprechenden Apps gleich mit angeboten werden. Damit schafft Spotify die Immer-Und-Überall-Musik-Flatrate, welche CDs, aber auch Downloads, langfristig ablösen könnte.
Der Launch in Deutschland verzögerte sich wegen Rechtsstreitigkeiten mit der Gema, doch letztendlich konnten der schwedischer Anbieter und die Verwertungsgesellschaft sich einigen. Damit dehnt Spotify sein Angebot in Europa auf zwölf Länder aus. Wer sich im Ausland aufhält, kann Spotify zwei Wochen lang kostenlos mit seinem Heimataccount nutzen. Nach dieser Zeit muss man sich allerdings wieder zu Hause einloggen. Für zahlende Nutzer fällt auch diese zeitliche Beschränkung weg. Es ist somit vor allem die Abstimmung und die koordinierte Nutzung die Spotify für alle Musikfans so interessant macht.
Die Anmeldung bei Spotify erfolgt zwangsweise über Facebook, eine Alternative dazu gibt es nicht. Die Kooperation mit dem sozialen Netzwerk geht aber noch weiter. Es kann gepostet werden, was man gerade hört, Freunde können die Songs kommentieren und Musikempfehlungen sowie Playlistst von Freunden können direkt auf Facebook angehört werden. Damit macht Spotify nicht nur iTunes, sondern auch seinem angebundenen Netzwerk Ping mächtig Konkurrenz.



Solche Sachen sind ja immer schön und gut, aber ich finde es schade und nicht nachvollziehbar dass man sich nur über Facebook anmelden kann bzw. muss. Was ist den mit denen die kein Facebook haben??, oder bin ich da der einzige?
Ob das wirklich so schön ist? Musikschaffende Menschen in der Allgemeinheit bekommen eh viel zu wenig Geld (Ausnahmen sind die Superstars) und dann soll durch so ein Machwerk jeder Musiker noch stärker selektiert werden was er veröffentlichen wird?
Allein schon die Tatsache das eine Anmeldung nur über Facebook möglich ist diskreditiert so einen Dienst - als ob das unsäglich merkwürdige Facebook das Mass aller Dinge sei.
Schätze die Sache wird bald wie andere Tauschplattformen mit einem gewaltigen Zusammenbruch beendet werden.
Ich kaufe weiterhin Vinyl und CD greifbar im Fachhandel und sorge so dafür das die Musiker wenigstens etwas Geld bekommen. Und erhalte im Gegenzug ein nettes Booklet und weitere Bandinformationen.
facebook-fail.
cds/vinyl kauf ich höchstens noch 2ndhand, der rest geht über nen mp3shop (legal)...hab n ausreichend großen mp3player und n smartphone mit wlan...sowie soundcloud und diverse blogs...don´t need dis.
edit2: da die "normale" internetflatrate auf dem smartphone ja eh immer noch unzureichend limitiert ist, macht dieses angebot ohne wlanzugang (der in aller regel ja auf zuhause und arbeitsplatz begrenzt ist) unterwegs sowieso keinen sinn.
Die Anmeldung über facebook macht für Spotify sehr viel Sinn, ist aber für den Nutzer schlecht, weil alle, die nicht auf facebook sind, automatisch ausgeschlossen werden und weil es facebook generell nichts angeht was für Musik ich höre.
Davon abgesehen finde ich das Konzept hinter Spotify sehr gut. Natürlich ist es für die Musikindustrie besser man kauft CDs und Vinyl, aber Spotify bietet immerhin eine Alternative für alle die nicht bereit sind für Musik zu bezhalen und sich diese illegal besorgen. Diese Gruppe generiert dann zumindest Werbeeeinahmen, die am Ende (wenn auch in sehr kleinem Rahmen) bei den Musikern landen.
@Jass,
ich hab keine Ahnung wie das mit den MP3 Dateien funktioniert und so eine Datei kann ich mit meiner Anlage (Röhreneinzelverstärker) eh nicht abspielen. Zumindest weiss ich nicht ob sowas überhaupt funktionieren kann.
Dateien sind nicht greifbar und vermitteln keine Feelings (gibt so schöne Cover von Platten die Spass machen sie anzuschauen) - für mich ist Musik nicht nur zum Hören da. Und bei Dateien bekomme ich keine Texte und ergänzende Informationen mit - es sei denn ich suche danach explizit im Web. Und das finde ich schade!
Grooveshark-unlocker für Firefox runterladen und weiter groovesharken ;) ist ne sache von 20 Sekunden und sogar kostenlos!
schon gestorben für mich, Login via Facebook und jeder darf lesen und kommentieren, was ich höre (auch wenn es sich vermtulich deaktivieren lässt). Ich brauche das nicht!
Selbst wenn sich die unerschütterliche Anti-Facebook-Fudder-Base verweigert, ist das natürlich marketingtechnisch der beste Weg, um schnell einen großen Stamm an Usern aufzubauen. Das brauch man nicht gutheißen, aber muss man natürlich nachvollziehen können.
Und natürlich ist das für Plattenfirmen und deren Künstler sinnvoll, schließlich pumpt Spotify jährlich Millionen an Lizenzgebühren in die Musikindustrie. Die können genau genommen froh sein, dass jemand die Zeichen der Zeit erkannt hat, schließlich waren sie selbst jahrelang schlicht weg zu faul und dämlich dafür.
stellt euch vor, eines morgens wacht ihr auf und facebook ist off.
ok, marketingmäßig mag das ja sinn machen, aber wieso dann der "zwang"? persönl. email und/oder facebooklogin wird auf anderen plattformen auch möglich gemacht...
Ist doch gar kein Zwang. Wer es nicht will, braucht es nicht zu installieren. Es gibt andere Musikstream-Seiten, bei denen man kein Facebook braucht.
Bei einer Kooperation ist es nun mal der Sinn, dass beide Seiten voneinander profitieren. Facebook hat jetzt ein weiteres brauchbares Feature und Spotify wird wahrscheinlich mit einer nicht unerheblichen Summe bei den Lizenzgebühren unterstützt. Vielleicht aber auch nur ein weiterer Versuch von Facebook die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Möglicherweise zahlt Facebook einiges an Kohle für die FB Integration. Da diese Daten einfach wichtige Infos für ihre Werbekunden sind, welche wieder bessere Werbung schalten können.
Desweiteren würde ich, wenn ich Spotify nutzen wollen würde, einfach einen FB Fakeaccount erstellen. Der kann dann von mir aus vor sich hin verroten.
Bis jetzt nutz ich mein Napster Abo und bin zufrieden damit. Bis jetzt habe ich zu 99% das gefunden was ich gesucht habe.
Ich bin Facebook-Nutzer, aber dass ich mich nur per Facebook bei Spotify anmelden kann, nervt mich trotzdem. Zuerst dachte ich: Wie schön, nicht noch ein Nutzerkonto. Aber dann reichen Spotify die Daten nicht (weil ich Facebook ja nicht alles verraten habe) und ich muss Werbung in meiner Timeline machen, bevor ich es getestet habe? Abbruch.
Es gibt ja schon diesen anderen relativ teuren, trotzdem werbeunterbrochenen Streamingdienst, für den ich hier einen Player aufgestellt habe. Wie heißt der? Hier, Dings … – Radio!
Nun ja, wer das Geld halt der GEMA in den Rachen schmeißen will um sie damit am Leben zu erhalten der sollte sich ruhig bei Spotify anmelden.Lieber das Konzept der freien Musik z.B. bei Jamendo unterstützen, die Künstler dort können jeden Cent gebrauchen , hab dort schon das eine oder andere Album gekauft. Vermutlich wird der Künstler doch etwas mehr abbekommen von meiner Überweisung als wenn ich mir im Mediadoof-Markt eine CD kaufe.
http://www.jamendo.com/de/