"Sex erfüllt zahlreiche Funktionen", erklärt die Wikipedia. "Er befriedigt die Libido, dient in Form des Geschlechtsverkehrs der Fortpflanzung und drückt in der Regel als wichtige Form der sozialen Interaktion Gefühle der Zärtlichkeit, Zuneigung und Liebe aus." Dorothea aus Freiburg hat kein Interesse an knutschen, fummeln und vögeln, an der angeblich "schönsten Nebensache der Welt". Die 28-Jährige ist asexuell.
Was 'asexuell' genau bedeutet lässt sich so wenig eingrenzen, wie das bei jeglicher anderen sexuellen Ausrichtung auch der Fall sein sollte. Asexualität bedeutet tendenzielles bis absolutes Desinteresse an sexuell gearteter Interaktion. Es gibt Asexuelle, die wollen gar nicht, andere, die haben mit Knutschen keine Probleme, welche, die mit ihrem Partner schlafen würden, aber nicht unbedingt heiß drauf sind, und so weiter. Generell bedeutet „asexuell“ nicht „aromantisch“, soll heißen: wer eine_n Partner_in findet, für den das kein Problem darstellt, der ist in einer Beziehung, nur ohne Sex.


crack rauchen. autsch.
guter artikel, interessantes thema...
Ich finds schön, dass das Thema nicht "ich steh dazu" erschienen ist. Grade in unserer "modernen" Welt, in der überall Sex in den Medien auftaucht ist so ein (zudem noch gut geschriebener) Artikel schön, um zu zeigen, dass es auch anders geht.
[Edit: Klammer richtig gesetzt. Ergab keinen Sinn :) ]
sehr guter Artikel. Und zeigt mal wieder, wie schwer sich die meisten Menschen tun, einen anderen zu akzeptieren.
Der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Bei mir ist es ähnlich. Und auch wenn jetzt wieder alle schreiben: Toll, dass das mal gesagt wird... ist es doch bei Gesprächen tatsächlich so, dass man immer wieder misstrauisch bis beleidigend angegangen wird, sobald man zugibt, asexuell zu sein. Und zwar gerade von Leuten, die sonst sehr tolerant sind. Ich habe schon „Das nehm ich dir jetzt nicht ab“ gehört von Freunden, die einem jede Perversion sofort gutheißen würden, weil wir ja so frei sind in dem, was wir wollen dürfen. Aber keinen Sex haben zu wollen, egal ob mit Männlein oder Weiblein, ob mit oder ohne Fesseln... das geht dann plötzlich zu weit. Das empfinden manche als persönliche Beleidigung. Dann kommt: „Hast du schon mal überlegt, zum Psychiater zu gehen?“ oder, sehr oft: „Dann hast du noch nicht mit dem richtigen geschlafen.“ Ich habe mit genug Menschen geschlafen, um das beurteilen zu können. Ich habe immer gehofft, irgendwann ‚normal’ zu werden. Nicht weil mir etwas fehlt, sondern um die Welt zu verstehen. Der Sex hat mich jedes Mal mehr angewidert.
Dass man sich aber immer wieder verteidigen muss für etwas, was niemandem schadet, niemandem wehtut, mit dem man ganz alleine seine Schwierigkeiten hat und sein Leben ausbalancieren muss (denn: verlieben tut man sich ja trotzdem...), ist ziemlich deprimierend. Ungefähr genauso wie der Vorwurf: „Du hast es doch gewollt...!“, nur weil man jemanden angelächelt oder weil sich irgendwo aus Versehen ein Millimeter Dekolletee in den Ausschnitt gemogelt hat.
Sex fehlt mir null. Aber dass ehrliche Freude, weil man jemanden sympathisch findet, ununterbrochen mit sexueller Willigkeit verwechselt wird, und dass man deswegen aufhört, Menschen anzustrahlen, das ist so mit das Schlimmste für mich.
Interessant ist es schon. Wenn mir das jemand erzählen würde, wär ich wahrscheinlich auch total neugierig nach dem warum, weshalb, wieso, weil ich es mir einfach nicht vorstellen könnte, dass man absolut gar keine sexuelle Lust(nicht mal auf sich selber) empfinden kann.
Wenn ich mir vorstelle wieviel mehr Zeit man dann hätte und was man stattdessen alles machen könnte, wenn man nicht gerade jeden Pups twittert... ;)
Den Erklärungsversuch mit der Kirche, sexuelle Revolution etc. find ich übrigens ziemlich lächerlich. "Sex an sich", Lust empfinden u.ä. ist doch mal ganz biologisch gesehen ein natürliches Verlangen des Menschen. Allein deshalb kann man das wahrscheinlich nicht einfach so hinnehmen. Wie man darauf kommen könnte zu denken, dass "Sexuelle" sich von Asexuellen bedroht fühlen könnten entschließt sich mir völlig.
"Ansonsten müssten im Umkehrschluss ja alle Sexuellen ihre Körper total super finden. Wer fühlt sich angesprochen"
Wieso sollte dieser Umkehrschluss gelten müssen?
Übrigens: Hier, ich fühl mich angesprochen ;D
Und jetzt mal ganz allgemein: Es gibt doch schon ziemlich viele Dinge, auf die man früher von außen betrachtet aus welchen Gründen auch immer keine Lust hatte und sie eigentlich nicht probieren wollte. Aber wenn man sie dann zumindest doch ein Mal selber macht, merkt man vielleicht erst wieviel Spaß es macht bzw wie gut es sich anfühlt o.ä.
Und ich denke dabei jetzt ganz bestimmt nicht an Crack rauchen...
Deshalb kommt diese Frage wahrscheinlich auch von jedem "Sexuellen" wie automatisch.
Wenn einer sagen würde "Ich esse keine Schokolade." Würd wahrscheinlich auch jeder fragen ob er schonmal probiert hat. Ein "Nein" darauf wäre aber trotzdem leichter zu akzeptieren, weil Schokolade essen kein Grundbedürfnis des Menschen ist(bei den meisten jedenfalls ;).
Abschließend möchte ich noch sagen, dass natürlich jeder tun bzw nicht tun soll, was er will, so lange das nicht auf Kosten anderer geschieht.
Aber sich dann darüber zu beschweren, dass andere da neugierig und zum nachfragen provoziert werden oder es nicht so einfach verstehen können, braucht man sich doch eigentlich auch nicht.
@xxxx: das ist ein trauriger post.
ich möchte dir auch nicht widersprechen.
trotzdem will ich mal in den raum stellen, dass es ja durchaus leute geben kann, die neugierig sind/verstehen wollen/die erst mal nachfragen müssen, weil sie das nicht kennen.
wenn mir einE guteR freundIn erzählen würde, dass er/sie asexuell ist, würde ich auch alles mögliche fragen.
nicht, weil ich ihn/sie umstimmen wollte oder das nicht akzeptieren könnte, sondern aus interesse.
denn: egal, wieviel sex man tatsächlich hat, ist es doch ein thema, dass einen begleitet, auf vielen ebenen. wenn das jetzt aber nur dadurch ein thema wird, weil ANDERE sich damit beschäftigen und einen damit bombardieren (ich als sexuelle person nehme vieles in den medien schon als bombardement wahr) und man es, wie Dorothea, noch nie erlebt hat oder, wie xxxx, nicht mehr praktizieren will, dann bewegt man sich zum teil in einer anderen welt.
gerade, wenn es sich um freunde handelt, will ich doch versuchen, ihre welt zu verstehen.
dass einem dabei "dumme" sätze rausrutschen können, weil man selbst sexualität als "gegeben" annimmt und auf dieser basis das unbekannte erfragt, ist unter freunden hoffentlich verzeilich. angriffe natürlich ausgeschlossen.
bei personen, die einem nicht nahe stehen, ist es vermutlich (für beide seiten) heikel.
dass aber unwissenheit und neugier das gespräch bestimmen, wenn man menschen mehr oder weniger seltene "neigungen" offenbart, ist doch verständlich und nicht nur auf sex-themen bezogen so.
ich zb bin vegetarierin und muss das auch regelmässig freunden und verwandten erklären, warum das so ist und das mir schnitzel nicht fehlen. auch ich schade niemandem und es betrifft nur mich (solange ich nicht zum essen eingeladen werde). ich halte es für das normalste auf der welt. dass es mitmenschen aber anders geht, nehme ich erstmal nicht persönlich.
damit will ich nicht sagen, dass es anfeindungen nicht gibt. menschen können überraschend intolerant sein.
aber freunden unterstelle ich in der regel wohlwollen.
Der erste Reflex wird natürlich bei vielen Lesern sein, eine aus der Not geborene psychologische Konstruktion zu vermuten. Aber es kann schon sein - ich (männlich) hatte mein erstes Mal auch erst mit 30, und lange Zeit auch wenig (wenn auch nicht null) Interesse. Ich habe z.B. auch erst einmal einen Pornofilm geschaut, und ich empfinde auch sonst vieles, was direkt oder indirekt mit Sex zu tun hat, als "Reizüberflutung". Nicht in dem Sinne, dass es mich stark erregt, sondern eher so, dass es psychisch unangenehm ist, es zu lesen und anzuschauen.
Ich kann es mir auch lebhaft vorstellen, wie es sein muss, zu verkünden, auf so etwas für viele Menschen so Elementares und Universales gut verzichten zu können, insgeheim, denke ich, wird man manchmal heimlich darum beneidet.
Es wäre noch interessant, etwas mehr über die Beziehungen Dorotheas zu erfahren, wie intim sie waren, und wie das Gegenüber mit dem Ausmaß an Nicht-Körperlichkeit zurechtkam.
Nein, aber ein *Ausmaß* an Nicht-Körperlichkeit, mit dem viele Menschen schwer klarkommen, und genau so habe ich es ja geschrieben.
ok, war ja nur ne frage. wobei ich dann "ausmaß" nicht als passende formulierung empfinde - denn es könnte ja sein, dass dafür umso mehr gekuschelt, oder whatever, wird. just saying...
Man wird immer unter der Ignoranz anderer zu leiden haben. Ich denke, dass ist kein Gesellschaftsproblem sondern ein Problem jedes einzelnen, oft profiliert man sich doch an Leuten die anders sind. Ein guter Witz auf Kosten des Freaks scheint ja niemanden weh zu tun.
Schwierig Menschen zu finden, die die Größe zu haben einen zu akzeptieren wie man ist
reproduktion ist eine, wenn nicht sogar die grundeigenschaft jeglichen lebens und eine unglaublich starke triebfeder des menschlichen handelns. wenn man es drauf anlegt, ließe sich fast alles in unserer gesellschaft auf den fortpflanzungstrieb herunterbrechen. daher halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass hier genetische, hormonelle, psychologische oder sonst welche defekte verantwortlich seien könnten.
bin - unreflektiert - bißchen ungeduldig geworden im zweiten teil des artikels, fand die reaktion dann aber aufschlußreich als ich drüber nachgedacht hab. es ist aus sicht eines sexmögers únglaublich überflüssig, eine art kulturhistorische erklärung dafür zu konstruieren, warum leute es - teils sehr - bemerkenswert finden, wenn jemand kein interesse an sex hat. es fühlt sich nunmal spektakulär an und ist eine wichtige komponente der paarbindung, und paarbindung fühlt sich auch spektakulär an, fertig. den hohen stellenwert, den behausung und nahrung in unserer gesellschaft haben, muss man ja auch nicht groß theoretisch erklären. diese teile sind aus der metaebene interessant, weil sie nochmal zeigen, wie verständnislos die verfasserin dem thema letztlich gegenübersteht, was natürlich auf seine weise faszinierend ist, wie synästhesie oder farbenblindheit - eine andere art, die welt zu sehen.
ein mensch in meinem bekanntenkreis ist auch asexuell und der leidensdruck ist nicht unerheblich, weil das bedürfnis nach nähe - wie im artikel beschrieben - unverändert da ist, aber gleichzeitig als auslöser unangenehmer situationen konnotiert ist - man will nähe und das gegenüber will dann sex, den man dann wieder irgendwie vermeiden muss, peinliche situation, catch22. hat mich auch bestimmt vier, fünf jahre gekostet bis ich von der schiene runter war, dem mitmenschen aus der asexualität raushelfen zu wollen. jetzt isses halt so, aber tragisch ist das ehrlich gesagt schon. ich denke persönlich nicht, dass man da mit bohrenden fragen groß weiterkommt, aber ich habe natürlich meinem mitmenschen diese fragen jahrelang gestellt während wir beide versucht haben, meine sexualität und seine asexualität in unsere jeweiligen weltbilder unterzubringen und bin insofern "gesättigt" in der hinsicht.
@Dietmar - nehmen wir mal Deine Aussage stimmt: warum machst Du es dann? Ist das nichts "emotionales"?
(In der Annahmen dass der Versuch pro und kontra rational zu begründen schnell bei logischen apriori und es-ist-so-weil-es-eben-so-ist oder ich-will-es-weil-ich-es-will enden wird)
ja/nein
und/oder
alles
klarer formuliert: der versuch Sex rational zu begruenden ist schlecht moeglich bzw wird einen der anders denkt nicht unbedingt überzeugen, Versuche gibts oben im Artikel und den Kommentaren ja genug. Im Gegensatz zum Beispiel zu einer mathematischen Beweisführung: wenn man die mal verstanden hat kann man eigentlich nicht mehr dagegen argumentieren, die Kraft des guten Arguments ist stärker.
Und darum interessiert mich wieso jemand sich auf einem (meiner Ansicht nach emotionalen Gebiet) als "ohne Emotionen" darstellt. Warum macht es jemand -ein Mensch - freiwillig - ohne Emotionen.
Denn meine These ist ja: eine rationale Begründung für Maschinensex kann es nicht geben.
Aber wenn es sie gibt interessiert mich das.
die antwort überlass ich dann herrn müller, hab aber ne (gegen)frage, zur ergänzung:
wie emotional ist selbstbefriedigung und woran merke ich, dass es emotionen sind?
:) jetzt wirds spannend. gibt es grenzen? empfinden wir lust/begehren/anziehung nicht ausschließlich, weil unser körper sich reproduzieren will, die art sich erhalten? kann man also persönliche psyche von der physis und dem kollektiven unbewussten/bewussten trennen?
Was ich dann aber nicht versteh, ich mein, wer dann rummeckert weil er sich als asexuell empfindet und der Partner die Flenn kriegt ist ja trotzdem irgendwie selber schuld. Gibt ja in jeder Beziehung Dinge die man nicht so mag aber dem Partner zuliebe macht. Oder hab ich da was nicht verstanden?
ähm, vivien...du empfiehlst sex gegen den eigenen willen?
wem bitte nützt das? sicher weder der beziehung, noch der asexuellen person und auch ein "normal tickender" sexueller mensch will doch nicht, dass man mit ihm schläft, wenn man angewidert ist.
edit: also das "normal ticken" bezieht sich nicht auf den wunsch nach sex, sondern darauf, dass man sich von seinem partner nichts wünscht, was diesem solche probleme bereitet.
Nö, ich mein nur, dass es ja klar ist dass ein "sexueller" Mensch eben diese Bedürfnisse hat, und man da halt vielleicht Kompromisse eingehen muss.
Ich stell mir des halt ähnlich vor wie wenn Frauen es eklig finden nem Mann einen zu blasen, aber keine Ahnung ob das vergleichbar ist.
Steck da ja nicht drin.
ich denke nicht, dass es der richtige weg sein kann, seine grenzen so krass zu überschreiten. wir reden hier ja nicht davon, dass jemand keinen bock hat, den abwasch zu machen. sondern mehr oder weniger von selbstvergewaltigung, nicht im übertragenen sinne.
das kann keiner wollen.
ich stelle es mir eher so vor, dass man bestimmte kriterien hat, die ein partner erfüllen MUSS, neben denen, die man sich auch noch wünscht, die jedoch möglicherweise keine rolle mehr spielen, wenn man sich mal verliebt. ein paar eckpunkte bleiben aber.
und ein asexueller mensch muss dann vielleicht einen partner finden, der ebenfalls asexuell ist oder - keine ahnung, ob das vorstellbar ist - sich darauf einigen, dass sexuelle bedürfnisse auserhalb der beziehung befriedigt werden. beides ist sicher schwierig und vermutlich ist das der hauptgrund, warum eine seltene neigung unglücklich machen kann, solange man niemanden findet, um diese zu teilen.
edit: @oral-sex: wenn es jemandem wirklich schwerfallen sollte (also starker ekel/seelischer schmerz/whatever), den partner oder die partnerin oral zu befriedigen, sehe ich auch keinen gewinn in einem kompromiss, der das "nur ab und zu" vorsieht.
ein "standard-programm" ist eine seltsame vorstellung.
zwei menschen treffen sich und arbeiten einen katalog ab. möglichst viele häckchen = super beziehung.
meine welt sieht anders aus.
Naja doch, wenn es viele Asexuelle gibt die in einer Beziehung leben möchten ohne die Körperlichkeit dann ist es ja irgendwie nicht dasselbe und lässt sich schon trennen.
Versteh nicht worin der Unterschied besteht.
Aber ist ja eigentlich auch wurscht.
Sex haben, Sex nicht haben-ist beides irgendwie seltsam und abstrakt und menschlich.
auch das Wort "haben" wirkt in dem Zusammenhang seltsam.
edit: geht mir aber öfter so dass mir ein Wort beim mehrmaligen Lesen "seltsam" vorkommt, muss also nichts heissen.
unter emotionen beim sex,verstehe ich sex mit gefühl.da mich die frauen bisher nur körperlich benutzten,kamen also gar keine emotionen,also gefühle, zustande.diese frauen sagten auch irgendwann nicht mehr dietmar zu mir, sondern nannten mich nur noch sexmachine.ich war darüber eine weile traurig.doch dann entdeckte ich diesen song "sexmachine" von james brown.ich bemerkte das dieser song durchaus positiv zu verstehen ist.und somit hat es mich dann nicht mehr gestört, von diesen frauen sexmachine genannt zu werden.falls ihr diesen song nicht kennt, hier ist der link.
http://www.youtube.com/watch?v=pbaCmtuU_tw
ich weiss nicht ob ich was überlesen habe, aber mir stellt sich noch eine andere frage.
wenn eine "asexuelle" frau oder ein mann einen kinderwunsche entwickelt , falls das überhaupt geht, was passiert dann ?
"überwindet" man sich dann, oder wählt man den weg der adoption ?
@wolke: gibt ja auch noch die künstliche befruchtung. :) aber ja, interessant wäre es, zu wissen, ob das für die leuts thema ist..
http://en.wikiquote.org/wiki/Philip_Larkin #Sourced
"I think … someone might do a little research on some of the inherent qualities of sex..."
die fussball-analogie hilft vielleicht allen, die sich schlecht hinendenken können.
Gibt's das auch im Tierreich? Die würden sich ja ultimativ aus dem Genpool streichen, wir haben ja künstliche Befruchtung wie bereits oben genannt wurde. Die Ablehnung kommt weniger von der kirchlichen Vorgeschichte als von der Tatsache, dass das wider unserem Arterhalt läuft. Und der ist ja einigermaßen an Sex gebunden. Gleiches Problem wie bei Homo-Beziehungen? Mir ist das ja egal, viel Spaß dabei. :-)
ein wirklich wichtiger artikel! ich kann asexualität ehrlich gesagt noch nicht wirklich verstehen, auch wenn ich jetzt schon öfters davon gehört habe. aber vor 50 jahren hätte ich wahrscheinlich auch gesagt, dass ich homosexualität nicht verstehe. wie soll man etwas verstehen, das einem selbst fremd ist, und mit dem man nicht konfrontiert wird, weil entsprechende personen nicht drüber reden? deshalb die vielen blöden, nervigen fragen (dass sie nerven, kann ich sehr gut nachvollziehen!) also: gründet internetforen, gründet asex-singlebörsen, macht aufklärung und kämpft für eure rechte! ich sage deswegen wichtiges thema, weil ekel vor sex ja tatsächlich ein hinweis auf traumatische erlebnisse sein kann. wie tragisch, wenn ein vergewaltigungsopfer als frigide abgestempelt wird, anstatt hilfe zu bekommen, und asexis als mögliche vergewaltigungsopfer gelten, anstatt ihre sexuelle (nicht)neigung ausleben zu dürfen. Wenn "asexuell" ein wort geworden ist, mit dem leute genau so viel anfangen können wie mit "schwul", "SM" oder "ich kann kinder einfach nicht ausstehen", dann hören auch die fragen auf.
was ich meine: was tue ich, wenn später in der schule eine schülerin mir anvertraut, dass sie sich total als außenseiterin fühlt, weil ihre freundinnen alle beziehungen/ sex haben und sie selbst sex eklig findet. wenn ich dann auch noch erfahre, dass sie tatsächlich einen jähzornigen stiefvater hat, was mache ich dann? jugendamt einschalten oder ihr sagen, keine sorge, du bist vielleicht einfach asexuel?
erm...auch wenn das jetzt vielleicht unangemessen erscheint, frage ich mich ob Asexuelle Orgasmen haben können?
Die Frage ist bitte rein wissenschaftlich aufzufassen:
Ein Beispiel: auch bei absoluter Unlust, Angstzuständen (wie z.B. bei einer Vergewaltigung) kann es zum Orgasmus kommen
(was die Opfer extrem belastet).
Jamaican, eine andere, abgeänderte Form von Asexualität, ist die Emanzipation.
Verbale Ausbrüche bishin zu lautstarken Debatten sind auch eine Form des aus sich herrausgehens, des sich lösens, fallenlassen.
Gerne auch von Zweibeinern chronisch angewendet, die entweder das eine oder folgendes zusammen haben: Fettablagerungen an ungünstigen Stellen, Beulen und Storchenhälse.