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Wie die Uni versucht Studierende zu gewinnen

Mit der Umstellung auf Bachelor und Master dürfte das Zeitalter des Bummelstudiums endgültig zu Ende gehen. Wer heute ein Studium beginnt, muss klare Vorstellungen haben und sich von Anfang an in der Uni zurecht finden. Die Uni Freiburg hat sich auf die Bedürfnisse der kommenden Studenten-Generation eingestellt und versucht mit verschiedenen Angeboten, die Schülerinnen und Schüler aus der Region mit dem Kosmos Uni vertraut zu machen.



Der Klassiker ist der Tag der offenen Tür, der sich kommende Woche – am Mittwoch, 17., und Donnerstag,18. November – zum 38. Mal jährt und seit vergangenem Jahr über zwei Tage erstreckt: „Mit der Umstellung auf G8 an den Gymnasien reicht ein Tag nicht mehr aus, um allen Interessierten die Uni vorzustellen“, erklärt Eva Welsch, Leiterin der Zentralen Studienberatung (ZSB), die federführend ist bei allen Nachwuchsaktionen der Universität. Mit rund 15000  Schülerinnen und Schülern von 150 Gymnasien aus der Region rechnet Eva Welsch für nächsten Mittwoch und Donnerstag, und die sollen „Uni live“ erleben. „Wir haben einzelne Vorlesungen und Seminare ausgesucht, die schülergeeignet sind, aber auch den ganz normalen Unibetrieb veranschaulichen.“

Neben den öffentlichen Lehrveranstaltungen bieten die einzelnen Fachbereiche an den zwei Tagen auch Führungen durch ihre Räumlichkeiten an, mit Hilfe von Lage- und Busfahrpläne sollen auch die außerhalb gelegenen Institute gut erreichbar sein. Im Foyer des Kollegiengebäude (KG) I sind die verschiedenen Fakultäten, aber auch andere Freiburger Hochschulen und universitäre Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek (UB) und die Fachschaften   mit Infoständen vertreten. Von 8 bis 18 Uhr können sich Interessierte an beiden Tagen informieren, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Doch auch im Rest des Jahres sind die acht Angestellten des ZSB nicht untätig. Neben ihrer normalen Studienberatung in den Räumlichkeiten in der Sedanstraße 6 im Univiertel absolvieren Eva Welsch und ihre Mitarbeiter auch Schulbesuche, um die Studierenden in spe über   ihre Möglichkeiten und Berufsaussichten aufzuklären: „Auf Anfragen  von Lehrern können wir sehr flexibel reagieren, sowohl zeitlich als auch inhaltlich“, sagt Eva Welsch.

Ein Modellprojekt in der Philosophie für „Nachwuchsarbeit von unten“

Ein Angebot speziell für Schülerinnen sind die Schnuppertage, die das ZSB seit einigen Jahren gemeinsam mit den technischen und naturwissenschaftlichen Fakultäten veranstaltet. Einmal im Jahr können sich Schülerinnen der Klassenstufen 10 bis 13 in den Laboren und Hörsälen der Physik, Mathematik, Informatik, Mikrosystemtechnik und der Geowissenschaften umschauen und sich über die Studiengänge und Berufschancen informieren. Und das mit Erfolg, wie die positiven Rückmeldungen beim ZSB belegen.

Ein Modell für „Nachwuchsarbeit von unten“ könnte sein, was der Freiburger Philosophiestudent Patrick Todt  neulich den Schülerinnen und Schülern eines Gymnasiums aus Titisee-Neustadt geboten hat. „Ich habe die Schule während meines Lehramtspraktikums kennengelernt“, erzählt Patrick Todt, „als Beitrag für die Projekttage an der Schule habe ich dann Schnuppertage an der Philosophischen Fakultät vorgeschlagen.“

Drei Tage lang führte er die Gymnasiasten durch die Uni, organisierte Führungen  durch die UB, das  KG IV und das Uniseum an der Bertoldstraße. Sitta von Reden, Professorin für Alte Geschichte, und Hans-Helmuth Gander, Dekan der Fakultät, konnte er für Fachvorträge mit anschließender Fragerunde gewinnen. Den Abschluss bildete ein Gespräch mit fünf Studierenden verschiedener Fächer, die den Schülern von ihren Erfahrungen berichteten und für ihre Fragen offen waren. „Ich glaube, den Schülern hat es sehr viel gebracht. Ich habe ziemlich positive Rückmeldungen bekommen“, resümiert Patrick Todt.

Auch die Ordinarien konnte er von seinem Modell überzeugen: „Wenn man ein Studium in drei Jahren abschließen soll, bleibt nicht viel Zeit, sich an der Uni einzuleben“, sagt Sitta von Reden, „da sind solche intensiven Schnuppertage Gold wert.“ Dekan  Gander möchte das Modell unter seinen Kollegen bekannt machen: „Wir sollten unsere Schulpraktikanten unbedingt zu solchen Aktionen ermutigen. Auf der Ebene der einzelnen Fakultäten können wir die Schüler am besten  erreichen und an die Uni heranführen.“





Was:
Tag der Offenen Tür an der Uni Freiburg
Wann: Mittwoch, 17. und Donnerstag, 18. November 2010
Wo: Uni Freiburg





[Bild: Ingo Schneider; Dieser Text erscheint heute ebenfalls auf der 'Frisch gepresst'-Seite der Freiburger Lokalausgabe der Badischen Zeitung.]




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