Mit Politik hatte Silja Fahr (25) eigentlich schon länger abgeschlossen und mit dem Namen Günter Rausch konnte sie vor einem Monat noch gar nichts anfangen. Was die Initiative "Wechsel im Rathaus" angeblich von der üblichen Politik unterscheidet und welches Erlebnis ihre Verdrossenheit brach, erzählt sie uns jetzt.



Tja, in der Theorie gut und erstrebenswert.
In der Praxis, was nutzt so ein OB, wenn die Initiative am Stadtrat scheitert? Der muß das erst absegnen und das werden die Damen und Herren Stadträte der diversen Parteien nicht machen. Da kann der OB noch so ein energischer Vorreiter sein, am Ende entscheidet der Stadtrat. Zugunsten wem auch immer. Und was da so ausgegoren wird, wissen wir alle. Warum z.B. wird z.Z. bei einem Teil der Paduaalle/Besanconallee die Fahrbahn saniert? Das war da gar nicht nötig. Andere Strassen in Freiburg sind dagegen nur noch Schlaglochpisten mit miserablen Ausbesserungen. Die werden auch in 5 Jahren noch so sein. Wahrscheinlich ist die Stadt dafür wieder nicht zuständig.
Außerdem, so eine Basisdemokrtie hat oft ein großes Problem, jeder "Betroffene" will etwas anderes. Um bei dem Beispiel zu bleiben, natürlich will jeder, dass seine Strasse und die, die ihn/sie betreffen, zuerst gemacht wird. Und schon wird nichts passieren, weil sich alle gegenseitig blockieren.