850 Menschen sind gestern Abend ins Freiburger Konzerthaus gekommen, um sich ein Bild zu machen von den drei Kandidaten, die am 25. April Oberbürgermeister werden wollen. Wer konnte punkten, wer ließ Federn? Fünf Impressionen.











die kassen sind leer und die bürokratischen hürden hoch.
keiner von den dreien kann wirklich was bewegen.
da kann man auch einen rümänischen verwaltungsfuzzi ins rathaus setzen. der machts für 700 euro im monat.
das gesparte gehalt fliesst voll in ein nachhaltiges klimaschutzprojekt.das wär doch mal was...
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Anm. der Redaktion: Contenance Lego. :-)
schokolade ist auch wieder teurer geworden...
"und der Mann, der sich mehr Automobilkonzerne in der Stadt wünscht, damit auch die armen Kinder einen Arbeitsplatz finden"
eisenhütte und braunkohletagebau müssen auch her, genauso wie - längst überfällig - ein internationaler flughafen.
Wie heißt das Lied im Hintergrund?
Den Kerl, der tatsächlich Freiburg als Fertigungsstandort eines Automobilherstellers gefordert hat, fand ich zum Schreien ;).
Ernsthaft: Was mich, wie auch schon auf den anderen Veranstaltungen gestört hat, ist, dass Rausch immer und immer wieder von vielen verschiedenen Ausgaben spricht, die er für dies und jenes tätigen möchte, aber mit nur sehr wenigen Worten von der Einnahmeseite der Finanzen der Stadt spricht. Hier wird vom Rückkauf der verkauften Wohnungen der Stadtbau gesprochen, dort von der Einführung kostenloser Straßenbahntickets, woanders von noch mehr teuren Maßnahmen, aber woher soll das Geld kommen? Die paar Millionen Euro, die Rausch durch die Einsparung der Planung des Stadttunnels, der seiner Meinung nach sowieso nicht gebaut werde und die geniale Idee, die Stadtverwaltung zum Carsharing zu verpflichten, anstatt einen normalen Dienstwagenfuhrpark zu unterhalten, halte ich für kaum sinnvolle Einsparmaßnahmen.
Übrigens, ich gehörte zu den Leuten, die applaudiert haben, als Salomon gesagt hat, dass sich die Leute in den maroden Wohnungen, die ehemals der Stadtbau gehörten, sich gegen diese Zustände wehren müssten, da es für mich klar dem deutschen Mietrecht widerspricht, was dort abläuft. Aber: wenn in meiner Wohnung, die Fenster kaputt sind, dann verlange ich nicht von einem Anwalt, der bei der Stadtbau beschäftigt ist, meine Rechte durchzusetzen, sondern führe eine ordentliche Mietminderung durch und wende mich, wenn der Vermieter nicht reagiert, an den Deutschen Mieterbund.
Nachtrag
Günter Rausch mutmaßte lt. Artikel am Dienstagabend nach der Vorstellung im Konzerthaus, dass Dieter Salomon, pünktlich zur OB-Wahl und mit Hilfe der BZ, seinen Glauben als evangelischer Christ wiedergefunden habe.
Rausch sah darin eine nicht auf den Tatsachen beruhende und deshalb unzulässige Unterstützung des Amtsinhabers durch die BZ, weil er als Professor der Evangelischen Hochschule Freiburg mit Wurzeln in der christlichen Arbeiterbewegung - im Gegensatz zu Salomon - sehr viel Wert auf seine Konfession legt und diese als Teil seiner Gesamtpersönlichkeit durchaus auch Abgrenzungsmerkmal zu Salomon in den Wahlkampf einbringt.
Die von der BZ zuvor verbreitete Version, dass Freiburgs Noch-OB Dieter Salomon ebenso wie die Kandidaten Ulrich von Kirchbach und Günter Rausch evangelisch und dies also eine ''Gemeinsamkeit" der Kandidaten sei, wurde allerdings von der BZ-Redaktion - unter der etwas unscheinbaren Überschrift "OB-Wahl" - an eben jenem Dienstag bereits richtig gestellt:
"OB-Wahl
[...]
Konfessionen-Konfusion
Die drei OB-Kandidaten sind, zumindest in ihrer Konfession, unterschiedlicher als die BZ glaubte (´Münstereck´ vom 12. April). Amtsinhaber Dieter Salomon war einmal Protestant und ist es schon seit Ewigkeiten nicht mehr. ´Ich bin evangelisch getauft und fühle mich auch ohne Amtskirche christlichen Werten verbunden´, lautet sein Credo. Nun, Günter Rausch ist katholisch getauft und jetzt evangelisch, Ulrich von Kirchbach ist seit Kindheit ein Protestant."