Oni Press ist ein Independent-Verlag aus Portland, Oregon. Abseits der ausgetretenen Pfade erscheinen dort häufig kleine Leseperlen, die sich angenehm erfrischend und ideenreich vom amerikanischen Superhero-Mainstream abheben. Einige dieser Comics schaffen es auch über den großen Teich nach Deutschland. Zum Beispiel Courtney Crumrin.

Courtney ist clever und begreift schnell, dass Onkel Aloysius seiner Umwelt ebenso ablehnend gegenüber steht wie sie selbst. Außerdem umwölkt ihn ein Geheimnis, das irgendwas mit den staubigen Folianten und seinem merkwürdigen Getue in der Nacht zu tun haben muss. Warum sonst verbietet er ihr, sein Arbeitszimmer zu betreten? Das Geheimnis ist schnell gelüftet. Unter der Oberfläche der Welt schlummert noch eine andere, voll von Elfen, Kobolden und pulsierender Magie. Der Wald ist noch ein böser Ort, den Sterbliche besser nicht betreten sollten. Fortan ist der ohnehin langweilige Schulunterricht für Courtney eher Nebensache, macht es ihr doch vielmehr Spaß, in Aloysius Büchern zu schmökern und Schwarzen Künste zu erlernen. Vielleicht ist Hillsborough doch spannender, als es den Anschein hatte…
Geh’ in eine Disco und sprich ein Gothic-Girl an, das bald aus der Pubertät raus ist. Wenn sie Comics liest, hat sie wahrscheinlich von Courtney Crumrin gehört oder möchte von ihr hören. Jungs, die auf Horror, Fantasy oder Comics stehen, kommen ebenfalls als Gesprächspartner in Frage.
Mutti findet Courtney Crumrin ganz in Ordnung. Das sieht ja wirklich mal hübsch aus, dieses Comic-Buch. Von Sex und Gewalt keine Spur, findet Mutti zumindest beim flüchtigen Durchblättern. Zugegeben, ein bisschen schräg und merkwürdig das Ganze, aber was soll’s?







