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Demo-Initiatoren: "Der NATO-Geburtstag ist kein Grund zum Feiern"

Das 'Aktionsbündnis 30.03' plant für kommenden Montag eine Großdemo 'gegen den NATO-Gipfel und die innere und äußere Aufrüstung'. Das Motto: 'Make Militarism History'. Ein großes Polizeiaufgebot ist zu erwarten, Ausschreitungen werden von vielen Freiburgern befürchtet. Caro hat den Initiatoren der Demo per E-Mail Fragen gestellt.

 

Euer 'Aktionsbündnis 30.03' hat für kommenden Montag eine Großdemo in Freiburg gegen den NATO-Gipfel in Straßburg und Kehl geplant. Warum demonstriert ihr gegen die NATO?


Die Demonstration richtet sich schwerpunktmäßig gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg, Baden-Baden und Kehl am 3. und 4. April. Der 60. Geburtstag der NATO ist für uns kein Grund zum feiern.

Tausende tote, verletzte, obdachlose und traumatisierte Menschen dürften für niemanden ein Grund zum Feiern sein – sondern zum Protestieren. Die 'Innere Sicherheit' und die allgemeine Aufrüstung und Militarisierung in den Mitgliedsstaaten wird ebenfalls Thema unserer 'Make Militarism History'-Demonstration sein.

Die Sicherung und Stabilisierung global agierender Wirtschaftssysteme steht heute mehr denn je im Programm der NATO. Dazu gehören zum einen globale Feldzüge zur Sicherung oder Erschließung dringend benötigter Rohstoffe, zum anderen die Aufrechterhaltung beziehungsweise Errichtung stabiler Staatensysteme als seriöse Vertragspartner. Dabei spiegeln sich in der Politik der NATO die Erfordernisse des hochkomplexen globalen Kapitalismus wieder. Es geht um Souveränität und Einschätzbarkeit bei gleichzeitiger "Gewinnmaximierung". Diese Kategorien gelten jedoch nicht nur für die Politik der NATO, sondern auch für die Innenpolitik der ihr zugehörigen Staaten.

Warum demonstriert ihr in Freiburg und nicht in Straßburg oder Kehl?


Wie in der ersten Antwort angedeutet, ist es im Grunde egal, wo wir gegen die NATO demonstrieren. So wird es auch in Istanbul und New York große Anti-NATO-Demos geben. Dass nun Freiburg in der Koordinierung der Proteste als Demonstrationsort erwählt wurde, hat verschiedene, auch strategische Gründe.

Da am Samstag, 28.3., in Frankfurt und Berlin Großdemonstrationen gegen den politischen und ökonomischen Umgang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise und für die Überwindung des Kapitalismus stattfinden werden, war abzusehen, dass viele Organisationen und Zusammenhänge mit der Vorbereitung und Durchführung dieser Demonstrationen beschäftigt sein würden. Anfang April stehen die G20- und Natogipfel unweigerlich im Mittelpunkt des politischen Diskurses und linker Widerstandspraxis.

Die Freiburger Demo bildet den Auftakt in der Gipfelwoche und wird auch unsere Fähigkeit dezentral gegen Kapitalismus und Krieg agieren zu können unterstreichen: We are everywhere!

In Strasbourg, Kehl und Baden-Baden laufen die Vorbereitungen für andere Demonstrationen, die Blockaden, das Camp etcetera. In Freiburg hingegen befindet sich ja seit dem 25. März ein Convergence Center, das die anreisenden GipfelgegnerInnen mit Informationen versorgt und ihnen helfen soll, sich gut vorzubereiten.

Um dies zu erreichen hat sich unter anderem eine CC-Gruppe gebildet, die über eine Pennplatzbörse Schlafplätze ermittelt um AktivistInnen in der Stadt unterzubringen. Desweiteren gibt es Arbeitsgruppen zu Technik und Medienarbeit, Rechtshilfe, Materialien und Verpflegung. Zahlreiche Projekte unterstützen die Proteste also schon jetzt logistisch und ideell. Dazu engagieren sich viele kritisch denkende Menschen im Rahmen der Anti-NATO Proteste vor Ort und erleichtern dadurch auch die Organisation einer Großdemonstration.

Mit der Stabstelle des Polizeieinsatzes für den Gipfel, der hier produzierenden Rüstungsindustrie und der, unter anderem von der Universität vorangetriebenen, Rüstungsforschung hat Freiburg tatsächlich mit NATO-Gipfel, Krieg und Militarismus weit mehr zu tun, als allgemein wahrgenommen.

Welche Gruppen gehören zu Eurem Aktionsbündnis?


Natürlich gibt es viele Gruppen, die dem Bündnis angehören, aber genauso wichtig sind die Einzelpersonen, die sich in die Vorbereitung der Proteste einbringen.

Wer dennoch gern Gruppen beziehungsweise Autoritäten für sein politisches Verständnis braucht, kann sich auf der Seite http://3003.blogsport.de umschauen.

Um 17 Uhr wurde vor der unangemeldeten Großdemo eine angemeldete Kundgebung des Freiburger Anti-NATO-Plenums auf dem Rathausplatz angekündigt. Im Anti-NATO-Plenum, das die Demo unterstützt, befinden sich Delegierte und/oder Mitglieder folgender Organisationen: Attac-Freiburg, Revolution, NATO-ZU, Aktionsbündnis 30.03, Iraq Veterans Against the War, Anarchistische Gruppe Freiburg, Linke.SDS Freiburg, Die Linke Freiburg, MC Kuhle Wampe, UStA der PH, VerDi Ortsverein, Freiburger Friedensforum, BLOCK-NATO, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit (bpm), IG-Bau Südbaden, Autonome Antifa Freiburg, VVN-BdA Ortenau, Rote Hilfe, Wohngeldinformationsbeschaffungsbüro, Linksjugend Freiburg, Grüne Alternative Freiburg, Convergence-Center Freiburg und die Autonome Frauen-Lesbengruppe.



Wieviele Teilnehmer erwartet ihr?


Viele. Tatsächlich verfolgt jede Schätzung vor einer Demo propagandistische Zwecke. Also, kommt einfach alle!

Warum habt ihr die Demo nicht angemeldet?


Das leidige Thema der Anmeldung von Demonstrationen. Solange nicht gilt, dass alle Menschen das Recht haben, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln, verweisen wir an das Amt für öffentliche Ordnung und die zuständigen Legislativorgane. Bis dahin bleibt das Nichtanmelden einer Demonstration ein politischer Akt der Durchsetzung verfassungsgemäßer Freiheit.

In Freiburg werden Demos traditionell nicht angemeldet: Wir versammeln uns wann und wo wir wollen. Die Demo vom 13. Dezember 2008, die ebenfalls nicht angemeldet war, wurde gemeinhin als großer Erfolg angesehen. Warum sollte man also nun von einem erfolgreichen Konzept abrücken?

Dass die Person, die damals mit der Polizei kommuniziert hat, in der Folge persönlichen Schaden erlitten hat und aufgrund einer erfundenen Straftat heute von Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgt wird, hat uns veranlasst, diesmal nur per Telefon mit der Polizei zu sprechen. Wir haben unsere Kommunikationsbereitschaft signalisiert und werden den Behörden vor Ort den Verlauf der Demonstration mitteilen.

Ich habe den Eindruck, dass viele Freiburger mit Ausschreitungen rechnen. Allerdings nicht unbedingt von Freiburger Aktivisten, sondern von unfriedlichen 'Protest-Touristen'. Wie wollt ihr während der Demo verhindern, dass Euer Protest im Krawall untergeht?


Tatsächlich stecken in dieser Frage mehrere Punkte. Zum einen die immer wieder gern vorgenommene Unterscheidung der Menschen vor Ort von 'denen' die da ankommen und alles kaputt machen.

Diese xenophobe (fremdenfeindliche) Argumentation stellt eine Kerbe dar, in welche sowohl die PolitikerInnen als auch die Ordnungsbehörden gerne schlagen. Neben dem Aufmachen dieser Kategorie des 'bösen Unbekannten aus der Ferne' werden auch politische Bündnisse gezielt gespalten: 'gute' AnmelderInnen und 'böse' NichtanmelderInnen; 'gute' Gewerkschaften und 'böse' Autonome.

Diese Strategie der Aufspaltung dient dazu, die Verzweiflung über die Einflussnahmemöglichkeit politischer Initiativen zu verdrängen. Wir lassen uns nicht spalten und laden ALLE 'FreiburgerInnen' und 'Fremde', die dem NATO-Gipfel und seinen HandlangerInnen kritisch gegenüber stehen, ihre Meinung am 30. März unmissverständlich und kraftvoll auf die Straße zu tragen.

Bereits vorherige Demos haben gezeigt, wie sehr die linke Szene Freiburgs um Deeskalation bemüht war: Einzig das Aufgebot hunderter schwer bewaffneter PolizistInnen war Anlass, Ausschreitungen zu befürchten. Trotz zahlreicher Übergriffe und unrechtmäßiger Verhaftungen und Einschließungen blieben die allseits von den Medien und den Behörden verkündeten Ausschreitungen bisher immer bloßes Gerede...

Letztlich ist bei der 'Frage der Gewalt' schnell derjenige, der seine Meinung äußern will, der erste Adressat. Über die 'Gewalt' von 30.000 eingesetzten PolizistInnen die den 60. NATO-Geburtstag schützen, die 'Gewalt' von Hochsicherheitsbereichen und Überwachung oder die 'Gewalt' der kriegerischen Politik der bald 28 Mitgliedstaaten des Nordatlantikbündnis wird aus unserer Sicht zu wenig gesprochen.

Welches Verhalten erhofft ihr Euch von den Menschen in Freiburg?


Wir hoffen, die Menschen in Freiburg verfolgen die Proteste mit Aufmerksamkeit und Interesse. Heute ist niemand mehr abhängig von den Informationen, die in der Mainstream-Presse verbreitet werden. Fast JedeR hat die Möglichkeit, sich zum Beispiel im Internet zeitnah und umfassend zu informieren. Dazu gehört auch die Möglichkeit, die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen.

Auf der Homepage http://linksunten.indymedia.org/ gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Augenzeugenberichte und Informationen zum Thema und zur Demo zu bekommen, die garantiert nicht über einen der wenigen Verteiler der Nachrichtenagenturen gehen. Auch in Freiburg gibt es zahlreiche Menschen, die der NATO- und 'Sicherheitspolitik' nach wie vor kritisch gegenüberstehen und dies in den kommenden Tagen und Wochen besonders deutlich äußern werden. Und noch etwas erhoffen wir uns: Dass vielleicht doch einige Menschen in dieser Stadt über ihren eigenen Schatten springen.

Welches Verhalten erhofft ihr Euch von der Polizei? Welches befürchtet ihr?


Jetzt sollen wir wie immer sagen, wir hoffen dass die Polizei sich zurückhält. Wir hoffen auf die weitgehende Abwesenheit eines Polizeieinsatzes und befürchten jedoch Übergriffe, Gewalt und die Beschneidung unserer Rechte. Aber genau dafür sind gepanzerte BereitschaftspolizistInnen, Tränengas, Knüppel, Knarren und Knäste da: Die Durchsetzung einer Politik der Angst und des gegenseitigen Misstrauens.

Zunehmend arbeiten polizeiliche, judikative und militärische Stellen eng zusammen, wie bei den letzten großen Aktionen der linken Bewegung deutlich wurde. Das Thema radikale Abrüstung muss wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gelangen, dies betrifft auch die 'Innere Sicherheit' und die weiter wachsenden Exekutivorgane in der EU.

Immer mehr wird bei der Absicherung unserer 'Freiheit' auf private Sicherheitsdienste und zivil-militärische Zusammenarbeit gesetzt: Polizeidienste und Militär diverser 'Nordatlantischer' Staaten arbeiten gemeinsam mit der Grenzschutzagentur FRONTEX an der Absicherung unseres Wohlstandes, zum Beispiel durch extrem gewalttätiges 'Migrationsmanagement' an den Außengrenzen westlicher Staaten. Diese Logik institutionalisierter Gewalt und den Ausbau polizeilicher Befugnisse wollen wir mit unserer Anti-NATO-Demo kritisieren.

Daher fordern wir mit Rio Reiser: Schmeiß die Knarre weg Polizisten!










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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 43
Freitag, 27.03.09 15:48
 

Ach Gottchen, dieses unausgegorene Zweitsemester-Gequatsche kann doch keiner mehr ernst nehmen. Sitzt warm in seiner Bude, während andere seinen Hintern auch am Hindukusch verteidigen.

Freitag, 27.03.09 16:07
 

@DonSimone: Und machst du etwa was anderes? Spar dir doch deine Langeweile für dich...

Ich geh hin!!

Freitag, 27.03.09 17:10
 

DonSimone scheint im 3. Semester zu sein - und somit schon vergoren...

killboy
Freitag, 27.03.09 21:04
 

er ist nicht nur vergoren, er ist schon ranzig

ich hätte meinetwegen das argument akzeptiert wir müßten die menschenrechte der afghanischen frauen verteidigen, da kann man sich immerhin streiten ob die nato-besatzung mehr vorteile als nachteile bringt. aber utilitaristisch aus der sicht der deutschen bevölkerung betrachtet gibt es einen scheiß zu verteidigen am hindukusch.

Seller
Freitag, 27.03.09 22:19
 

Jetzt weiß ich immer noch nicht, ob ich meine Schaufenster mit Holztafeln sichern muss.

Freitag, 27.03.09 22:48
 

MEIN Hintern wird nicht am Hindukusch verteidigt, aber in diesem unserem Lande ziemlich in Mitleidenschaft gezogen...

Freitag, 27.03.09 22:53
 

Warten wirs mal ab, man kann nur hoffen, dass die Sache friedlich bleibt, allein um das Thema in die Mitte zu stellen, was ja wohl das Anliegen der Demonstranten ist ( denke ich mal)

Samstag, 28.03.09 01:06
 

Wenns nicht friedlich bleibt hat der freundliche Initiator ja schon vorgesorgt und die Polizei als schuldigen vorgestellt. Vielleicht weiß er ja schon mehr als alle anderen.

Samstag, 28.03.09 02:05
 

na man müsste da schon systemimanent schauen...
und da kommt die polizei als protege der interessen der nato schon bei der analyse "schlechter" oder böser weg ...

Heinzchen
Samstag, 28.03.09 03:14
 

Auch beim derzeit in der KTS stattfindenden Convergence Center sprach Amann von einem möglichen "unfriedlichen Verlauf". Bis jetzt blieb Seitens der AktivistInnen alles friedlich - die einzigen, die gewaltbereit und provozierend durch die gesamte Stadt patrouillieren sind die Göppis in Bereitschaft.

Freiburg, grüne Polizeiburg!

Samstag, 28.03.09 05:11
 

:(

Bitte erstmal die Fremdwörter lernen, dann benutzen

:(

Samstag, 28.03.09 08:59
 

@jenseli: "...man müsste da schon systemimmanent schauen..."

Hmpfff.... - welches System meint er wohl - das System der Demokratie? Das System des Polizeiapparates? Das System der Demo-Initiatoren? Das System der NATO??? Sehr erklärungsbedürftige Aussage.

Und noch interessanter die Meinung von "jenseli", dass die Polizei von der Nato beschützt wird...

Muss dem Vorschreiber JosFritz in allen Punkten zustimmen - Fremdwörter erst lernen (dann wüsste man z.B. wie die Worte "immanent" und "Protegé" überhaupt geschrieben werden) und dann benutzen...

sodälä
Samstag, 28.03.09 11:02
 

@Pseudolus
In jedem Fall schützt die NATO unseren Polizeistaat und der Polizeistaat unsere NATO. Ich glaub die Debatte um Abrüstung ist da irgendwie auf der Strecke geblieben...

Samstag, 28.03.09 13:31
 

@sodälä

Polizeistaat? Ich glaub du hast die Relationen etwas durcheinander gebracht.

Samstag, 28.03.09 13:48
 

@Pseudolus: Protégé bitte :-))))

Samstag, 28.03.09 14:21
 

@Zebra: Das wäre die französische Schreibweise. Deutsche Schreibweise "Protegé" - warum auch immer...

Samstag, 28.03.09 14:29
 

Die Debatte wird etwas unseriös, jetzt kommt wieder Polizeiburg und Polizeistaat ins Gespräch. Ich sag das ist schon sehr hart, wenn wir uns vor den Horden "Göppis" ( laut Heinzchen müssten die wohl alles aus Göppingen kommen...) verstecken müssen, die mordend und bransschatzend durch Freiburg ziehen.

Jetzt warten wir erstmal die ganze Sache ab und bilden unsere Meinung einfach später, wenn wir objektiv die Sache betrachtet haben.... oh geht wohl nicht schade

Samstag, 28.03.09 14:35
 

Hast Recht Pseudolus. Trotzdem merkwürdig...

Samstag, 28.03.09 15:32
 

...mordende + brandschatzende, durch Freiburg ziehende Göppinger... na, da bin ich aber gespannt...

Big Brabbel
Samstag, 28.03.09 16:18
 

Was von unserem "Freundchen-ich-helf-Dir Helfer" so an Anstandsfürsorge zu erwarten ist, wurde mir neulich beim Besuch eines ehemaligen Klassenkammeraden klar! Da fand zufällig zu diesem Zeitpunkt eine großangelegte LAN-Party in der WG statt, welche sich dem, nicht nur nach Winenden schwer in die Kritik geratenem "Killerspiel" Counter Strike widmete. Zusätzlich zu diesem unethisch- und moralischen Pseudorambogehabe wurde der wohl weitverbreitesten Rau(ch)schdroge gefröhnt...
Alles nicht aussergewöhnlich sollte man meinen, währen unter den etwa 15 anwesenden Gästen nicht auch 5 Mitglieder der grünen Staatsmacht gewesen! Ob konsumiert oder nicht, ob Lust an dem Spiel oder nicht. Ein blödes Gefühl werde ich defenetiv haben, wenn mir einer dieser Zocker am Montag sein von oben eingetrichtertes Verständniss von Recht und Ordnung per Schlagstock und Pfefferspray näher bringen möchte!

Samstag, 28.03.09 17:02
 

ahah hattest du acuh ein komisches gefühl mir ihnen zu kiffen? warscheinlich nicht! hast Du gedacht das Cops keine Menschen sind? die müssen auch essen trinken und mal einen rauchen! JA! die müssen sogar aufs klo.

Sind Cops schlechtere Menschen nur weil sie eine Uniform tragen? da ist denk ich die Person selbst zu sehen! die jungs und mädels haben sich halt verdingt unsere Staat zu vertreten, ob das gut ist sei mal dahingestellt .aber am ende sie sind nur das ausführende organ!

Und der Staat sind wir doch irgenwo alle oder?
richtig wählen könnte helfen!



Samstag, 28.03.09 17:04
 

und natürlich seine meinung in welcher friedlichen form auch immer vertreten!

z.b. mit auf die Strasse gehen!

Samstag, 28.03.09 19:17
 

"Und der Staat sind wir doch irgenwo alle oder?"
Nein, wir sind die Gesellschaft.

Samstag, 28.03.09 19:33
 

@Ringo: Der Staat sind wir? Dann müssten wir (konsequenterweise) auch Eigentümer dessen sein, was staatlich ist. Sogar von der imaginären "Staatsgewalt" wären wir dann die Eigentümer...

Vielleicht sind wir Eigentümer, aber nicht Besitzer... Wer ist dann aber der Besitzer, von staatlichen Eigentümern?

Die volksübliche Redewendung, wir seien der Staat, ist mir zu einfach. Wer sich mit dieser "Staatsproblematik" auseinandersetzt, wird recht schnell feststellen, dass es diesbezüglich viele philosophische Ansätze gibt. Allenfalls könnte der Staat als eine Art Organisation angesehen werden, die auf bestimmten Gebieten Macht ausübt, um gemäß einer festgelegten Rechtsordung, das Zusammenleben mehrerer Menschen zu ermöglichen.

Da fällt der einzelne Mensch oftmals aus dem Raster, weil er u.U. mit den Rechtsverordnungen nicht einverstanden ist. Der Staat ist zweifelsfrei nicht jeder Einzelne von uns.

?
Samstag, 28.03.09 20:40
 

@Lumpi, Pseudolus:
Leute wie ihr schreiben doch solche Dinge, oder:

"Artikel 20 [Verfassungsgrundsätze - Widerstandsrecht]

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt."

Kann man also Staat und Gesellschaft trennen?
Hm, wenn ich so überlege, ja, durch Politik.


@Ringo:
Bist Du wirklich der Meinung, dass die Natur einen Beschützer braucht und nicht eher der Mensch sich vor der Natur schützen muss? (So manche Deutsche glauben ja auch eher an die biblische Schöpfungsgeschichte denn an die Evolutionstheorie.)

In diesem Zusammenhang interessant:

"Artikel 20a [Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen]

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

Da geht’s nur um die Lebensgrundlage des Menschen.

?
Samstag, 28.03.09 20:45
 

Ups. Das mit Art. 20a hatte sich mehr auf die Vote-Earth-Kommentare bezogen (den ich davor gelesen hatte), ist mir aber versehentlich hier reingerutscht. :*/

Samstag, 28.03.09 23:05
 

@pseudolus

ja leider nicht! aber woran liegts? Revolution!?

Sonntag, 29.03.09 01:50
 

solange niemand die uni stürmt is alles gut

Sonntag, 29.03.09 13:04
 

@Ringo:
Schlage vor, zuerst die UNIs zu stürmen...

klabautermann
Sonntag, 29.03.09 17:32
 

Heinzchen: dein schwacher Beitrag erklärt sich hoffentlich durch die frühe Stunde an der er geschrieben wurde.
Wieso fühlst du dich provoziert durch die "Göppis" ? Ich jedenfalls lasse mich durch das Erscheinungsbild einer Person, ob sie Uniform trägt, oder mit Rastalocken daher kommt, nicht provozieren. Warum auch ? Wenn derjenige mich "anmacht" kann ich immer noch entscheiden, ob ich mich darüber aufrege, oder in einfach stehen lasse. Dass ist dann der feine, aber friedliche Unterschied. Wenn alle friedlich demonstrieren, dann
freut sich jeder, auch die "Göppis". Oder glaubst du, die sind scharf drauf, dass ihnen eine Demo-Teilnehmerin, wie an der Studiengebührendemo geschehen, in die Hand beisst ? Ich habe gesehen, wie sich die "friedliche" Demonstrantin verhalten hat. Wie sie sich an das Bein des Beamten geklammert hat (mit Beinen und Armen) und ganz offensichtlich auch vorhatte, ihn auch noch in den Oberschenkel zu beißen.

Ich bin auch gespannt, wie der Montag laufen wird. Wie die Meldungen hier in fudder und in der BZ aussehen. Etwa wie die Meldung über critical mass ? Vereinzelte Rangeleien? Wer hat diesen Mist gemeldet? Es gab nämlich gar keine Rangeleien. Also, wer schürt hier schon wieder?
Morgen wissen wir mehr.

Sonntag, 29.03.09 18:57
 

as normal it will be the "normal" everyday person that has to pay for this demo. It will be us that pay from our taxes the cost of policing this demo.

Sonntag, 29.03.09 19:27
 

nice joke, darren ;)

szene Freiburg
Sonntag, 29.03.09 20:26
 

jajajaja ........ böses Deutschland
und
böse Wirtschaft !!!

Sonntag, 29.03.09 21:56
 

Man lese nun meinen Artikel unter http://www.pseudolus.de

Sonntag, 29.03.09 23:52
 

Sehr lustige Geschichte, Pseudolus, alle Achtung!

Ist doch nett, dass die Herren Deine Wohnung nicht durchsucht haben. Sonst hätten Sie die drei Pfund Hanf hinter der Badewannenverkachelung entdeckt, die Du den "Göppingern" in die Iso-Drinks mischen willst, um die Verteidigung des Abendlandes am Hinduku... - äh, in Freiburg lahmzulegen.

Schwach finde ich, dass Du nicht zusammengeschlagen wurdest. Aber das ist halt erst "der nächste Grad" und passiert nur, wenn Du den Eindruck machst, in Erwägung zu ziehen...

Montag, 30.03.09 02:53
 

"Etwa wie die Meldung über critical mass ? Vereinzelte Rangeleien? Wer hat diesen Mist gemeldet? Es gab nämlich gar keine Rangeleien. Also, wer schürt hier schon wieder?"

Stimmt. Hat mich auch gewundert.
Der Rest deines Kommentars ist aber falsch (und auch doof). :D

Montag, 30.03.09 03:20
 


Hehe, Pseudolus. Schöner Artikel!

Das hier ist für dich:

http://tinyurl.com/dfrwjk

Du bist nicht allein! ;)

Montag, 30.03.09 09:20
 

@Pseudolus: :-)))) Ich harre der weiteren Berichterstattung!

Montag, 30.03.09 09:55
 

"Wie sie sich an das Bein des Beamten geklammert hat (mit Beinen und Armen) und ganz offensichtlich auch vorhatte, ihn auch noch in den Oberschenkel zu beißen."

Geil! Aber bitte NUR IN DER *edit*-Gruppe!

DCW
Montag, 30.03.09 12:09
 

Ich danke der NATO an dieser Stelle für fast 50 Jahre Schutz vor den Bolschewisten und sonstigen Feinden der Freiheit und wünsche den Einsatzkräften vor Ort einen erfolgreichen und möglichst ungefährlichen Einsatz.

Montag, 30.03.09 12:28
 

Vorab, ich find das Nato Bündnis auch nicht grad toll.
Mein Vater auch nicht und ein Kumpel mit dem ich letzten Samstag darüber gesprochen auch nicht.
Man gewinnt den Eindruck, das ein Großteil des Volkes das ganze Politikgipfel-Gemache aus den verschiedensten Gründen nicht toll findet.
Trotzdem würde keiner von uns zur Demo gehen, schon gar nicht als Familie mit den Kindern.
Und warum? Weil man aus Berichten wie oben, gefüllt mit den "Schlag-"worten Staatsgewalt, Polizei, etc. konfrontiert wird und nicht den Eindruck gewinnt, dass die linke Szene, zumindest in Teilen, nicht gewillt ist, friedlich zu demonstrieren. Im Grunde vielleicht schon, aber wenn, warum auch immer, es zu Reibungspunkten kommt, dann wird auch bei so manchem "Friedensdemonstrant" nicht lang gefackelt. Erinnert mich irgendwie an die Hooligankategorien A, B, C, das Ganze. Schlußendlich Auge um Auge, Zahn um Zahn und das bei einer Sache bei der es um den Frieden geht. Oder geht es so manchem gar nicht so sehr um den Frieden, eher um den Hass gegen die Staatsgewalt Polizei?

Nene, da geh ich lieber im Herbst wählen.

Montag, 30.03.09 13:38
 

Hihi, DCW, Du Vollpfosten...

Den Laden gibt es bereits seit sechzig Jahren.

Kriegsverletzung als Frontkämpfer erlitten?

DCW
Montag, 30.03.09 14:00
 

Das ist wahr, da habe ich mich vertan. Ob mich das zum "Vollpfosten" qualifiziert mag dahinstehen - was störts die Eiche wenn die Sau sich an ihr reibt. "Hihi".

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