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Nachtmacher (18): Karl-Heinz Willmann

Das Tacheles ist eine trendresistente Partybastion für Studenten, Kreisligakicker und Teilnehmerinnen von Jungfernabschieden, denn es kostet keinen Eintritt und lädt in seiner Mischung aus Après-Ski-Hütte und Club Daneben zum Feiern ein. Weniger bekannt ist, wer im historischen Keller an der Grünwälderstraße die Fäden in der Hand hat. Ein Treffen mit dem "Charles Bronson von der Bischofslinde".

Tacheles

Im Moment hat Karl-Heinz Willmann bloß eine Flasche Cola Zero in der Hand. Er sitzt in der guten Stube des Tacheles, am Kachelofen gegenüber der Theke. Hinter ihm in der Ecke die gelbe Fahne mit dem „GebührenFREI“-Slogan, gleich darüber eine Werbung für „Southern Comfort“.

Der 55-Jährige hat eine angenehme Stimme und Augen, die auch Trauriges gesehen haben. Aber wenn er lacht, dann verzieht sich sein ganzes Gesicht zu einer Miene, die zwischen Ignaz Fasnet und Crusty, dem Clown changiert. Bleiben wir zunächst bei den Tatsachen.

Tacheles

Halbstarke Jugend

Willmann wird 1953 geboren und wächst mit sechs Geschwistern auf am Zehntsteinweg, tief im Freiburger Westen. „1953, da war die Welt noch e weng anders wie heute, ganz klar“, sagt er. Der Vater ist Schreiner, viel Geld haben die Willmanns nicht. Karl-Heinz lernt früh, sich durchzusetzen. „Da hast du dir neue Schuhe gekauft. Bist nicht früh genug aufgestanden am nächsten Morgen. Da hatte die Schuhe schon der nächste Bruder an. Das war einfach so.“

Karl-Heinz kickt in der Jugend vom Freiburger FC, Stürmer, vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr. Damals spielte der FFC noch Zweite Bundesliga. „Die jungen Leute hocken heute am Computer, X-Box und weiß Gott was alles. Wir haben nach dem Mittagessen gekickt. Um Fünfe gab’s Essen. Wenn alle gegessen haben, hat der Vater die Küche abgeschlossen. Feierabend. Gibt nichts mehr. Morgen früh wieder.“

Seepark

Im Sommer trifft sich Karl-Heinz mit seiner Clique am Flückinger Baggersee. „Da waren wir dann. Als Halbstarke. Den ganzen Tag. Und am Wochenende haben wir bei den Studenten die Kühlschränke ausgeräumt, wenn wir nichts zu essen hatten.“ Und da ist sie dann wieder, diese Ignaz Fasnet-Crusty-Lache. Von Null auf Hundert.

Karl-Heinz, der Halbstarke: im Cafe Metzinger, unten, bei der Eintracht. Kickern und Flippern. Dann ins Blow Up in der Humboldtstraße. Oder ins 25. Samstags gern auch in die Tanzschule Fritz, damals noch im Karlsklotz. Disco mit hübschen Mädels. „Mit unseren Zündapps sind wir auch nach Norsingen in ein Tanzlokal oder hoch zum Titisee, in die Tic Tac Bar. Wir waren überall unterwegs. Unsere Zündapps sind 80, 90 gelaufen."

Tacheles

Hertie

Willmann schließt seine Lehre zum Feinmechaniker ab. Er bekommt eine Anstellung bei Hertie. Im Freiburger Kaufhaus soll er sich um die Haustechnik kümmern. Dass er seinen Job gut macht, spricht sich herum. Bald ist er sich zuständig für die Haustechnik im Kaufhaus des Westens in Berlin und für das Alsterhaus in Hamburg. Von der Kostenschätzung bis zur Abrechnung mit den Handwerkern, Willmann behält den Überblick. Willmann versteht die Sprache der Architekten, kann aber auch selber Hand anlegen, wenn die Lüftung nicht funktioniert.

Das Sportheim

Im Sommer 1984 kommt in Willmanns Biographie ein Wendepunkt, eine Entscheidung, die man zunächst mal nicht nachvollziehen kann.

Willmann lebt zu diesem Zeitpunkt in der Nähe von Frankfurt, ist glücklich verheiratet und könnte im Beruf nicht erfolgreicher sein. Willmanns Bruder Rolf reist mit seinen Mannschaftskollegen der Alten Herren aus St. Georgen ins Hessische, zu einem Freundschafsspiel beim FC Dietzenbach, wo Karl-Heinz kickt.

FC Dietzenbach

Nach dem Spiel sitzen die beiden Brüder auf dem Balkon. Rolf nippt einen Schluck Weizen, wischt sich den Schaum vom Mund und sagt: „Mensch, Karl-Heinz, du willst doch immer zurück. Jetzt kriegst du die Chance. Bei uns in St. Georgen wird das Clubheim frei. Hast du nicht Lust, da eine richtige Gaststätte draus zu machen?“ Nach drei Wochen Bedenkzeit sagt Karl-Heinz zu. „Entscheidend war für mich der Gedanke, selbständig zu werden. Ich habe immer diese Power gehabt.“

FC St Georgen

Eine Power, mit der Karlheinz das Clubheim des FC St. Georgen nach eigenem Bekunden zu einer Art Szenelokal umkrempelt. „Die 20-jährigen Fußballer, die Jugend, die saßen bei mir bis Sonnenaufgang. Wir haben Playbackshows gemacht und so was. Hab noch Filme davon.“

Der Quereinsteiger

Das Clubheim ist erst der Anfang. Willmann steigt in den Ring „Gastroszene Freiburg“, übernimmt nach und nach die Pacht vom Tennisstüble in Gundelfingen, vom Kupferdächle in Haslach und von der Schneeburg in St. Georgen. Später kommt das Premium auf der Haid dazu (inzwischen von seiner Exfrau geführt) und das Freiburger Steakhaus (Ex-Albatross). „Auf einem Bein kann man nicht stehen“, sagt Willmann.

Tacheles

Vor fünf Jahren kursierte in Freiburg der Wunsch nach einer Disco ab 30. Willmanns Lösung: das Trofana in der Grünwälderstraße 17. Im Januar 2002 eröffnet er den Tacheles-Vorgänger nach Vorbild der Après-Ski-„Trofana Alm“ in Ischgl. „Da geht’s mittags los mit Après Ski, von 19 Uhr bis 22 Uhr Speiselokal, danach Disko. Das habe ich mir ein bisschen rübergezogen“, sagt Wittmann. Der Haken am Konzept war vor allem der Name „Trofana“. "Der war schlecht. Die Gäste kamen rein und haben Pizza bestellt."

Tacheles

Also: Neuer Name, neues Konzept. Tacheles, das knallt. Auch wenn Willmann bei der Etymologie ein wenig im Trüben fischt, wenn er sagt: „Tacheles kommt ja aus dem Bayerischen.“ Tacheles kommt tatsächlich aus dem Jiddischen. Aber Hauptsache, die Gäste kommen. Und zwar jüngere. Die haben zwar weniger Geld, gehen dafür aber mehr aus.

Willmann, inzwischen 49, holt sich Studenten ins Management, Trenderkenner, die ihm sagen, was die jungen Leute so wollen und erwarten von einem gelungenen Samstagabend. Die Rechnung geht auf. Tagsüber Schnitzel, Abends DJ Sechser.

Tacheles

Das Tacheles erweist sich als trendresistent, während es mancher Mitbewerber schwer hat in der Innenstadt. Das Schneerot etwa, sicherlich ein Club mit einem ganz anderen Zielpublikum. Willmann hat sich diese Disco auch mal angeschaut und sagt: „Ich habe mich da nicht besonders wohlgefühlt. Da meint jeder Zweite, er muss die Nase hoch tragen und am besten seine Autoschlüssel auf den Tisch legen."

Tacheles

Generation Ratlos

Etwa 70 Leute arbeiten im Tacheles, die meisten von ihnen sind Studenten. Willmann unterhält sich oft mit ihnen und mitunter geht es in diesen Gesprächen um Existenzielles. Lassen wir deshalb einmal das Tonband mit O-Ton Willmann etwas länger laufen: „Einige, die hier arbeiten, haben schon fertig studiert. Aber sie bleiben hier und jobben weiter. Frag ich: ,Wieso?’ Sagen die: ,Auf meinen Beruf krieg ich nichts.’ Frag ich: ,Ja, was hast du denn studiert?’ Des und sell, sagen sie dann.

Da sag ich: ,Was studiert ihr alle für nen Mist?’ Ich bin halt so aufgewachsen. Erfolgsbezogen. Du musst was lernen, damit du dir später was leisten kannst, dass du dir ein Haus kaufen kannst. Die Leute heute sind 30, 35 und gammeln immer noch rum. Da frag ich: ,Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Willst du nicht mal ein Haus? Kinder? Ein schönes Auto?’ Antwort: ,Och, das weiß ich nicht.’ Das ist abartig. Diese Generation macht sich keinerlei Gedanken darüber, was sie später mal erreichen will.

Tacheles

Warum ist das so? Ich denke, es gibt eine gewisse Gleichgültigkeit bei den jungen Leuten. Die leben alle so von der Hand in den Mund. Mehr oder weniger. Auf Statussymbole, so wie wir, legen die überhaupt keinen Wert. Null. Für mich bedeutet Status zum Beispiel: ein schönes Auto. Oder ein schönes Haus. Das hat natürlich Priorität. Es gibt ja andere, die leben auf ner Bananenkiste, Hauptsache, sie können sich irgendwo zeigen. Aber die jungen Menschen heute, die legen da keinen Wert drauf. Die wollen größtenteils Partymachen, Essen, Saufen, Kampftrinken. Die sind so, die Jungen.“

Am Strand von Saint-Tropez

Warum vertritt Karl-Heinz Willmann, dessen Bruder Dieter übrigens zwei Mal Deutscher Eishockeymeister mit der Düsseldorfer EG wurde, warum vertritt er diese Haltung zur Generation seiner Nachfolger? Vielleicht, weil er von klein auf kämpfen musste. Weil er mit 15 putzen ging, um sich mit 16 das erste Moped zu kaufen. Weil er immer nebenher schaffen musste, um sich seinen nächsten Traum erfüllen zu können. Denn Träume hatte er. Und die Erfüllung war ihm nicht gleichgültig.

Saint Tropez cc flickr.com/photos/luiginter/222381657/

Am Meer war er nie, bis er 19 war. Urlaub war nicht drin beim Lohn seines Vaters. Aber als er das Meer zum ersten Mal sah, sagte er sich: ich komme wieder und ich mach mir hier ein schönes Plätzchen. Saint-Tropez. „Ich habe direkt am Pampelonne Strand nen Wohnwagen gehabt, 9, 50 Meter mal 2,50 Meter. Fest, mit Schlafzimmer.

Später habe ich den Bootsführerschein gemacht und dann den Taucherschein. Daheim hatte ich ein großes Aquarium mit Meeresbewohnern, die ich selber gefangen habe." Hier sitzt einer, der nichts geschenkt bekam und der deshalb nicht verstehen will, warum manch Jüngerer so nachlässig mit seinen Möglichkeiten umgeht.

Christian Rach cc tafelhaus.de

Rach

Klar ist Willmann irgendwo auch ein Mainstream-Mann. Er hört Baden FM, mag die Bee Gees, aber auch a-ha, da ist er flexibel, wie er meint. Und ebenso schätzt er die neue Integrationsfigur der neuen deutschen Gastro-Unterhaltung, Christian Rach, den Restauranttester.

"Ich schaue den auch gern. Aber, ohne, dass ich eingebildet bin: Der Mann könnt mir nix lernen. Was soll der mir lernen?"

Mehr dazu

Web: Tacheles
fudder.de: Nachtmacher Serie        




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 49
Freitag, 13.03.09 12:29
 

Täuscht mich wenn ich da was nicht verstanden habe, aber ich glaube die Seele des Tacheles und die Arbeit leisten doch eher die "Studenten im Management", nach 7 Jahren Gastro Innenstadt bekommt man ja einiges mit, aber das Crusty Gesicht sehe ich zum ersten Mal.
Unverdienter Ruhm. Oder hat sich im letzten jahr so viel verändert?

Freitag, 13.03.09 12:55
 

Was für ein aufgeblasener Dummschwätzer. Passt aber zum Laden.

Freitag, 13.03.09 13:00
 

Jede Kundschaft bekommt das was sie verdient. :-)

Freitag, 13.03.09 13:05
 

@jos: wenn Du jetz vor "Laden" noch gekonnt ein "Drecks" plaziert hättest: AfKdW

Freitag, 13.03.09 13:08
 

*editiert*

Freitag, 13.03.09 13:18
 

hach, was ne unterhaltsame mittagspause.
go, jos, go! ;-)

Freitag, 13.03.09 13:19
 

Ersetze: "aussieht" durch "sich gibt"...

Das trifft den Kern besser.

Freddy Spaghetti
Freitag, 13.03.09 13:25
 

Interessanter Artikel, interessanter Mensch.
Ist halt noch einer vom "alten Schlag" wie man(n) so sagt, aber dass das nichts verkehrtes ist kann man ja u.a. an seinem Erfolg erkennen.
Bei einem will ich im aber doch wiedersprechen,auch die "jungen leute von heute" wissen noch was sich Ziele setzen und erreichen bedeutet, das ist keine Generationsfrage sonder eher Einstellung und Prioritätensetzung.
P.S. Tacheles, immer wieder gerne...

Freitag, 13.03.09 13:34
 

ich war da schon mal! nachts um 4 werden die Kühe aus dem stall über dei Tanzfläche getrieben -

MUHHHH!

;-)

Freitag, 13.03.09 13:40
 

Als ich den "Kalla" das erste Mal sah, waren meine Gedanken ähnlich in Richtung ~~~~~~~~~~WERBE.
Die Nummer schlecht hin, sind aber die Damen, und!!! NORMAN.
Der Seppel oben in Tracht. Schramberger halt.

Freitag, 13.03.09 13:43
 

Dacht ich mir doch, daß das ein Freund von Ralph ist ...

Freitag, 13.03.09 13:49
 

Rotlicht-Ralph, 38, Deckler :-D :-D

Freitag, 13.03.09 13:59
 

*ROFL*

Freitag, 13.03.09 14:35
 

frei nach dem intro auf dj koze - music is okay:

"hallo liebe freunde, ich freue mich, dass ihr euch den bericht über meinen sohn kalla durchlest. ich selber bin auch sehr geflasht von seinem krassen laden. ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass er so'n derbe geilen schuppen betreibt. ein glück, dass er nicht zahnarzt, rechtsanwalt oder biologe oder so'n quatsch geworden ist. peace."

:D

Freitag, 13.03.09 14:42
 

beim studenten-bashing ganz vorne und dann aber wiederum auf studenten als "trenderkenner", tellerwäscher etc. zurückzugreifen, um den laden im schuss zu halten... das passt für mich irgendwie nicht!

Freitag, 13.03.09 14:53
 

"... stattdessen sitze ich hier mit Ihnen; nix für Ungut, einem Hohlkopf der mit der letzten legalen Droge handelt..."

Freitag, 13.03.09 14:57
 

ist das nicht der typ rechts mit dem joker-kostüm ;-)?

herrlich willmann, wenn dus dort schaffst, dann schaffst dus überall

Freitag, 13.03.09 15:02
 

@ keep-it-deep

zum "studenten-bashing": ich glaube, man würde Willmann Unrecht tun, wenn man ihn so interpretiert, dass er alle Studenten verteufelt. Was er kritisiert, ist die Haltung "Ich studier jetzt mal irgendwas, ob ich später damit mal Geld verdiene, ist mir wurscht." Dass er damit polarisiert, klar. Gleichwohl kann ich ihn nachvollziehen, wenn ihm bei seiner Biographie eine von ihm wahrgenommene Ziellosigkeit und Gleichgültigkeit bei manchen Studenten störend auffällt.

Freitag, 13.03.09 15:12
 

ich kenne das Gesicht aus dem Premium vor vielen Jahren....
ist doch gut, wenn einer handgemachten Erfolg hat, das Tacheles selbst - na ja, wem es gefällt, anscheinend aber genug, dass der Laden läuft.. und wenn sich die Studenten darin wohl fühlen, auch gut.. Studenten eben!

Freitag, 13.03.09 15:13
 

@ David:

"Gleichwohl kann ich ihn nachvollziehen, wenn ihm bei seiner Biographie eine von ihm wahrgenommene Ziellosigkeit und Gleichgültigkeit bei manchen Studenten störend auffällt."

**************************************************

Vielleicht bei den Studenten, die sich nicht entblöden, für ihn zu arbeiten!

Spätestens nach dem Gewäsch, was der Mann in Deinem - wie immer sehr erhellenden ;) - Artikel so von sich gibt, würde ich kündigen.

Außerdem trifft es gerade in der heutigen Zeit bis auf wenige Ausnahmen schon lange nicht mehr zu, dass Studenten ziel- und planlos rumstudieren.

Es steht Wittmann frei, sich über seine studentischen Mitarbeiter und Gäste abfällig zu äußern. Aber wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

Als Gastronom hätte ich mir dreimal überlegt, mit so einem Stuss an die Öffentlichkeit zu treten.

Freitag, 13.03.09 15:32
 

Superproll mit schwäbischem Spiessergeschwätz. Unsympath sondergleichen.

Freitag, 13.03.09 15:36
 

Diese eine Satz vom *EDITIERT* Kalleinz hat mir schon gereicht:

"Die wollen größtenteils Partymachen, Essen, Saufen, Kampftrinken. Die sind so, die Jungen.“

Das kommt dabei raus, wenn einer von seiner kleinen eingeschränkten Weltsicht auf die ganze Welt schließt. Hauptsache schönes Auto - wenigstens einer der Opel noch retten will...

[Dieser Kommentar wurde von der fudder-Redaktion redigiert. Karl-Heinz Schwensen mahnt regelmäßig Webseiten ab, auf denen sein von ihm angeblich mittlerweile abgelehnter Spitzname verwendet wird. Mehr dazu: Wikipedia.]

Freitag, 13.03.09 15:41
 

@ Jos

"Außerdem trifft es gerade in der heutigen Zeit bis auf wenige Ausnahmen schon lange nicht mehr zu, dass Studenten ziel- und planlos rumstudieren."

Das stimmt allerdings.

Freitag, 13.03.09 15:45
 

ich wurde da von einem türsteher mal mit einem kübel wasser übergossen, weil ich angeblich zu laut war vor der tür. dabei hab ich nur geknutsch, und das war mal gar nicht laut. seit dort find ich den laden richtig sch****. ich mein ich fand ihn vorher schon pipi-a-a-mäßig aber ich bin ab und an aufn schnitzel hin. aber seit der wasser-panne kann ich jeden nur warnen vor dem tacheles !!!

Freitag, 13.03.09 15:46
 

@david: Ob da die Studiengebühren wohl ihren Anteil dran haben?
Es gibt aber immer noch einige, die erstmal "das Falsche" studieren, weil man mit 18,19,20 eben doch noch nicht so genau weiß was man eigentlich will...

Freitag, 13.03.09 15:54
 

Nein, Ismu. Andersrum wird ein Schuh draus:

Wegen der Studiengebühren müssen sich Studenten, statt zielgerichtet zu studieren, bei solchen Läden verdingen.

Freitag, 13.03.09 16:03
 

@Jos: Dann lieber nen Kredit aufnehmen als von Karlheinz anstellen ;-)

Freitag, 13.03.09 16:09
 

Wohl wahr ;)

Noch besser - und das Bessere ist ja der Feind des Guten:

Keine Studiengebühren, kein Kredit, kein Tacheles :)

Freitag, 13.03.09 17:17
 

-------------------------------------------------------------------------
Das Schneerot etwa, sicherlich ein Club mit einem ganz anderen Zielpublikum. Willmann hat sich diese Disco auch mal angeschaut und sagt: „Ich habe mich da nicht besonders wohlgefühlt. Da meint jeder Zweite, er muss die Nase hoch tragen und am besten seine Autoschlüssel auf den Tisch legen."
-------------------------------------------------------------------------


Das müsste doch eigentlich voll auf seiner Wellenlänge liegen?

Ex-Moskito
Freitag, 13.03.09 17:30
 

Der Kerl ist ein original Freiburger, dem wurde in seinem Leben offensichtlich nicht allzuviel geschenkt und macht sein Ding, verdient damit ehrlich (*editiert) seine Kohle.
Und irgendwelche aktiven oder ehemaligen Studenten die offensichtlich den lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben als sich im Internet zu tummeln und ihren ungefragten Senf zu hinterlassen fühlen sich durch den Artikel angepisst. Hey, wie erbärmlich ist das denn?

Freitag, 13.03.09 17:35
 

Vielleicht haben die im Schneerot die schöneren Autoschlüssel.

Freitag, 13.03.09 19:00
 

Lieber Karl-Heinz,
als Du jung warst konnte man mit etwas Begabung und etwas mehr Fleiß tatsächlich noch so gut wie alles erreichen. Heutzutage reicht der bloße Entschluss allein längst nicht mehr aus. Ich kenne Einsnullerabiturienten, die ihr Leben nur in Uni und UB verbringen, sich in ihrer bisherigen Biographie nicht einmal mit Alkohol abgeschossen haben und für ihr Studium so ziemlich jede Unannehmlichkeit in Kauf nehmen. In den 60ern wären solche Leute Staatssekretäre und oberste Richter geworden. Heute stehen ihre Chancen überhaupt nen Job zu finden eher mäßig. Die Anforderungen sind auch fast durch die Bank gestiegen: Der übliche Umfang einer juristischen Doktorarbeit hat sich beispielsweise innerhalb weniger Jahrzehnte verFÜNFZEHNfacht. Die alten Arbeiten enthalten teilweise Fehler, die heute einem "Erstie" nach wenigen Wochen hochgradig peinlich wären. Aber ich komme vom Thema ab. Was ich Dir eigentlich sagen will: Du hast die Mentalität der Fünfziger gründlich gefressen, aber ich glaube, dass meine Generation in Sachen Ehrgeiz mit Deiner mithalten kann. Und die Anforderungen sind nicht zu vergleichen.

Freitag, 13.03.09 19:26
 

@Fudder-Redaktion: Danke für die Information bzgl. Karl-Heinz Schwensen. Ich dachte er nennt sich selber immer noch so. Tut mir leid.
Er erinnert mich auch tatsächlich an unseren Karl-Heinz hier - zum Vergleich siehe zb
http://www.hamburg.de/poesiealbum/8600/daten-heinz-schwensen.html

Freitag, 13.03.09 19:45
 

Ähnliches Aussehen, dieselben Vornamen, derselbe Jahrgang, zeitweise Arbeitsstelle in Hamburg, Vorliebe für alkoholfreie Getränke, "Für mich bedeutet Status zum Beispiel: ein schönes Auto" und der dezente Hinweis auf die "tic-tac-Bar" Du bist da an ner ganz heißen Sache dran, ismuB:

Freitag, 13.03.09 20:03
 

Doch kein Bobbele, sondern *editiert*?

:)))

*Hinweis fudder: Die exhemalige Kiezkröße N-K. lässt Websites abmanhen, in denen sein ehemaliger Spitzname genannt wird. Bitte nicht verwenden!*

Freitag, 13.03.09 20:32
 

LOL

hier kommt die Band die bald so bekannt ist wie Ralph,38, Kiezgröße :-D :-D :-D

Freitag, 13.03.09 20:34
 

http://www.youtube.com/watch?v=gUsmfvZe024

sieht mir verdammt ähnlich :D :D :D

Freitag, 13.03.09 21:10
 

@ Lumpi: Meinst du die sind aus einem Ei geschlüpft?

@ Karl-Heinz Legosteniker: Wunderlich ists eben das der Gute in dem Video mitspielt und offensichtlich kein Problem hat, das sein "böser" Nickname genannt, den er ein paar Jahre später als rassistisch findet und deshalb wild durch die Gegend klagt.

Freitag, 13.03.09 21:25
 

Ups, ich wusste nicht, dass man Herrn Schwensen nicht mehr *e*e*kalle nennen darf :)))

Kommt nicht wieder vor!

Jedenfalls nicht, bis ein anderes Landgericht entschieden hat, dass der nette Hamburger, der sich noch vor zehn Jahren selbst "Negerkalle" nannte, auch von anderen wieder so genannt werden darf.

Aber in so einer Privatinsolvenz tut man halt, was man kann, um irgendwo noch Kohle rauszuholen.

P.S.: So dürfte es wasserdicht formuliert sein.

Freitag, 13.03.09 22:03
 



@ismuB


hab ich mal zufällig in der glotze gesehen ...

total abgebrannt ... ;) ;)

ddd
Samstag, 14.03.09 10:25
 

"Club daneben" ist schön.

Samstag, 14.03.09 21:01
 

Hehe ja kann gut sein, dass der Herr formerly known as N***K** feststellt, dass er nur "Erfolg" hatte, als er diesen Namen getragen hat und dann bald jeden verklagt, der ihn nicht wieder so nennt. Jetzt ist er jedenfalls einer unter vielen Karl-Heinzen dieser Welt. Mal ganz Tacheles gesprochen.

Ich musste grad nochmal über das "Tacheles kommt aus dem Bayerischen" lachen. Aber vielleicht hat er ja recht - das hat doch damals dieser Franz-Josef-Ignaz Straußstein eingeführt, oder verwechsel ich da was?

Samstag, 14.03.09 21:28
 

"München ist ja bekanntlich Hauptstadt der zionistischen Bewegung", erzählt der Bobbele mit dem Sinn für´s Grobe: "Dort hat Rabbi Adam H. im Hofbräuhaus zum Boykott des deutschen Reinheitsgebots aufgerufen." Karl-Heinz W. war damals für die Haustechnik zuständig und hat das alles hautnah erlebt: "Ich war damals schon kein halbstarker Hosenscheißer mehr! Und gesoffen haben wir!" Schon bald viel der "stramme Kalle" auch Rabbi Adam H. auf, der ihm zum 33. Geburtstag einen nagelneuen Volkswagen schenkte: "Ich konnte mir die Farbe aussuchen und habe braun gewählt. Im Deutschen Herbst die absolute Trendfarbe! Mit dem habe ich dann gleich ein paar Studenten überfahren. Das war damals einfach so!" Kein Wunder, dass die Weiber alle ganz scharf auf "Negerkalle" waren, wie er bald respektvoll genannt wurde: "Wegen meines braunen Statussymbols", schmunzelt der Dicke mit dem sympathischen Lächeln.

Samstag, 14.03.09 21:30
 

Korrektur:

Natürlich "viel" der Freiburger Negerkalle Rabbi Adam H. nicht auf, er "fiel" ihm auf :)

Samstag, 14.03.09 22:10
 

Übrigens: Wenn mich hier noch einer JosFritz nennt, der wird abgemahnt (ca. 899,- Euro).

Ich finde den Namen seit 5 Minuten diskriminierend.

Ab sofort heiße ICH Negerkalle!

Viel cooler als JosFritz und gerade frei geworden :)

Samstag, 14.03.09 22:40
 

bei deiner digitalen reputation lässt sich da noch viel mehr herausholen ;)

Sonntag, 15.03.09 23:26
 

also ich würd mal sagen,bleib mal aufm teppich!!sei froh das es so viele studenten gibt die ihr geld bei dir vertrinken und bei dir arbeiten!

PartyPeter
Montag, 16.03.09 09:00
 

... :D ... Selten so viel und ausgiebig gelacht. Erstaunlich wie der "halbstarke Karl-Heinz" so nen Laden auf die Beine gestellt hat. Da wird ihm sicher jemand bei geholfen haben, oder?
...
"Aber, ohne, dass ich eingebildet bin: Der Mann könnt mir nix lernen. Was soll der mir lernen?" (hmmm ob dem guten Herrn Rach da nicht noch der eine oder andere Tip einfiele?)
...
Da hats schon tolle Zitat-Steilvorlagen. Respekt an den Interviewer und Autor (David), das er immer sachlich bleibt und nicht polemisiert. Der Typ (KarlHeinz) ist halt wohl genauso wie er sich hier darstellt. Man sieht ihn sonst ja kaum, aber wieso auch. Vielleicht läufts deswegen so gut ;).
Da scheinen die anderen 70 Leute im Hintergrund (auch) nen ziemlich guten Job zu machen.
Mir gefällts jedenfalls im Tacheles, obwohl ich selbst ziellos rumstudiere :D ! Hoffentlich bleibt's so lustig.
...
Kleiner Verbesserungsvorschlag für den "Charles Bronson von der Bischofslinde" (direkt von Meister Rach): Bring doch mal deine Sanitäranlagen in Schuss !!!

... ,Was studiert ihr alle für nen Mist?' ... (Gute Frage) :D

Mittwoch, 18.03.09 16:03
 

kallis soziales engagement hat einen orden (am besten einen, der auch als statussymbol anerkannt ist) verdient. holt er doch die ziellos rumstudierenden kampftrinker von der strasse weg! ein traum!

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