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Studenten protestieren gegen Überwachung

Im Rahmen der Aktionswoche "Gegen Überwachung – Für BürgerInnenrechte" organisierte der Arbeitskreis Bürgerrechte gestern Abend eine Kundgebung auf dem Rathausplatz. Eine anschließende Spontandemo sorge für Verkehrschaos auf der KaJo. Tobias hat sich das Ganze angesehen und mit Polizei und Demonstranten gesprochen.

Demo

"Ich habe auf mehr Menschen gehofft“, sagt U-Asta-Mitglied und Mitveranstalter Philipp Krause. Seine Erwartung von 400 Teilnehmern wird nur zur Hälfte erfüllt. Ursprünglich als Podiumsdiskussion geplant, musste das Programm der Aktionswoche kurzfristig geändert werden. Der Informationsstand auf dem Rathausplatz zieht neben Unterstützern immerhin einige Passanten an. Aber vielleicht löst auch nur das große Polizeiaufgebot Schaulust aus. Dieses versperrt unter der Leitung von Harry Hochuli, dem Leiter des Polizeireviers Nord, präventiv die Ausgänge vom Rathausplatz.

Um 18.30 Uhr beginnt die eigentliche Veranstaltung. Die Redner, unter anderem Philipp Krause und Jonathan Nowak, thematisieren neben der Videoüberwachung in Freiburg auch die Vorratsdatenspeicherung, die Beschneidung der Versammlungsfreiheit und die zunehmenden Restriktionen in der Innenstadt.

In Hinblick auf das Fahradverbot auf der KaJo und auf das Alkoholverbot im Bermudadreieck äußern die Redner ihre Befürchtungen, dass Treffpunkte wie der Stühlingerpark und die Sternwaldwiese als nächstes an der Reihe seien. Anstatt die Symptome zu behandeln, müsse man die Grundprobleme bekämpfen - Jugendlichen beispielsweise sinnvolle Beschäftigungsalternativen bieten. Ein monologartiges Hörspiel, das wohl Angst vor einem totalitären Polizeistaat schüren sollte, animierte einige Besucher eher zum Schmunzeln.



Unter den Zuschauern befand sich auch Stadtrat Sebastian Müller (Junges Freiburg). Er äußerte Besorgnis über die Erstellung von Bewegungsprofilen. „Es ist doch dramatisch, wenn man verfolgen kann, wer sich wann wo aufgehalten hat."

Nach einer knappen halben Stunde bitten die Veranstalter vom Arbeitskreis die Anwesenden, nach Hause zu gehen und beenden die Kundgebung mit den Worten: "Wir hoffen, dass wir uns in einem Freiburg wiedersehen, das durch Freiheiten besticht und nicht durch Verbote." Kurz darauf formiert sich jedoch ein laut trommelnder Zug von Demonstranten, der über die KaJo marschiert und am Bertoldsbrunnen Halt macht. Dort blockiert der Protestzug den Straßenbahnverkehr und ruft Parolen wie "Wolfgang Schäuble, Terrorist" und "Wir sind alle 129a!" (§ 129a: Bildung terroristischer Vereinigungen). Da es an eindeutigen Plakaten und Schildern mangelt, bleibt vielen Passanten trotzdem schleierhaft, wogegen hier demonstriert wird.

Demo

Aufgrund unzureichender Absprache einigt man sich erst um 19.45 Uhr auf eine Route. Die Spontandemo bewegt sich über die Rempartstraße zur Universität. Hinter dem Umstand, dass die Protestler keinen Versammlungsleiter stellen wollten, vermutet Revierleiter Harry Hochuli die Angst vor polizeilicher Verfolgung. "Dabei haben wir heute nicht einmal Personalien aufgenommen."

Als vor dem Stadttheater kein weiterer Aktionsplan zustande kommt ("Anscheinend funktioniert ihr basisdemokratisches Abstimmungsverfahren nicht", so Hochuli), ordnet er die Auflösung der Versammlung an.

Insgesamt bewerten beide Seiten die Demo im Nachhinein als friedlich und so verabschiedet sich Hochuli sogar per Handschlag von einigen Demonstranten - nicht ohne noch schnell seine Meinung Kund zu tun: "Mir stinkt auch vieles. Ich würde sogar auf die Straße gehen, wenn ich dafür Zeit hätte und nicht ständig bei anderen Protesten mitlaufen müsste."








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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 57
Freitag, 14.11.08 15:18
 

in london gibts zig tausende kameras, und keinen störts.
im gegenteil, durch die ganzen messerstecherein bringen diese ein wenig gefühlte sicherheit.

gibt also auch ein paar vorteile, wobei ich natürlich auch nicht in einer rasterfahnung mittels kamera und gesichtscannung quer durchs land verfolgt werden möchte...
oder sonst irgendwie ^^

Freitag, 14.11.08 15:37
 

Dazu gab es einen schönen Vortrag von Großmeister Hefendehl. Waren aber nur 30 Leute da, kam wahrscheinlich grade Antonella im Fernsehen. Ich könnte präzise referieren was er erzählt hat, aber ich will meinen Nerven Kommentare der Art "Gut, der Hefendehl ist zwar einer der meistzitierten Kriminologen in Deutschland, aber ich glaube trotzdem dass kameras Sicherheit bringen. Des isch au mehr so ne Sache vom Gerechtigkeitsgefühl" ersparen.

Freitag, 14.11.08 15:48
 


Hm, ich sollte wohl mal wieder häufiger das u- asta ansteuern. Das Ganze ist leider komplett an mir vorbeigegangen. Würde mich nicht wundern, wenn es anderen auch so ging, wenn ich die Teilnehmerzahl betrachte.

Freitag, 14.11.08 15:58
 

Ist mir auch entgangen.

Schwache Propaganda.

So wird das nichts mit der Revolution.

Freitag, 14.11.08 16:29
 

jaja, die generalmobilmachung...wenn ich da an die versuche zurückdenke, die studis gegen die studiengebühren zu mobilisieren, scheinen immer noch nichts dazugelernt zu haben...

Freitag, 14.11.08 16:31
 

@ Blechle:

Die Messerstechereien in London haben in diesem Ausmaß erst nach der Einführung bzw. parallel dazu die heutigen Ausmaße angenommen.

@ Lumpi:

Würde mich schon interessieren.

Allerdings sollte man immerhin in Erwägung ziehen, dass die konkreten Überfälle in U-Bahnen zwar durch die Kamera-Überwachung nicht verhindert wurden und ergo zumindest für die konkreten Opfer natürlich keinen Sicherheitsgewinn mehr gebracht haben. Es lassen sich auch bestimmt nicht alle Gewalttäter abschrecken, da viele schlicht zu dumm, zugedröhnt oder gleichgültig sind, die strafrechtlichen Konsequenzen zu bedenken, oder so clever, sich mit ihren Kapuzenshirts und Mützen zu vermummen.

Ich könnte mir aber trotzdem vorstellen, dass sich unterm Strich viele potentielle Gewalttäter durch Kameras abschrecken lassen.

Außerdem ist auch ein falsches Sicherheitsgefühl besser als gar nichts, da Menschen, die sich subjektiv sicher fühlen, selbstsicherer auftreten und nicht so schnell zu Opfern werden.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich halte eine Kameraüberwachung von neuralgischen Bereichen wie Bahnhöfen, Zügen oder Busbahnhöfen, sofern hier strenge Datenschutz-Grundsätze (Löschen der Bänder nach kurzer Zeit etc.) für durchaus vertretbar.

Besser wäre aber eine stärkere Polizeipräsenz - und ich meine ausdrücklich nicht mehr schwarze Sheriffs, die sich ausschließlich durch Langzeitarbeitslosigkeit qualifiziert haben und jetzt Blockwart spielen dürfen.

Genau diese verstärkte Polizeipräsenz - und nicht etwa das unsägliche Alkoholverbot in der Altstadt - hat ja in Freiburg auch durchaus Wirkung gezeigt.

the mza
Freitag, 14.11.08 16:47
 

dass schnelles hefe der meistzitierte kriminologe deutschlands sein soll, bezweifle ich (stark), nichtsdesotrotz isser n guter...

Freitag, 14.11.08 17:09
 

@ mza:

Jo, das dürfte eher der Pfeiffer in tausend Gassen sein.

Freitag, 14.11.08 17:24
 

Sorry, habe den Artikel im falschen Thread gepostet:

"Durch Wände und Kleider sehen

Susanne Härpfer 27.10.2008
Der jetzt heiß diskutierte "Nacktscanner" ist eine Technik, die von der Bundesregierung und der EU schon seit Jahren gefördert wird
Zwar beteuert Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, er sei gegen den Einsatz der Durchleuchter an Flughäfen. Gleichzeitig fördert jedoch die Bundesregierung die Entwicklung dieser Technik mit € 29 Millionen. Ein bisschen viel für eine Technik, über die behauptet wird, man wolle sie nicht einsetzen. Nicht einzelne, enthemmte Wissenschaftler forschen im Verborgenen an der Terahertz-Technik. Vielmehr geschieht dies mit ausdrücklicher [extern] Unterstützung des Bundesforschungsministeriums (BMBF). Also entweder gibt es einen Dissenz zwischen dem Bundesinnenministerium und dem Bundesforschungsministerium, oder der Bundesinnenminister sagt nicht die ganze Wahrheit.

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Die [extern] Projekte laufen unter den Code-Namen TEKZAS, TeraCam, TeraTom, THZ und andere. Diese Spezialkameras sollen gefährliche Materialien aufspüren – chemische, biologische, nukleare und konventionelle Sprengstoffe entdecken. Diese kündigte das BMBF im Januar dieses Jahres an.

Die Terahetz-Technik basiert darauf, dass jeder und alles bestimmte elektromagnetische Wellen erzeugt. Das Spektrum liegt zwischen Infrarot und Mikrowellen. Aufgrund der individuellen Handschrift der Wellen, werden Menschen, Waffen und Sprengstoffe unterschieden und dies selbst durch Wände.

Doch die Dimension der Anwendungsmöglichkeiten ist noch viel größer: Im Spielfilm "Staatsfeind Nummer 1" werden Will Smith und Gene Hackman gejagt, weil sie zuviel wissen. Verstecken unmöglich, denn der Nachrichtendienst kann durch Wände sehen, ihre Bewegungen selbst in Hochhäusern verfolgen. Bald könnte aus dem Spielfilm Realität werden, denn die Europäische Kommission hat bereits im Jahr 2004 im 6. Forschungsrahmenprogramm [extern] RADIOTECT (Ultra Wideband Radio Application for Localisation of Hidden People and Detection of Unauthorised Objects) angekündigt. In dem vertraulichen EU-Papier, das der Autorin vorliegt, heißt es in der Projektbeschreibung, es gehe darum, Menschen, die sich versteckt halten, aufzuspüren.

Unter dem Namen [extern] PROBANT wurde dann 2005 offiziell im 7. Forschungsrahmenprogramm eine vergleichbare Technik auf der Homepage der Europäischen Kommission angekündigt. Im Kontext des Antiterrorkampfes soll die Technik erprobt werden. Unter der Leitung der französischen Société d'Applications Technologiques de l'Imagerie Micro-Onde (Satimo) soll ein Konsortium von fünf Partnern aus drei Ländern die Technik erproben. Mit dabei: eine holländische Universität und zwei [extern] Polizeibehörden.

Satimo-Entwicklungsmanager Luc Duchesne antwortete auf Aufrage der Autorin im September 2005: "Das Projekt ist noch nicht offiziell genehmigt. Wir befinden uns noch immer in Verhandlungen mit der Europäischen Kommission. Daher werde ich Ihre Fragen im September oder Oktober beantworten." Es kam der Dezember 2005 und Herr Duchesne antwortete auf Nachfrage der Autorin: "Wir verhandeln noch immer." Aber im Februar 2006 bestimmt. Wir ahnen es. Es verstrich der Februar 2006, es wurde Juni 2006, Oktober 2006, und stets lautete die Antwort des Monsieurs gleich. Selbst als die Autorin im Frühjahr dieses Jahres für STERN online fragte, änderte sich nichts.

Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Autorin aber bereits über die Bestätigung des Projekts durch Dr. Joaquim Fortuny-Guasch vom Institut für Bürger-Schutz und Sicherheit des Joint Research Centers (JRC) in Italien: "PROBANT ist ein Zwei-Jahres-Projekt, das durch die Europäische Kommission gefördert wird. Ziel ist es, Bewegungen und Verhalten von Menschen hinter Mauern zu verfolgen. Hauptanwender dieser Technik wird die Polizei sein."

Seltsam, dass erst jetzt, drei Jahre nach der Ankündigung auf der Homepage der Europäischen Kommission, das Europaparlament mehr Aufklärung verlangt. Schließlich lag sogar schon eine ethische Unbedenklichkeitserklärung in der Schublade. Die Tübinger Ethikerin [extern] Regina Ammicht-Quinn hatte 2007 auf 25 Seiten der Überwachungstechnik [extern] ihren Segen erteilt. Dennoch erhält sie unter den Codenamen Theben und Terasec weiterhin Geld vom Forschungsministerium für [extern] Sicherheitsethik. Fünf Terahertzforschergruppen soll sie begleiten und Ethikfragen ergründen.

Die Aufregung kommt zu spät

An alles ist also offenkundig gedacht. Nur nicht an die Gesundheit. Plötzlich soll innerhalb von drei Monaten geprüft werden, welche möglichen Gesundheitsgefahren die Geräte haben können. Dies ist kaum zu leisten. Immerhin kündigten die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, die Universität Würzburg und die Uni Braunschweig jetzt an, sich einmal über dieselbe Frage Gedanken machen zu wollen. Das Ergebnis steht allerdings schon heute fest: unbedenklich sei die neue Technik. Dennoch werde man Tests durchführen, das Resultat dann in 1,5 Jahren [extern] verkünden

Etwas anderes ist vermutlich in Wahrheit auch gar nicht gewünscht. Denn die Technik ist – wie zuvor schon in anderen, vergleichbaren Fällen – jetzt nur noch schwer rückholbar. Die Aufregung um die Nackt-Scanner kommt zu spät. Wer es wirklich hätte verhindern wollen, hätte vor Jahren politischen Druck machen müssen. Seit zu langer Zeit wird längst weltweit mit zu vielen Wissenschaftlern und Millionen bis Milliarden Euro daran geforscht, wie aus der bloßen Technik viele Anwendungen entwickelt werden können, die sich verkaufen lassen.

In Deutschland gibt es mittlerweile an der Universität Bochum einen eigenen Lehrstuhl. Auf der Dritten Fraunhofer Konferenz "Future Security" ([local] Die Juwelen der Sicherheit) Mitte September dieses Jahres in Karlsruhe wurde die Technikspezialisten vorgestellt – eingebettet in den Kontext, in dem sie angewendet werden soll: Gebäude-Überwachung und -Security; und natürlich nicht unter dem griffigen Namen Nackt-Scanner. Fachleute für Explosiv- und andere Gefahrstoffe sowie Statik- und Bau-Experten präsentierten ihre Erkenntnisse. Dieses Mal fehlte allerdings der Hinweis auf die Satellitentechnik Galileo, die auch zum sogenannten indoor-tracing eingesetzt werden kann und soll, also dem Verfolgen innerhalb von Gebäuden. Auf der Zweiten Fraunhofer Konferenz gab es diesen [extern] Hinweis noch.

Versteckte Menschen aufspüren, daran arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Slowakischen Republik gemeinsam mit der Vrije Universität Brüssel, der Technischen Universität Delft sowie Unternehmen aus Litauen, der Slowakei, Schweden und Deutschland. Bislang werden die Kosten auf 2,3 Mio. Euro geschätzt. Diese hochsicherheitsrelevante Forschung hat Vorläufer: Unter Bezeichnungen DEMINE und DEMAND des 4. und 5. Forschungsrahmenprogramms, also bereits vor sechs Jahren, nämlich 2002, wurde an der Technik gearbeitet, die heute für soviel Furore sorgt. Der Einsatzzweck klang damals harmlos: neuartige Georadargeräte mit Metalldetektoren und Biosensoren. Was damals Minen sichtbar machte, zieht heute Menschen aus, und nur der Name Nackt-Scanner sorgt für Empörung. Die Technik ist aber dieselbe. Und wer nicht hellhörig wird, wenn unter komplizierten Namen im Kleingedruckten der EU eine neue Technik vorgestellt wird, die auch zur Überwachung aller eingesetzt werden kann, sieht die Anwendung erst, wenn Fotos gezeigt werden. Das war schon bei den biometrischen Sicherheitssystemen so, auf die die Autorin im "Spiegel" 1989 hingewiesen hat. Die politische Aufregung kam fast 20 Jahre später.

Vermisste bergen, Menschenleben retten, das klingt gut, dafür geben wir alle gern unsere Zustimmung. Und so wurden nur wenige misstrauisch, als unter der Codenummer COOP-CT-2006-032744 Radiotect bei der Europäischen Kommission registriert wurde. High-Tech-Unternehmen und Institute aus Schweden, Großbritannien, Belgien, Österreich, Italien, Spanien bis hin zu Erfurter Firmen schlossen sich zusammen und dachten über Anwendungen nach im Bauwesen, Lebensmittelindustrie, Landwirtschaft, Biotechnologie, Medizin, Umweltschutz, betriebliche Abläufe, Transportwesen, vor allem aber für Überwachungs- und Sicherheitszwecke. Und so wundert es nicht, dass sich in Erfurt Beamte mit der Entwicklung des neuen Einsatzmittels beschäftigen.

Feuerwehrleute [extern] freuen sich seit zwei Jahren in internen Foren über die Möglichkeit, durch Wände sehen zu können. Wer will nicht einen Brandherd von außen beurteilen können. Auch Rettungskräfte könnten Verschüttete leichter bergen. Mit solchen positivistischen Begründungen lässt sich eine breite Unterstützung durch viele mögliche Anwender aufbauen.

Verschwiegen wird dabei die betriebswirtschaftliche Komponente. Solche Technik rechnet sich nur, wenn sie von Militär und Polizei genutzt wird. Denn die Entwicklung verschlingt Millionen bis Milliarden, zumal wenn in jedem Land das Rad neu erfunden, Arbeit doppelt gemacht wird. Natürlich wird auch in den USA die Technik seit langem entwickelt ([local] Die Stadt und ihre Gebäude sollen zum Panopticon werden).

Das doppelte Gesicht der Technik

So unterschiedliche Medien wie der [extern] Telegraph und "Welt der Wunder" brachten vor zwei Jahren die Meldung, Chris Phillips vom Imperial College arbeitet in London an einem anderen Ansatz, durch Wände zu sehen. Gemeinsam mit Dr Mattias Beck von der ETH Zürich und Prof. Jerome Faist von der Universität Neuchatel bastelt er quasi an der umkehrbaren Tarnkappe ([local] Ich sehe, dass du mich nicht siehst). Faist sprach Anfang April dieses Jahres mit der Autorin über seinen fast esoterischen Ansatz. Demnach sind Dinge sichtbar durch die Art, wie ihre Atome mit einem Lichtstrahl interagieren. "Wenn der Lichtstrahl, eine elektromagnetische Welle, auf ein Atom trifft, dann absorbieren die Elektronen mit dem niedrigsten Energiezustand die Energie der Welle und kommen so zu einem höheren Energiezustand", erläutert der Wissenschaftler auf Anfrage. Nur das Licht mit der richtigen Farbe, das nämlich, das korrespondiert mit der Energiedifferenz zwischen den beiden Zuständen, werde absorbiert, alle anderen Farben passieren. Was so kompliziert klingt, ist nicht weniger als die Widerlegung einer These Albert Einsteins. Faist erklärt seinen Ansatz: "Ein Elektron kann davon abgehalten werden, ein Teilchen Laser zu absorbieren und auf ein höheres Energieniveau zu springen, wenn ein zweiter Laserstrahl dazu benutzt wird, die beiden Energielevel mit einem dritten zu verbinden." Verblüffendes Ergebnis der eidgenössischen Harry Potter-Versuche: Die künstlichen Atome wurden gegenüber einem Strahl durchsichtig.

Mit der neuen Technik ist es möglich, Wundermaterialien zu entwickeln, die quasi perfekte Stealth-Eigenschaften besitzen – also Dinge zu verbergen. Und so ist eine neue Rüstungsspirale längst in Gang gesetzt: Die Technik ermöglicht es zwar einerseits, u.a. verborgene Waffen aufzuspüren. Aber andererseits können durch dieselbe Technik neue Waffen und Militärausrüstung aus Materialien entwickelt werden, die nicht aufspürbar sind.

Ironie der Geschichte: Ausgerechnet der Flüchtling Albert Einstein und seine Theorie bzw. die Widerlegung derselben soll jetzt u.a. dabei helfen, Flüchtlinge aufzuspüren. Denn mit Hilfe der neuen Technologien – sei es Terahertz, sei es Laser, könnten z.B. Flüchtlinge in LKWs, Containern, etc. aufgespürt werden. So ist auf der Homepage der Europäischen Grenzschutzbehörde [extern] FRONTEX unter dem Kapitel Forschung und Entwicklung zu lesen, man teste die Entwicklung neuer Algorithmen, um durch Wände sehen zu können. Als die Autorin den FRONTEX-Direktor Ilkka Laitinen im Februar dieses Jahres auf dem Europäischen Polizeikongress danach fragte, hieß es, er kenne das Projekt PROBANT nicht: Gut möglich, dann heißt es eben anders.

Das Strickmuster kennen investigative Journalisten: als vor einiger Zeit nach dem Napalm-Einsatz gefragt wurde, kam ein Dementi. Später stellte sich heraus, eine Substanz, die Napalm entspricht, wurde natürlich eingesetzt, nur der Verkaufsname geändert. Und so ist auch erklärlich, weshalb so viele unterschiedliche Ressorts zuständig sind: Bei der Europäischen Kommission sind es die Abteilungen Informationsgesellschaft, aber auch Justiz und Sicherheit, Forschung, Umwelt und viele andere mehr. Ebenso vielseitig, die Anzahl der Projektnamen für Nackt-Scanner, auch wenn sie alle auf demselben Prinzip basieren. PROBANT, RADIOTECT, DEMINE, TEKZAS, TeraCam, TeraTom, THZ, etc. – wer soll da noch durchsteigen?

Wenn die optische Wohnraumüberwachung genehmigt ist, wird sie auch schon obsolet sein, denn dann brauchen Polizisten nicht mehr einzubrechen und Kameras zu installieren, dann können die Polizisten von außen durch Wände gucken – Terahertz sei dank. Einen Terroranschlag mit Geiselnahme wird es bestimmt wieder geben, und dann werden sich alle freuen, über die Möglichkeit, durch Wände zu sehen. Für solche lebensrettende Maßnahmen wird es bestimmt eine breite Zustimmung unter den Abgeordneten geben.

Und so macht plötzlich auch das angebliche Dementi Wolfgang Schäubles Sinn. "Natürlich wird ein solches Instrument in Deutschland nicht eingesetzt, wenn es solche Bilder produzieren sollte", sagte er. Ein Dementi klingt anders. Denn dann werden die fraglichen Geräte eben andere Bilder erzeugen – oder gar keine öffentlich sichtbaren. Denn der eigentlich interessante Ansatz der Nackt-Scanner ist aus Security-Sicht sowieso der, durch Wände sehen zu können. Und das bekommt der Bürger nicht mit. Und bekanntermaßen gilt: Was man nicht weiß,...

Wer Schäuble genau [extern] gelesen hat, bemerkt, in Wahrheit kritisierte er gar nicht die Technik, das wäre ja auch überraschend gewesen. Im Gegenteil, die technischen Möglichkeiten elektrisierten ihn. Der Bundesinnenminister kritisierte vielmehr die ungeschickte PR des Bundesverkehrsministeriums, die für den möglichen Einsatz auf Flughäfen zuständig seien.

Auch ist die angebliche Empörung und Überraschung über die Nackt-Scanner keineswegs einhellig. Der CDU-Abgeordnete Gerald Weiß [extern] verkündet stolz, dass in seinem Kreis Groß-Gerau das BMBF eben diese Terahertz-Echtzeit-Kamera fördert - für Anwendungen in der Sicherheitstechnik (TEKZAS) "zur Personenkontrolle". Das war im Juli."

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29010/1.html

Freitag, 14.11.08 17:26
 

@ the mza: Weil er das nicht ist habe ich "einer der" geschrieben.
@ Jos Fritz: Hefendehl sagt Gewalttäter würden nachweislich überhaupt nicht von Kameras abgeschreckt. Für alle Deliktsgruppen wären die Erfolge in Großbrittanien so gering, dass sie noch im Bereich der zufälligen Schwankungen der Kriminalitätsrate (die gerne ignoriert würden) lägen. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Art und Weise in der konkrete Orte als gefährlich empfunden werden und ihrer tatsächlichen Gefährlichkeit. Auch ist es so, dass die Bevölkerungsgruppen, die am wenigsten von Kriminalität betroffen werden (Frauen, Alte) die meiste Angst haben. Hefendehl findet und hier kann man sicherlich anderer Meinung sein, dass man diese unbegründeten Ängste nicht durch symbolische Maßnahmen verkleinern muss. Wer in der Stadt lebt macht sich klar, dass seine Ängste unbegründet sind oder er muss mit ihnen leben. Ich persönlich mag den Ansatz, aber wie er als Strafrechtler, der er ja nun auch ist, diesen Spagat hinbekommen will ist mir bisher nicht klar.

Freitag, 14.11.08 17:33
 

Der Londonvergleich ist jawohl 'n Witz. Dieses feine, kleine Freiburg sollte mal aufpassen, dass nicht bald auf einen Einwohner ein Polizist kommt. Lächerlich, dieses Sicherheitsbedürfnis - bei der Kriminalitätsrate!
(Ich kann's jedenfalls nicht nachvollziehen. Bleibt nur zu vermuten, dass das Freiburger Völkchen ein besonders ängstliches ist...)

Im Ernst, habe schon in manch größerer deutschen Stadt gewohnt aber so präsent wie hier hab ich die Kavallerie noch nirgends erlebt! Und ich persönlich fühle mich weder durch deren soldatische Herumsteherei, noch durch all die möglicherweise irgendwo herumfliegenden Videoaufzeichnungen meiner Person sicherer.

Ein Gutes hat's jedenfalls: Die Terrorausrüstung (Schlagstock&Co), die da gestern die Rathausgasse säumte, ließ mich doch aufmerken und den Ursprung der erhöhten Alarmstufe suchen - so fand ich denn die Kundgebung und hatte spontan das Vergnügen teilzunehmen :)

Freitag, 14.11.08 17:46
 

Also so wie Du das nachvollziehbar referierst, klingt der Ansatz für mich überheblich und zynisch bis menschenverachtend.

Ich bezweifle im übrigen, dass sich die Aussage so pauschalisierem läßt, dass Frauen und Alte nur subjektiv gefährdet sind.

Papier ist bekanntlich geduldig:

Natürlich sind wahrscheinlich Dreiviertel der Opfer (wie die Täter) von Gewalttaten männlich und adoleszent.

Weil Omas und Opas und Frauen sich einfach normalerweise nicht (allein) in gefährliche Situationen begeben und selten im Bermuda-Dreieck Samstagnacht um drei unterwegs sind, ist das nur logisch.

Aber was bringt das der Oma, die in einem kriminellen Stadtteil wohnt und sehr berechtigte Angst hat, Opfer von Handtaschenräubern und dabei erheblich verletzt zu werden, wenn 5 mal mehr Jugendliche abgezogen als Alte beraubt werden?

Empfiehlt der Herr Professor Wegzug?

Im übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass der Professor es sich leisten kann, bestimmte Gegenden zu meiden, wo ihm etwas passieren könnte. Ansonsten wäre er nämlich mit seinem DDR-Jüppchen und dem überlegenen Dauergrinsen eines der ersten Opfer.

Ganz objektiv und real.

lou
Freitag, 14.11.08 19:41
 

@ karoass,
ganz unabhängig von der Kamerageschichte, zu der ich jetzt nicht Stellung nehmen will: Freiburg hat eine relativ hohe Kriminalitätsrate, bei der Jugendkriminalität meines Wissens nach sogar die höchste Baden-Württembergs.
Natürlich ist man hier sehr sicher unterwegs und beklagt sich auf hohem Niveau, wenn man über Kriminalität spricht, man darf aber Straftaten und Opfer, die darunter leiden, nicht relativieren, auch wenn es nicht so viele sind wie anderswo.

Eine erhöhte Polizeidichte kann ich hier sowohl von den Fakten her als auch subjektiv eigentlich nicht feststellen. Streifenwagen sieht man im Freiburger Alltag im normalen bis eher unterdurchschnittlichen Ausmaß, wir haben zwei Polizeireviere und ein paar kleine Polizeiposten; normal also für 220.000 Menschen. In den Nachtstunden kann man in den Bezirken außerhalb der Innenstadt und den umliegenden Gebieten nur relativ selten Polizei antreffen.

Das die Polizei bei Demonstrationen hier sehr und vielleicht auch manchmal übermäßig präsent ist, damit hast du recht, das begründet sich auf diverse "Vorfälle" bei anderen, relativ spontanen Demos in der Vergangenheit, die nicht so friedlich abliefen wie die gestern. Von daher muss man diese Maßnahme leider begrüßen, auch wenn ich kein Freund von viel Überwachung bin.

Freitag, 14.11.08 20:18
 

"Aber was bringt das der Oma, die in einem kriminellen Stadtteil wohnt und sehr berechtigte Angst hat, Opfer von Handtaschenräubern und dabei erheblich verletzt zu werden, wenn 5 mal mehr Jugendliche abgezogen als Alte beraubt werden?"

Nichts. Kameraüberwachung bringt ihr aber auch nichts, weil die KEINERLEI kriminalpräventiven Effekt hat.

"Empfiehlt der Herr Professor Wegzug?"

Ich weiß nicht, ob der Herr Professor Wegzug empfiehlt, ich würde es jedem empfehlen, der nicht bereit ist um der höheren Lebensqualität in der Stadt willen auch ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen.

Freitag, 14.11.08 20:24
 

"Ich weiß nicht, ob der Herr Professor Wegzug empfiehlt, ich würde es jedem empfehlen, der nicht bereit ist um der höheren Lebensqualität in der Stadt willen auch ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen."

****************************************************

Na prima!

Also sollen Oma und Opa, die im Stühlinger seit 50 Jahren wohnen, jetzt umziehen, wenn sie keine Opfer werden wollen?

Ist es nicht eher die Aufgabe des Staates, Sicherheit zu gewährleisten?

Freitag, 14.11.08 20:35
 

Christus...Der...Staat...gewährleistet...durch...Kameras...aber...keine ...Sicherheit...weil...sie...keine...Wirkung...haben...und...reine...Symbolik...sind.

Freitag, 14.11.08 20:36
 

Christus...Der...Staat...gewährleistet...durch...Kameras...aber keine...Sicherheit...weil...sie...keine...Wirkung...haben...
und...reine...Symbolik...sind.

 

>>"Das die Polizei bei Demonstrationen hier sehr und vielleicht auch manchmal übermäßig präsent ist, damit hast du recht, das begründet sich auf diverse "Vorfälle" bei anderen, relativ spontanen Demos in der Vergangenheit"

Nein, das fing schlicht mit dem Wechsel an der Polizeispitze hin zu PolDir. Ammann 2004 an. Bis dato hatte man Kleindemos wie die am Mittwoch ganz gelassen mit ein paar Beamten begleitet, so dass auch die actiongeilsten Autonomen gar niemand finden konnten, der sie nachher provoziert haben soll.

Dann änderte sich das - da hatte wohl jemand aus Stuttgart neue Instruktionen mitgebracht. von nun an wurde jede Käsedemo mit Kampftruppen begleitet. Das freute natürlich die Autononmensportler, jetzt war endlich auch ein Feindbild da, an dem man sich reiben konnte.

Und gerieben wurde seitdem oft.

Freitag, 14.11.08 20:42
 

Ich...rede...auch...nicht...von...Kameras...wie...du...oben...
nachlesen...kannst...spreche...ich..[..] nicht...von...technischen...Überwachungsmaßnahmen.

Freitag, 14.11.08 20:44
 

Sondern von mehr Polizeipräsenz.

Freitag, 14.11.08 20:46
 

"Das die Polizei bei Demonstrationen hier sehr und vielleicht auch manchmal übermäßig präsent ist, damit hast du recht, das begründet sich auf diverse "Vorfälle" bei anderen, relativ spontanen Demos in der Vergangenheit"

Nein, das fing schlicht mit dem Wechsel an der Polizeispitze hin zu PolDir. Ammann 2004 an. Bis dato hatte man Kleindemos wie die am Mittwoch ganz gelassen mit ein paar Beamten begleitet, so dass auch die actiongeilsten Autonomen gar niemand finden konnten, der sie nachher provoziert haben soll.

Dann änderte sich das - da hatte wohl jemand aus Stuttgart neue Instruktionen mitgebracht. von nun an wurde jede Käsedemo mit Kampftruppen begleitet. Das freute natürlich die Autononmensportler, jetzt war endlich auch ein Feindbild da, an dem man sich reiben konnte.

Und gerieben wurde seitdem oft."

*************************************************

Das sehe ich genauso.

Freitag, 14.11.08 20:47
 

Oh ja bitte, möglichst hinter jedem Baum hinter dem sich jemand zum Kiffen versteckt-bevor noch jemand aktes Angst bekommt.

Freitag, 14.11.08 20:48
 

altes

Freitag, 14.11.08 20:52
 

Versteckst Du Dich zum Kiffen hinter Bäumen?

Da gibt es doch wirklich schönere Plätze.

Im übrigen sind nicht alle "Alten" beschränkt.

Die Leute haben Angst vor Überfällen, und nicht vor Kiffern.

Ich habe nichts gegen Polemik, aber wenn, dann bitte etwas treffsicherer.

Freitag, 14.11.08 21:26
 

Ich kiffe gar nicht, aber ich bin für eine vollständige Entkriminalisierung der BtM-Delikte. Und doch, die Leute haben auch Angst vor Kiffern, Junkies, Punks usw. Darüber hinaus: es gibt in Freiburg Menschen, die Angst vor Überfällen haben? Krank.

Freitag, 14.11.08 21:29
 

Angesichts der Tatsache, dass uinsere Omas und Opas die größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte sind kann man auch fragen, bis zu welchem Grad die schutzwürdig sind. Sollen froh sein, dass sie so selten angespuckt werden.

Freitag, 14.11.08 21:33
 

huch...
wenn du kiffen würdest, würd ich dich jetzt fragen, ob du grad was ziemlich schlecht gestrecktes geraucht hast

Freitag, 14.11.08 21:49
 

Lumpi, nix für ungut, aber ich glaube, bei Dir muss mal der professionelle Therapeut ran, möglicherweise muss man auch mit Medikamenten eingreifen. Du scheinst an manischen Depressionen zu leiden.

Das können wir hier leider nicht leisten.

Freitag, 14.11.08 21:56
 

Ah stimmt, inzwischen dürfen wir unsere Massenmörder wieder lieben, ist ja auch ein paar Jahre her, Schwamm drüber und ordentlich Weihnachtsgeld gab`s auch immer. Fühl Dich herzlich ausgelacht.

Freitag, 14.11.08 22:02
 

Es ist ja sehr bedauerlich, dass Du anscheinend einer Familie von Massenmördern entsprungen bist, aber dass ist auch in Deutschland doch eher ein Einzelschicksal.

Aber ich glaube eher nicht, dass Du in der letzten Zeit mal herzlich gelacht hast.

Und mein Rat an Dich, Dir professionelle Hilfe zu suchen, ist durchaus ernst gemeint.

So wie Du Dich hier äußerst, bist Du ein sehr trauriger und einsamer Mensch, der mit seiner Lebenssituation völlig überfordert ist.

Sowas kann übel enden.

Freitag, 14.11.08 22:06
 

Wenn Du Dich nicht berufen fühlst mir zu helfen, solltest Du Ferndiagnosen, von denen jeder professionelle Therapeut Abstand nimmt, erst recht vermeiden (

Freitag, 14.11.08 22:06
 

Wenn Du Dich nicht berufen fühlst mir zu helfen, solltest Du Ferndiagnosen, von denen jeder professionelle Therapeut Abstand nimmt, erst recht vermeiden (

Freitag, 14.11.08 22:07
 

Wenn Du Dich nicht berufen fühlst mir zu helfen, solltest Du Ferndiagnosen, von denen jeder professionelle Therapeut Abstand nimmt, erst recht vermeiden (

Freitag, 14.11.08 22:07
 

(

Freitag, 14.11.08 22:11
 

Nein. Anscheinend spreche ich chinesisch.

Ich fühle mich nicht dazu berufen, Dir zu helfen, weil ich kein Therapeut und erst recht kein Arzt bin.

Aber um einen ersten Eindruck von Deinem Zustand zu vermitteln, tust Du hier ja eine ganze Menge.

Dass Du Dich in Deiner Haut nicht wohl fühlst, vermittelst Du hier ja schließlich ungefragt jedem.

So wirst Du aber nicht weiterkommen.

Freitag, 14.11.08 22:16
 

Meine Antwort steht im Forum, hier wurde sie nicht vollständig angezeigt.

Freitag, 14.11.08 22:19
 

Meine auch.

Freitag, 14.11.08 22:22
 

lumpi, wir haben ja so unsere differenzen, aber der kommentar von 15:37 ist ein sahneschnittchen. ick hab mir beömmelt

Freitag, 14.11.08 23:40
 

...und der Kommentar von 21.29 Uhr und folgende zeigt mir eher, dass da ein ganz verquerer kopf zugange ist, der eher früher oder später der hilfe bedarf. Besser isses.

Samstag, 15.11.08 00:43
 

naja es ist sicherlich überspitzt ausgedrückt aber besonderen respekt kann ich nicht aufbringen für jemanden der business as usual gemacht oder womöglich noch n schönes haus arisiert hat während wir 13% aller russen, 16% aller polen und zwei drittel aller europäischen juden gekillt haben und ihre kunstschätze, armbanduhren und goldzähne heim ins reich geschleppt haben

die deutschen mit n bißchen anstand sind emigriert oder ins lager gesteckt worden, wir sind die nachkommen der idioten und opportunisten. sorry aber ist so

Samstag, 15.11.08 00:49
 

hups warte das war jetzt vielleicht ein schnellschuß ich glaube er meint eigentlich volksmusi

Samstag, 15.11.08 00:49
 

genau lalala, mehr wollte ich auch nicht sagen. und jetzt verabschiede ich mich endgültig, bringt ja nicht so viel, wenn beide seiten sich ständig ärgern müssen. tut mir leid, wenn der eindruck entstanden ist, ich würde mich über gebühr produzieren.

Samstag, 15.11.08 00:57
 

Eines noch: "ein ganz verquerer kopf zugange ist, der eher früher oder später der hilfe bedarf" hier hätte es höchstens "eher früher als später" heißen können. Und wenn du feststellen kannst, dass er der Hilfe bedarf warum willst du ihm dann erst früher oder später Hilfe angedeihen lassen. Ich glaube Du wolltest etwas sagen wie "Sollte eher zu früh als zu spät Hilfe in Anspruch nehmen." Daran, dass an Deiner ungepflegten Ausdrucksweise selbst noch mein verquerer Kopf Anstoß nimmt, kannst Du ablesen, dass in dem Satz wirklich kein Stein auf dem andern ist.

Samstag, 15.11.08 06:32
 

Ich hatte in den letzten Stunden zwar Besseres zu tun (1 Riegeler Landbier nur 3 Euro!), habe mir aber trotzdem noch ein paar Gedanken gemacht:

1. Es war falsch, mich gegenüber Lumpi zu irgendwelchen medizinisch-therapeutisch Ratschlägen hinreißen zu lassen. Das bedaure ich. (Fester Bestandteil des real-sozialistischen Wertekodex: Selbstkritik üben! Bei den Katholiken auch als Beichte bekannt...)

2. Ich kann mich leider bei aller Vaterlandsliebe nicht so mit den Nazis identifizieren wie andere. Immerhin 50 Prozent meiner Vorfahren haben niemals die Nazis gewählt, und 100 Prozent wollten die Juden nicht ausrotten.

Ich bin kein kein Rassist und Faschist, und deshalb nehme ich niemanden in Sippenhaft. Auch nicht mich selbst.

3. Bei allem Respekt:

"die deutschen mit n bißchen anstand sind emigriert oder ins lager gesteckt worden, wir sind die nachkommen der idioten und opportunisten."

Du weißt selbst, dass das Schwachsinn ist:

"Sorry, aber das ist so."

Es sei denn:

Du definierst 98 Prozent der Menschheit (die in dieser Situation sich genauso verhalten hätten, wie es 98 Prozent der Deutschen getan haben) als Idioten und Opportunisten.

Selbst wenn ich Dir da prinzipiell gerne folgen möchte, ist diese Haltung leider sehr sinnlos - selbst wenn man nach eigener Einschätzung zum Guten Rest gehören sollte.

Samstag, 15.11.08 06:36
 

oh hey insomnia krew

ich wollte bloß kucken ob sich jemand aufregt, sorry dass du das jetzt geworden bist :)

Iscariot
Samstag, 15.11.08 07:07
 

...fudder, dein Freund und Helfer!
Dass diese Provinz-Newz-Seite sehr viel Sympathie für die "gewaltbereite Trachtengruppe" aufbringt, beweist nicht nur dieser Artikel, sondern auch die überflüssige Rubrik "Blaulicht"...
rechter Rand des Establishments, jugendnah aufbereitet.

Samstag, 15.11.08 12:52
 

Alles klar, lalala, ich habe schon an der Welt gezweifelt...

Ganz schöner Schock, und das am frühen Morgen ;-)

Samstag, 15.11.08 13:15
 

Dass ich da drauf reingefallen bin, schieb ich mal auf das Riegeler Landbier...

Samstag, 15.11.08 13:18
 

...und auf eine Überdosis Lumpi.

Samstag, 15.11.08 13:19
 

riegeler landbier ist wirklich sehr gut!

Samstag, 15.11.08 13:34
 

Es plöppt so schön...

Samstag, 15.11.08 13:37
 

@ Lumpi:

exfr zweifelt nur an Deinem Verstand, nicht an Deiner Grammatik.

Samstag, 15.11.08 19:53
 

Hey hey hey, mal wieder Nazideutschland am Start, yippee yippee yeah, good old Godwin.

@lalala:
Bin beruhigt, dass Du die Sippenhaft auch nicht gut findest und damit nur Lumpi lumpen wollte, besonders mit der unterschwelligen Anspielung auf die Eugenik. Oder ich hab's nicht kapiert.

Montag, 17.11.08 10:27
 

@ Iscariot
Der Text enthält keine Wertung. Er enthält lediglich eine objektive Schilderung dessen, was geschehen ist.
Ich verbitte mir darüber hinaus jegliche Zurechnung zum "rechten Rand".

Montag, 17.11.08 10:47
 

@ Tobbi:

Wenn ich Iscariot richtig verstanden habe, rechnet er Dich nicht zum "rechten Rand", sondern schon zum "rechten Establishment".

Herzlichen Glückwunsch ;-)

Montag, 17.11.08 16:25
 

Dann bin ich ja beruhigt ;)

Dienstag, 18.11.08 12:41
 

Und um nochmal auf's Thema zu kommen: ich nehme alles zurück!

- mir ist nämlich eingefallen, dass ich auch Angst habe, doch ja: Mir könnte mein Fahrrad gestohlen werden, jederzeit.

Mit dieser Angst lebe ich jeden Tag! *schnief

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