Mobilinga: Sprachen, Poker, Einbürgerungstest
Mobilinga bietet gleich eine ganze Reihe von
Lernsoftware fürs Handy an, die man meistens in einer kostenlosen Grundversion herunterladen kann.
Mit "Business English" kann man zum Beispiel seine Englischkenntnisse aufpolieren. Die Software funktioniert wie das Lernen mit
Karteikarten: Man bekommt eine Frage gestellt, etwa "How do I get to the airport?", auf die man in Gedanken eine Antwort formuliert. Dann kann man die vorgefertigte Antwort abrufen und vorlesen lassen.
War die eigene Antwort richtig, legt man die Frage unter "gelernt" ab. Bei falscher Antwort speichert man die Frage unter "üben", und sie wird später noch einmal gestellt. Die kostenlose
Grundversion hat zwar einige Fragen auf Lager, jedoch kann man als Antwort nur die deutsche Übersetzung abrufen. Die ausführlichere "Classic Edition" kostet 4,99 Euro; die Premiumversion bekommt man für 9,99 Euro.

Es muss nicht immer Englisch sein: Mobilinga bietet auch Reise-Spanisch und
Polnisch an. Prinzip und Preise sind die gleichen wie bei Business English.
Wem Sprachen nicht liegen und wer lieber etwas "Praktischeres" lernen möchte, kann sich am
Pokerkurs versuchen. Dabei kann man im Frage-und-Antwort-Spiel lernen, was ein Drilling oder ein
Royal Flush ist, wie viele Pokerblätter es gibt und welche Wertigkeit diese haben. Sein angesammeltes Wissen kann man danach im
Quiz beweisen. Obwohl es Spaß macht, sich durch den Fragenkatalog zu raten: am Schönsten ist es immer noch, das neuerworbene Wissen bei einer
richtigen Pokerrunde einzusetzen.

Im Moment liegt laut Hersteller die Lernsoftware zum
Einbürgerungstest im Trend. In 300 Fragen rund um die deutsche Geschichte, Politik, Geografie und Gesellschaft kann der
Passanwärter herausfinden, ob er fit für die deutsche Staatsbürgerschaft ist. Wer den deutschen Pass schon hat, der nutzt das Programm einfach zum
Wissenstest rund um Deutschland.

Für alle, die demnächst ihren
Führerschein machen möchten, bietet die Webseite drei Teile mit insgesamt 931 Fragen zur Führerscheinprüfung.
Teil 2 gibt es zum kostenlosen Download. Hier kann man in 172 Fragen alles rund um
Vorfahrt und Hinweisschilder lernen. Besonders gefallen die farbigen Bilder zu jeder Frage, die man bereits aus den "normalen" Lernbögen kennt. Auch bei dieser Version kann man zuerst lernen und dann quizzen.
Firstai.de: Erste Hilfe-Kurs aufgefrischt
Was man zum Führerschein natürlich auch noch braucht, ist ein
Erste-Hilfe-Kurs.
Firstai.de bietet Hilfshinweise zu einer ganzen Reihe medizinischer Probleme, denen man im täglichen Leben begegnen kann: Atemstillstand, Blutungen, diabetisches Koma,
Geburt, Hitzschlag, Rückenverletzung, Schädelbasisbruch, Unterkühlung, Verätzung und vieles mehr.

Zu jedem
Stichwort gibt es eine Reihe an Verhaltenshinweisen für den Notfall. So wird zum Beispiel bei einem
Asthmaanfall empfohlen, die Kleidung des Betroffenen zu lockern, ihn nach vorne gebeugt hinzusetzen und ihn dazu aufzufordern, ruhig zu atmen. Die Software ist natürlich kein Ersatz für einen richtigen Erste-Hilfe-Kurs. Sie kann aber dabei helfen, im Ernstfall nicht in
Panik auszubrechen.
tutor2go: Bio-Nachhilfe vom Handy
Für diejenigen, deren
letztes Schuljahr angebrochen ist und die Biologie als Hauptfach gewählt haben, ist die Software von
tutor2go genau das Richtige.
Sie behandelt alle Themen, die im
Bio-Abi abgefragt werden: Evolution, Ökologie, Stoffwechsel oder Molekularbiologie. Tutor2go wirbt mit über 100 Multiple-Choice-Fragen, einem Glossar und ausführlichen
Grafiken. Wer nicht sicher ist, ob sich die 4,99 Euro pro Themenblock lohnen, kann eine kostenlose
Demoversion ausprobieren.
Fazit
Lernsoftware kann durchaus
hilfreich sein und Spaß machen, und viele Anwendungen gibt es sogar kostenlos. Um das stundenlange Schreibtischhocken und
Bücherwälzen kommt aber trotzdem niemand herum – allein schon, weil die Handysoftware nichts so ausführlich erklären kann wie ein Buch. Und bei der Sprachsoftware gibt es das Problem, dass man die Sätze zwar vorgesprochen bekommt – wie die eigene Aussprache allerdings klingt, sagt einem niemand.
Handy-Lernsoftware kann also höchstens als
Ergänzung und Abwechslung zum richtigen Lernen gelten.
