Arbeit auf Glatteis: Fünf Antworten eines Müllwagenfahrers

David Weigend

Freiburgs Seitenstraßen sind ungestreut und teils von einer dicken Eisschicht bedeckt. Wie können da die Müllwerker ihre Arbeit verrichten? Fünf Antworten von Dirk Pfliehinger (42), der bei der Freiburger Abfallwirtschaft seit 22 Jahren Müllwagen fährt.



Herr Pfliehinger, wie verlief ihr Arbeitstag bislang?

Wir waren in Littenweiler zur Leerung der Mülltonnen unterwegs. In den Querstraßen von Höllentalstraße und Alemannenstraße war es sauglatt. Da geht nur eines: Schrittempo fahren und nach Stellen Ausschau halten, an denen die Reifen greifen können. Denn wir haben keine Schneeketten an den Müllwagen, sondern nur Winterbereifung.

Kamen Sie gar nicht ins Rutschen?

Ein klein wenig, aber nichts Dramatisches.

Wie schafft man es, als Müllwerker mit Tonnen auf Eis in aufrechter Position zu bleiben?

Die Kollegen haben Schneeketten für die Schuhe. Sie funktionieren wie Spikes. Die befestigt man mit einem Gummiband und dann hat man schon einen guten Grip. Vor ein paar Jahren war es allerdings mal so vereist und verschneit, da ging gar nichts mehr.



Was machen Sie mit zugefrorenen Mülltonnen?

Die waren heute öfters ein kleines Problem. Irgendwie kriegen wir die schon auf, aber das macht natürlich zusätzlich Arbeit. Es wäre auch schön, wenn die Leute bei so einem Wetter die Mülltonnen nicht gerade in den tiefsten Schnee stellen, sondern ein wenig an die Seite. Das ist ein furchtbarer Zirkus, die Tonnen da rauszuhieven.

Bekommen Sie mehr Geld, wenn Sie bei dieser Witterung arbeiten müssen?

Nein.

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