Antonella: "Es gibt auch viele Neider"

Katharina Wenzelis

Vor zwei Wochen hat fudder das erste Mal mit Popstarsanwärterin Antonella aus Haltingen gesprochen. Seitdem scheint sie unsere Leser zu polarisieren. Just 4 Girls-Hasser: bitte wegklicken. AntonAddicts: freut euch auf ein brandneues Interview! Die Trapani über den Vorwurf, dass sie nur ausgenutzt wird, Neider aufm Gymi und die Sekt-Feiertruppe daheim.



Hinter Antonella liegt eine schwere Woche. Hatte sie doch vergangenen Donnerstag die schwere Bürde der Bandleaderin zu tragen. Und dann das: Die Bandleaderinnen wurden von den Jurymitgliedern Detlef D! und Loona dazu aufgefordert, ein Mitglied ihrer Band zu wählen, das dann am Ende der Show, sozusagen als Wackelkandidat, für den Rauswurf zur Debatte stand. Antonella hat sich für ihre Mitstreiterin Diana entschieden. Mit der Begründung, dass diese momentan ein wenig abhebe und sich zu einer Einzelgängerin entwickeln würde. Diana durfte bleiben, aber der Zickenkrieg war vorprogrammiert.


Antonella, wie gehst du mit der psychischen Belastung um, der ihr ausgesetzt seid?

Die Entscheidung der letzten Sendung, als ich eine meiner Kolleginnen nominieren musste, bedeutete schon eine Menge Druck für mich. Diese Entscheidung war bis jetzt das Schwerste, was ich bei Popstars machen musste. Ich versuche einfach mit solchen Sachen klarzukommen, uns bleibt ja nichts anderes übrig. Ich spreche viel mit meiner Mutter und dann kann ich das eigentlich ganz gut verarbeiten.



Hast Du Dich mit Diana wieder vertragen?

Wir haben miteinander gesprochen, auch, damit die anstehende Show gut wird. Wir haben uns versöhnt. Ich konnte verstehen, dass sie sauer ist, aber auch sie konnte meine Entscheidung, sie zu nominieren, nachvollziehen. Wir haben uns zusammengerissen und dann war auch wieder alles gut.

Warum treibt die Jury mit euch solche Psychospielchen? Immerhin sollt ihr doch in erster Linie schön singen und euch nicht fertigmachen.

Ich denke, sie wollen mit solchen Aktionen unser Selbstbewusstsein testen und schauen, inwieweit wir hinter unseren Entscheidungen stehen und für bestimmte Dinge einstehen können.



Hast Du das Gefühl, bei Popstars ausgenutzt zu werden?

Nein, das sehe ich überhaupt nicht so. Ich sehe das als meine größte Chance, um in der Musikbranche Fuß zu fassen. Nur durch Popstars kann man so schnell berühmt werden, denn durch dieses Format werden sehr viele Menschen angesprochen. Die Kameraleute wollen uns auch nichts Böses. Sie versuchen uns immer gut darzustellen, damit die Band am Ende Erfolg hat.

Schön, wenn du das so wahrnimmst. Wo schauen deine Eltern und Freunde  eigentlich die Popstars-Sendung an?

Die treffen sich immer alle bei meiner Mama zu Hause, machen einen Sekt auf und feiern dann auch ein wenig zusammen. Natürlich nur, wenn ich weiterkomme.



Gibt's was Neues von deinem Schuldirektor? Stellt er dich doch frei?

Nein, der Direktor bleibt dabei. Meine Mutter musste mich von der Schule abmelden und ich muss dieses Schuljahr wiederholen. Das hat aber auch was Gutes, denn dann kann ich mit meiner Schwester zusammen Abi machen.

Bekommst du eigentlich etwas mit von den Reaktionen deiner Mitschüler?

Ja, durch meine Schwester, sie erzählt mir alles. Eigentlich bekomme ich hauptsächlich positives Feedback. Die Leute kommen zu meiner Schwester und sagen ihr, dass ich toll singen könne und dass sie hoffen, dass ich in die Band komme. Aber in meiner Jahrgangsstufe gibt es auch viele Neider, die alles schlechtmachen. Ins Gesicht sagt mir das natürlich keiner, immer nur hintenrum.

[Fotos © ProSieben/Oliver S.]

Mehr dazu:

Was: Antonella in Popstars - Just 4 Girls
Wann: Heute, 30. Oktober, 20.15 Uhr
Wo: Pro 7