Innenstadt-Gastronomie

Anfang August eröffnet die Freiburger "Mehlwaage" neu

Joachim Röderer

Die "Mehlwaage" an der Metzgerau wird Anfang August nach einem großen Umbau mit einem neuen Konzept wieder eröffnen. Der Freiburger Christof Keller wird das Lokal als Bar-Restaurant führen.

Noch arbeiten die Handwerker. Die Schreiner legen beim beeindruckend großen Barschrank letzte Hand an. Die Stirnholzböden wurden hergerichtet, darauf steht – teils noch eingepackt – das neue Mobiliar. Dazu zählen auch gemütliche schwarze Sofas. Es wird fast alles anders und neu in dem Altstadtlokal. Der 34-jährige Freiburger Christof Keller will mit seinem Team in der "Mehlwaage" mit ihren 130 Sitzplätzen auf zwei Etagen und den rund 80 Plätzen auf dem Freisitz eine regionale und nachhaltige Frischeküche bieten.


Über 100 Bewerbungen für das Objekt

Nicolas und Caroline Maentele von der Eigentümerfamilie berichten, dass sie für das unter Denkmalschutz stehende Objekt nahe dem Martinstor über 100 Pächterbewerbungen auf dem Tisch hatten – darunter jede Menge Systemgastronomien und Bäckereiketten. Den Eigentümern wurde viel Geld geboten. Aber darum sei es ihnen nicht gegangen: "Wir haben uns für Freiburg und für eine nachhaltige Qualität entschieden", so Nicolas Maentele. Christof Keller ist gelernter Gastronom. Er hat im Colombi gelernt, die Hotelfachschule absolviert, danach unter anderem in der Schweiz gearbeitet. In Freiburg hatte er zuletzt den Wiehrebahnhof mitgeleitet. "Seit drei Jahren habe ich von dem Objekt hier geträumt", sagt er. Der umfassende Umbau des historischen Gemäuers ist demnächst abgeschlossen. Die Eigentümer haben auch alle denkmalpflegerischen Anforderungen erfüllt. "Es ist einfach ein ganz besonders Objekt", sagt Nicolas Maentele. Seit 2005 wird das ehemalige Stechhäusle gastronomisch genutzt.

Flammenkuchen gibt’s weiterhin

Der neue Pächter Christof Keller will eine kleine, feine Karte unter anderem mit Schweine- und Kalbschnitzel und frischen Salaten bieten. Die Lieferanten kommen aus dem Schwarzwald. Es gibt auch weiter Flammenkuchen. Ebenso wird Frühstück serviert und Kaffee und Kuchen. Ein erfahrener Barmann mixt Cocktails. Partner ist die Brauerei Ganter, es wird aber auch Jever und Augustiner ausgeschenkt. Abends soll das ausgetüftelte Licht- und Soundkonzept wirken. "Die Mehlwaage soll ein Lokal für alle sein – vom Studenten bis zum Feinschmecker", sagt Nicolas Maentele. Und Fußball wird auch weiterhin gezeigt. Im Erdgeschoss werden die Spiele auf einer Fünf-Meter-Leinwand übertragen. Die "Mehlwaage" wird täglich von 9 bis 24 Uhr offen sein, am Wochenende bis um 3 Uhr.