Anerkennung für Freiburger Filmkunst

Meike Riebau

Die Freiburger Filmemacherszene ist erfolgreich: Ein hiesiges Filmteam unter der Leitung von Reinhild Dettmer-Finke hat in Ungarn einen Preis für eine Dokumentation gewonnen und zwei Freiburger Schüler sind mit ihrem Erstlingswerk für den Jugendfilmpreis nominiert.

"Wie Handschuhe voll Sand. Leben mit ALS." heißt die Dokumentation der Freiburger Filmemacherin Reinhild Dettmer-Finke. In ihrem Film geht es um Menschen, die an der tödlich verlaufenden Nervenkrankheit ALS leiden.


Die seltene Krankheit, an der etwa der Maler Jörg Immendorff gelitten hatte, sei immer noch ein "Tabuthema", so die Filmemacherin. Für ihr 75-minütiges Werk sind Dettmer-Finke und ihr Team in Ungarn mit dem "Großen Preis" beim 8. Filmfestival in Szolnok ausgezeichnet worden. " Der Preis ist ein Zeichen für die gelungene filmische Umsetzung des schwierigen Tabu-Themas ALS", sagte Dettmer-Finke. Der Preis war mit 2000 Euro dotiert.

Ganz so hoch ist die Gewinnsumme zwar nicht, die Gregor Kalchthaler und Ngoc Lam Tran erwarten würde beim Jugendfilmpreis. Der Hauptpreis liegt mit 500 Euro etwas niedriger, sber allein die Nominierung ihres gemeinsamen Erstlings "Little Green Bag" ist für die beiden Freiburger Gymnasiasten ein Riesenerfolg.

In dem Werk der beiden 18-jährigen Schüler geht es um eine kleine, grüne Tüte, die innerhalb von 40 Minuten elf Lebenswege kreuzt und durcheinander wirbelt.

Inspiriert wurden die beiden von Quentin Tarantinos "Death Proof". Der Film wird zusammen mit den anderen Preis-Kandidaten am 7. und 8. Dezember in Stuttgart im EM-Kino gezeigt, eine Tageskarte kostet fünf Euro.

Mehr dazu:

  • "Wie Handschuhe voll Sand. Leben mit ALS.": Infos