Am Wochenende kannst Du eine Theateraufführung auf dem Alten Friedhof erleben

Leonie Lieberam

Eine Theatergruppe aus Schülern und Studierenden inszeniert das Theaterstück "Eine wilde Reise durch die Nacht". Drei der fünf Aufführungen finden auf dem Alten Friedhof statt.

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung im Museum Natur und Mensch "Todsicher? Letzte Reise ungewiss" inszeniert die Theatergruppe um Rabea Hussain und Nils Lauinger das Stück "Wilde Reise durch die Nacht" nach dem Autor Walter Moers.


Ein zwölfjähriger Junge, der um sein Leben ringt, das klingt vor allem ernst. Dass er dafür sechs Aufgaben mit seinem Freund Pancho Sansa erfüllen muss – unter anderem die berühmte Jungfrau aus den Klauen des Drachen befreien, und danach mit den schrecklichsten Ungeheuern über das Universum philosophieren – zeigt, dass es vor allem fantastisch ist. Und wer Walter Moers kennt, weiß, dass ihn skurrile Charaktere und Wortwitz ausmachen – was Rabea Hussain und Nils Lauinger in dem Theaterstück übernommen haben.

Schauspieler zwischen 14 und 28 Jahren alt

Der Inszenierung von "Wilde Reise durch die Nacht" hatten sich die beiden schon vor zwei Jahren angenommen. Die Chance, es im Zuge der Ausstellung "Todsicher? Letzte Reise ungewiss" für den Kulturverein Zeug und Quer nochmal inszenieren zu dürfen, ergriffen sie sofort. Gemeinsam mit einer bunt gemischten Theatergruppe – die Schauspieler sind zwischen 14 und 28 Jahren alt.




Mit dem alten Friedhof fiel die Wahl auf einen ungewöhnlichen Ort für ein Schauspiel. "Die Atmosphäre passt wirklich schön zu dem Stück", sagt Lauinger, und beschreibt die zugewachsenen Gräber, die ausgetretenen Wege und die Plätze mit den Bänken. Die letzten beiden Aufführungen finden im Museum statt. Im geschlossenen Raum und von Exponaten umgeben wirkt das Stück dann natürlich anders. "Da könne man dann auch zu den zwei Aufführungen kommen", sagt Hussain.

Kultureller Zugang zu Themen wie Tod und Leben

Der Tod und das Leben, das sind Themen, über die sich viel philosophieren lässt. "Wilde Reise durch die Nacht" soll einen kulturellen Zugang liefern – ohne davor Angst haben zu müssen. Dass Kinder das Ernste nicht entdecken, mache nichts. "Im Gegenteil, für sie zeigt sich eine faszinierende Welt, ein Feuerwerk von Ideen und Komik", sagt Lauinger.

Die Gruppe will die Zuschauer in erster Linie zum Lachen bringen, anschließend zum Nachdenken. Und dazu ermuntern, offen über den Tod zu reden.
  • Was: Wilde Reise durch die Nacht, ein Stück der Theatergruppe des Vereins Zeug und Quer
  • Wann: 14., 15., 16. Juli, 21 Uhr
  • Wo: Alter Friedhof, Johanniterstraße 13
  • Wann: 25./, 26. Juli, 19 Uhr
  • Wo: Museum Natur und Mensch, Gerberau 32

Die Ausstellung "Todsicher? Letzte Reise ungewiss" läuft noch bis zum 21. Januar 2018 im Museum Natur und Mensch