Am Donnerstag gibt's eine Gedenkfeier für David Bowie im Slow Club

Carolin Buchheim

Vor zehn Tagen starb David Bowie an Krebs - für seine Fans ganz plötzlich und unerwartet und nur drei Tage nach der Veröffentlichung des Albums "Blackstar". Weltweit erinnern sich Fans an Bowies Lebenswerk - am Donnerstag auch im Slow Club, veranstaltet von DJ Giuli Casino.



Erinnerst Du Dich noch an den allerersten Bowie-Song, den Du je gehört hast?


Giuli Casino:
Na klar! Das war „Starman“, ungefähr 1984, und bei meinem Cousin, der ein paar Jahre älter war als ich und bei dem oft Bowie lief. Ich war sofort von dem Song angetan und wollte mir die Platte kaufen. Ich bin allerdings auf Sizilien groß geworden, in einem kleinen Ort, in dem es keinen Plattenladen gab. Deswegen erinnere ich mich auch daran, dass ich deswegen mit dem Fahrrad 15 Kilometer nach Cefalù gefahren bin, um meine erste Bowie-Platte zu kaufen.



Was ist Dein liebstes Bowie-Album?

Da kann ich mich gar nicht festlegen, ich finde einfach zu viele Alben schön. Bowie war einfach in jeder Phase geil und ich selbst wenn ich ihn ein paar Jahre lang mal nicht gehört habe, bin ich immer zu ihm zurück. Ich mag auch seine Anfangsphase sehr gerne, vor den 70ern, die  Rhythm & Blues- und Beat-Phase. Aber auch die End-70er mit „Heroes“ sind hervorragend. Selbst den Bowie der 90er, den ja fast keiner mag, finde ich sehr gut. Auch das neue Album "Blackstar" gefällt mir in seiner Dunkelheit.  Ich bin überhaupt sehr glücklich, es noch bekommen zu haben auf Vinyl. Vor seinem Tod hatte ich nur einen Song gehört, es ist schon ein beeindruckendes Werk.

Welche Songs legst Du am Donnerstag auf jeden Fall auf den Plattenteller? Wird das meine einmalige Chance, in einem Club zu "Warszawa"zu tanzen?

Nicht nur die Hits, logisch: „Fame“, „Young  Americans“, „Changes“, „Rebel Rebel“, „Space Oddity“, „The Man Who Sold The World“, „Five Years“ –  aber natürlich auch „Starman“. Ich habe alle Bowie-Platten, jeden Song. Es wird natürlich kompliziert, eigentlich müsste man als Besucher ja zu jeder Epoche das Outfit wechseln – von Ziggy-Stardust zum „Thin White Duke“-Look bis hin zum 90er-Anzug. Passende Kleidung oder Alladin-Sane-Gesichtsbemalung sind deswegen natürlich ausdrücklich willkommen. Wer möchte,  kann auch einen Koffer mit Outfits mitbringen.



Was glaubst Du, warum ist die Trauer um Bowie so groß?

Kein anderer Künstler hat ein so abwechslungsreich Lebenswerk und hat so viel ausprobiert wie Bowie. Er war beständig gut, die Alben hatten höchstens mal kleine Schwächen – aber wer hat die nicht? Bowie hat sehr viele Menschen durch ihr gesamtes Leben musikalisch begleitet. Dass das jetzt vorbei sein soll, tut weh. Wie gut, dass wir auch weiterhin seine Musik haben werden.

Zur Person


Guiliano Giambelluca, Jahrgang 70, legt als DJ Giuli Casino nur Vinyl auf – zum Beispiel bei den Veranstaltungsreihe „Beatsalon“ - und als DJ Scuronero bei „Freiburg schwarz“.

Mehr dazu:

Was: David-Bowie-Tribute
Wann: Donnerstag, 21. Januar 2016, 20 Uhr
Wo: Slow Club, Haslacher Straße 25, Eintritt fre
Eintritt: frei
Facebook-Event: David-Bowie-Tribute     [Bild 1: dpa; Bild 2: Privat]