"Alles bestens, zur Zeit": Tribute-Interview mit der Rammstein-Tribute-Band Stahlzeit

Manuel Lorenz

Eigentlich wollte fudder-Redakteur Manuel Lorenz mit der Rammstein-Tribute-Band 'Stahlzeit' ein ganz normales Interview führen. Aber dann merkte er, dass er von Rammstein gar keine Ahnung hat. Die Lösung: Er suchte sich die Fragen einfach aus originalen Rammstein-Interviews der vergangenen 15 Jahre zusammen. Ob das geklappt hat? Ein Tribute-Interview mit Stahlzeit-Sänger Heli Reißenweber, 48, der mit seinen Jungs am Freitag nach Teningen kommt:

 

Wie geht's so, gerade? (Quelle: 1)

Heli Reißenweber: Wunderbar. Alles bestens, zur Zeit.

Wie seid ihr überhaupt entstanden? (2)

Durch Zufall. Bei Proben unserer Band 'Maerzfeld' haben meine Kollegen irgendwann gesagt: Mensch, du klingst ja wie der Lindemann! Daraufhin haben wir versucht, zwei Rammstein-Songs zu spielen, die haben ganz gut geklappt, und wir haben uns gefragt: Mensch, wäre das überhaupt möglich, diese ganze Show, die Rammstein live auf die Bühne bringt, mit unseren Mitteln zu verwirklichen? Wir haben ein bisschen rumgeschraubt, hatten irgendwo unsere erste Show als Support, die kam gut an, und wir haben weitergemacht.

Und wie steht es um deinen Gesang? Bist du mit jenem Talent geboren worden? (3)

Anatomisch liege ich sehr tief. Natürlich versuche ich, den Stimmencharakter von Lindemann nachzuahmen. Dazu habe ich intensiv seine Live-Videos studiert, um zu sehen, wie er seine Töne formt. Ich hatte auch mal drei Jahre lang Gesangsunterricht. Das hilft natürlich, wobei das Schulische bei der Art von Gesang nicht mehr so im Vordergrund steht. Die Stimme hat schon gelitten, wenn man seit acht Jahren nur noch in den ganz tiefen Regionen singt.

Wie würdest du den ‘Rammstein-Sound’ beschreiben? (4)

Bis zum Album ‘Reise, Reise’ typisch Industrial. Sehr hart, straight, marschierend. Mittlerweile spielen sie ganz andere Harmonien, machen normalen Metal. Klar, eine Band entwickelt sich weiter, in 18 Jahren …

Warum wird Metal in Deutschland außerhalb der Rockszene nicht ernstgenommen? (5)

Kommt auf den Metal an. Da gibt’s extrem große Unterschiede. Gerade bei Rammstein ist das Publikum sehr breit gefächert: vom 10-Jährigen bis zur 70-Jährigen. Da hast du nicht dieses typische Metalpublikum wie beispielsweise bei Manowar.

Aber ein Grönemeyer hat trotzdem ein ganz anderes Ansehen. Der gemeine Feuilletonist fährt vielleicht einmal in seinem Leben nach Wacken, schreibt im Schlamm seine Opa-erzählt-vom-Krieg-Geschichte und lässt ansonsten lieber die Finger von Stromgitarren-Geballer. (6)

Ja, klar, stimmt. Aber für mich wär’s undenkbar, in Richtung Pop zu gehen. Mein Leben lang steh’ ich schon auf Metal und Rock, und ich glaube, so geht’s vielen Leuten. Metal und Rock sind mittlerweile sehr etabliert. Death Metal kannst du im Supermarkt natürlich nicht laufen lassen, die Scorpions hingegen schon.

Welche Beziehung habt ihr eigentlich zu Depeche Mode? (7)

Die sind schon geil. Depeche Mode sind ja ein bisschen weicher, sind aber schon die Vorreiter von diesem Elektro. Die Art von Musik, die Rammstein macht, nur mit nicht ganz so harten Gitarren, geht auf Die Krupps zurück. Es erfindet ja auch keiner Musik mehr richtig neu, wir haben ja nur zwölf Töne. Rammstein hat's nicht erfunden, hat's aber weiterentwickelt und sehr viel für die deutschsprachige Musik getan.

Und wo kommt dann die Düsternis her? (8)

Düster trifft es noch nicht mal. Wenn man genau hinhört, sind da sehr, sehr viele angenehme und positive Akkorde in den Songs. Zum Beispiel “Du riechst so gut”: Wenn du die Gitarren und den Gesang wegnimmst, hast du schon fast eine schöne House- oder Technonummer im Hintergrund laufen. Die Texte sind halt schon etwas anders, das ist klar. Er singt auch über Liebe, Leid und Leidenschaft, aber er drückt sich halt etwas anders aus.

Aber provozieren wollen Sie schon, oder? (9)

Teilweise vielleicht schon, ich weiß es nicht. Was ist provozierend? Wie gesagt: Lindemann drückt sich einfach anders aus. Wenn er “Pussy” singt, … also … In jedem Hiphop-Song kommt das zweimal vor, oder zehnmal “Pussy”, “Fuck you”, “Ass” und Schlag-mich-tot. Würdest du die ins Deutsche übersetzen …

Ich glaube, das war in der deutschen Szene ungewohnt, deutsche Texte so rüberzubringen. Er hat eine sehr, sehr geile Wortwahl. Würde man diese Texte ein bisschen anders singen, mit anderer Wortwahl, könnte man die schon auch im Schlager verwenden. Da sprechen wir jetzt noch nicht mal von “Ich tu dir weh”, sondern von “Ohne dich” und solchen Sachen. “Ich tu dir weh”, mag sein, okay. Die Nummer kann man als provokant ansehen. Aber ansonsten …

Und die Botschaft vom Ganzen? (10)

Ich sage ja: Er singt übers Leben. Er singt über Liebe, Leidenschaft ... In "Bück dich" geht's um Homosexualität. “Pussy”, ist klar, da weiß jeder Bescheid, “Heirate mich”, weiß niemand so recht, anscheinend um seinen verstorbenen Vater.

‘Unheilig’ singt ja auch von Liebe und Leidenschaft, bloß schön verträglich, sodass es der 70-jährigen Oma nicht wehtut.

Was willst du, dass Leute von der Erfahrung, Rammstein live zu sehen, mitnehmen? (11)

Wir wollen, dass sie sich fallen lassen in diese schon sehr geile Atmosphäre - mit diesem ganzen Feuer, diesen harten Riffs, diesem Gesang. Das scheint uns zu gelingen. Die Leute gehen aus der Halle, lächeln, sagen: Geil war’s! 90 Prozent von ihnen sind ja Rammstein-Fans, zehn Prozent kommen aus Neugierde.

 

Man hat festgestellt, dass 30 Prozent der Rammstein-Anhänger auch Fans der Funpunker Die Ärzte sind. Wundert Sie das? (12)

Ist das mittlerweile so? Weiß ich gar nicht, hab' ich noch nie von gehört. Ist das wirklich so? Also, ich bin es nicht. Vielleicht liegt’s daran, dass deutschsprachige Musik wieder salonfähig ist. Ich find’s sehr geil, dass man wieder in seiner Muttersprache singen darf. Rammstein hat viel dafür getan.  

Ist Rammstein eine besonders deutsche Band? (13)

Ja, klar. Sie verkörpert im Ausland genau das, was man sich unter deutschem Metal vorstellt: sehr monoton, sehr straight nach vorne, bangbangbang, marschierend. Lindemanns rollendes “R” war ja schon in den zwanziger, dreißiger Jahren im deutschen Gesang allgegenwärtig. Wir Franken sind damit geboren, können da gar nichts gegen machen. Ich glaube, das macht die Jungs besonders deutsch.  

Tatsache ist, plötzlich lockten Rammstein auch Rechte an. Wie groß war die Gefahr, von "falschen Fans" vereinnahmt zu werden? (14)

Ich glaube, das ist ein Gerücht. Natürlich stehen bei einem Konzert mit 2000 Leuten irgendwo zehn Idioten rum. Aber die rechte Szene ist mit Rammstein eigentlich nicht so verbandelt. Im Ausland, wo man die Texte nicht richtig versteht, kommt’s schon mal vor, dass einer unten mit erhobener Hand grüßt. Den nehm’ ich mir hinterher zur Brust, sag’ dem mal, was da wirklich abgeht. Der entschuldigt sich dann auch. Das funktioniert ganz gut.  

Rob Halford hat in einem Interview gesagt, dass er Rammstein sehr homoerotisch findet. Bekommt ihr aufgrund eures Auftretens viele Reaktionen in dieser Richtung? (15)

(lacht) Weiß ich nicht. Also ich hab noch keine feststellen können. Ich hab aber auch nicht darauf geachtet.  

Hattest du schon irgendwelche gefährlichen Unfälle? (16)

Es kommt schon mal vor, dass ich mich verbrenne. Wenn ich in die falsche Richtung laufe, mir Brandgel über die Hand läuft oder irgendwo eine Flammensäule losgeht. Mit der Zeit wird die Show zur Gewohnheit, man wird mutiger, kommt dem Feuer näher, es passieren Fehler, die nicht passieren sollten.

Genießt du das Gefühl der Flammen? Ist es ein bisschen eine Sucht geworden? (17)

Du nimmst mir das Wort aus dem Munde! Es wird zur Sucht! Wenn du zum ersten Mal die Wärme des Feuers spürst und die Nähe der Pyros, dann denkst du ‘Ohohoh, Scheiße!’. Aber mit der Zeit wirst du süchtig danach. Wenn du dann mal eine Show ohne Feuer spielst, fehlt dir was.

 

Langweilst du dich nicht irgendwann, wenn du immer dieselbe Show und dasselbe Set aufführst? (18)

Nee, das ist jedes Mal immer wieder spannend. Das Publikum ist ja jedes Mal anders. Und es ist immer eine Überraschung, wie es reagiert. Schon beim Intro wissen wir: Aha, der Abend wird uns leicht fallen. Oder: Oh, heut’ müssen wir uns mehr anstrengen.

Rammstein gilt als finster, martialisch und brutal. Sind Sie auch privat so harte Kerle? (19)

Ja, na klar! Nee … (lacht) Ich glaube auch, dass Rammstein gar nicht so … die Jungs … Lindemann muss ein ganz humorvoller Mensch sein, Paul ist eh ein sehr lustiger Kerl.

Ist natürlich alles Show. Ich hab schon Leute getroffen, die gesagt haben: Hey, eigentlich bist du ja ganz nett. Für uns ist’s ein einziges Rocktheater. Wir machen ja auch nicht 100 Prozent Rammstein. Zu zehn Prozent bringen wir unsere eigene Personality mit ein. Wir tragen zum Beispiel auch nicht genau dieselben Klamotten wie Rammstein - wollen wir gar nicht. Und gesanglich sind wir teilweise ein bisschen besser. Lindemann ist jetzt nicht der Sänger an sich ...  

Verändert das die Persönlichkeit, wenn man 15 Jahre lang ständig von Blut und Grauen singt? (20)

Nein, glaub ich nicht, hoff’ ich nicht. Wie gesagt: Ist ja Theater. Ich glaub’ nicht, dass einer, der zehn Jahre Queen-Musical singt, anschließend rumläuft wie Freddie Mercury. Am Anfang war’s wirklich so, als ich versucht habe, alles eins zu eins umzusetzen. Aber dann hab’ ich doch meine eigene Personality mit eingebracht. Das schadet nichts und wird vom Publikum gut aufgenommen. Zum Beispiel phrasiere ich meinen Gesang schon mal ein bisschen anders.

Soll heißen? (21)

Bei ‘Ohne dich’ halte ich die Töne ein bisschen länger, bei ‘Ich tu dir weh’, sing ich’s hinten raus ein bisschen anders. Bei Rammstein ist ja auch nicht alles komplett live beim Gesang, weil er’s nicht singen kann. Bei uns schon.

Und eure Eltern, was haben sie zu eurem Werdegang gesagt? (22)

Meine kennen sich damit überhaupt nicht aus und beschäftigen sich damit auch gar nicht. Die lesen das schon mal in der Zeitung, aber sonst … Die Eltern unseres Keyboarders waren mal bei einer Probe in einer Halle dabei. Die haben gesagt: Solange er sich nicht wehtut, ist das alles ja ganz schön.

Wer hat in der Band das Sagen? (23)

Also meistens hab ja ich recht! (lacht) Nee. Die Sachen werden natürlich schon ausdiskutiert. Aber es kommt drauf an, worum’s geht. Wenn’s um die Show geht, hab ich das größte Sagen, weil ich ja am meisten damit zu tun habe. Wenn’s zum Beispiel um den brennenden Mantel geht, den Rammstein auch beim Song ‘Rammstein’ benutzt hat. Der liegt direkt am Körper an und brennt. Das muss schon ich entscheiden.

Denkt ihr manchmal darüber nach, wie lange das noch weitergehen kann oder soll? (24)

Wir machen’s, solange es geht, solange es noch Spaß macht. Und wir haben ja noch unser anderes Projekt: die Band ‘Maerzfeld’. Da steckt schon Herzblut drinnen, das wollen wir nicht vernachlässigen. Müssen wir zum Teil aber leider, wegen ‘Stahlzeit’. Ich würd' schon lieber wieder mehr mit meinem eigenen Ding unterwegs sein.

Stahlzeit - Mein Herz brennt

Quelle: YouTube


Zur Band

Die Rammstein-Tribute-Band Stahlzeit spielt zwischen 50 und 70 Konzerte pro Jahr. Mit ihrem eigenen Nightliner fährt sie durch ganz Deutschland, aber auch in europäische Länder wie Belgien oder Holland. Mit ihrer Band 'Maerzfeld' führen die Stahlzeit-Mitglieder aber auch eigene Musik auf.

Verlosung

fudder verlost zweimal je drei Tickets für das Stahlzeit-Konzert in Teningen am Freitag, 22. März 2013. Wer gewinnen möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Namen, seiner Adresse und dem Betreff  'Stahlzeit' an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Donnerstag, 21. März 2013, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Woher kommen die Fragen und was hat Rammstein geantwortet?

http://fudder.de/" titel="">(1) The Gauntlet: "Rammstein Interview"
Richard: We are in really good spirits right now.

http://fudder.de/" titel="">(2) Fritz-Magazin: "Rammstein im Fritz-Interview: Du bist, was du isst"
Paul: Uns gibt's schon zehn Jahre. Wir haben uns nach einem Flugzeugunglück benannt, in einem Ort, der Ramstein heißt. Und da wir aus'm Osten kommen, wussten wir nicht einmal, wie der geschrieben wird und haben uns mit zwei Ms geschrieben, aus Versehen. Wir haben im Nachhinein aber gedacht: "Es sieht eigentlich recht nett aus", und hebt sich auch ein bisschen von der Stadt ab. Gefunden haben wir uns, weil wir sechs Freunde sind. Sind jetzt ungefähr zehn Jahre zusammen und hatten dazwischen auch schon mal die Nase voll. Wenn man seinen Freund jeden Tag sieht, wird auch die beste Freundschaft auf die Probe gestellt. Das kennt jeder, wenn er Besuch hat, der nicht wieder gehen will. Aber auch das haben wir jetzt erstmal überstanden. Ich sehe die Leute von der Band mehr als meine Familie. So ein Urlaub reißt das dann auch nicht mehr raus. So ein Leben als Musiker schaut eigentlich auch sehr langweilig aus, wenn man es realistisch betrachtet. Entweder man fährt auf Konzerte oder man sitzt im Studio irgendwo, oder man dreht Videos, macht Fotoshootings oder gibt irgendwo Interviews. Klingt jetzt sehr romantisch. Aber von Wien hab ich heute nur einen Sonnenschirm gesehen und einen Ausschnitt vom Himmel. Der Plan ist eng gestrickt, man will soviel Städte wie möglich bereisen, um möglichst viele Journalisten zu erreichen. In einer Stunde geht's schon wieder weiter.

http://fudder.de/" titel="">(3) Till Lindemann's Tribute: "Swedish Online Interview With Schneider and Till"
Till: Oh, I’m educated a lot (nodding) since I was born, I’m singing especially in the bath tub (laughs).

http://fudder.de/" titel="">(4) Thrash Hits: "Interview: Rammstein – 'It’s time for a Rammstein coffee!'"
Richard: Well, I guess it comes from the players, from the chemistry between us; that’s why a lot of bands get back together again – to try to recapture the special chemistry they had in the first place. There’s also a technical aspect to the sound, of course, but essentially it’s the musicians…
Schneider: It’s very pleasing for us when we’re in the studio, listening to the recordings or the mixes, and we realise that we’ve successfully captured that ‘sound’ again. It gives us a real sense of achievement.
Paul: The best way I can describe ‘the sound’ is this: when certain people I know make themselves a heavy, strong black coffee, they say that it’s time for a ‘Rammstein coffee’!

http://fudder.de/" titel="">(5) Hamburger Abendblatt: "Interview: Rammstein - Erlaubt ist, was gefällt - "Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr"
Richard Kruspe: Ich glaube, dass Musiker als Profession in Deutschland generell nicht ernst genommen wird. Wir sind eben keine Juristen oder Mediziner.

http://fudder.de/" titel="">(6) Hamburger Abendblatt: "Interview: Rammstein - Erlaubt ist, was gefällt - "Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr"
Kruspe: In den 80ern war deutscher Metal sehr populär mit Bands wie Accept, Sodom oder den Scorpions. In den 90ern verlor der Mainstream aber viele Jahre lang den Bezug zu Hardrock. Vielleicht gab es auch einfach keine "typisch deutsche Metalband. Die klangen ja alle wie ihre internationalen Kollegen.

http://fudder.de/" titel="">(7) Discover: "Interview: Rammstein - Man spricht Deutsch"
!: Jetzt kann ich natürlich anfangen zu schwärmen. Ich habe noch nie eine Band gehabt, die ich so sehr verehrt habe, wie Depeche Mode. Für diese Band empfinde ich einen ganz tiefen Respekt und Martin Gore ist für mich der Songwriter schlechthin. Ich habe früher gern Depeche Mode gehört, obwohl ich das nie laut sagen durfte, weil das in den Heavy-Kreisen natürlich überhaupt nicht angesagt war. Aber ich hatte immer ein gutes Gefühl zu der Band. Deshalb war es eine große Ehre für mich, als wir gefragt wurden, ob wir einen Song für's Tribut-Album machen wollen. Nach der Anfrage habe ich gesagt: Geil, endlich mal wieder etwas, wo ich Spaß dran habe. Dann habe ich mich hingesetzt und Album für Album durchgehört und darüber nachgedacht, welche Nummer wir jetzt machen könnten. Das war nicht so einfach zu entscheiden, weil Depeche Mode musikalisch ganz anders arbeiten als wir. "Stripped" kristallisierte sich dann irgendwann heraus und im Studio wurde der Song dann von mal zu mal besser und zum Schluss dachte ich, wow, was für eine geile Nummer.

http://fudder.de/" titel="">(8) Augsburger Allgemeine: "Rammstein-Interview: Von der weiblichen Seite und der Lust am Provozieren"
Schneider: Du musst innerlich düster sein (lacht). Das nimmst du überall mit hin. Und du musst halt ein bisschen Spaß an der Dunkelheit haben. Wenn wir keinen Spaß daran hätten, würden wir es nicht tun.

http://fudder.de/" titel="">(9) Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rammstein im Interview: 'Wir wollen Ärger'"
Lorenz: Auf jeden Fall. Alles ist so zugeflutet, dass man normalerweise gar nicht mehr zu den Menschen vordringt. Früher im Osten haben die Leute noch zugehört, da haben Feinheiten zwischen den Zeilen gereicht. Jetzt sind die Leute so abgestumpft, da hilft nur noch Gewalt.

http://fudder.de/" titel="">(10) Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rammstein im Interview: 'Wir wollen Ärger'"
Landers: So denken wir nicht. Sie müssen sich das so vorstellen: Ein paar Jugendliche schmeißen an der Bushaltestelle die Scheibe ein. Finden sich toll, pushen sich hoch, sind ein bisschen kicherig, und die Erwachsenen schütteln den Kopf. Die Jugendlichen aber denken nicht drüber nach.

http://fudder.de/" titel="">(11) About.com Heavy Metal: "Rammstein Interview: A Conversation with Guitarist Paul Landers"
Live shows are our forte. That’s what made us famous. When we get to North America in 2010 we want the fans to come see us…beer bellies, wrinkles and all.

http://fudder.de/" titel="">(12) Spiegel Online: "Interview mit Rammstein: 'Das ewige Rechtfertigen macht uns mürbe'"
Lorenz: Überhaupt nicht. Ich bin auch Ärzte-Fan. Wir sind alle gut miteinander befreundet. Die kommen zu unseren Konzerten, wir gehen zu ihren, und anschließend trinken wir ein Bier zusammen. Das gehört dazu.

http://fudder.de/" titel="">(13) Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rammstein im Interview: 'Wir wollen Ärger'"
Landers: Wir wollten immer eine deutsche Band sein. Wir haben uns gefragt: Was ist eigentlich deutsch? Das Land ist da ja ziemlich verklemmt, der Westen noch mehr als der Osten. Dabei finden alle anderen Länder die Deutschen süß. Unsere Botschaft an die Deutschen lautet: Alles nicht so schlimm. Wir sind ja da.

http://fudder.de/" titel="">(14) Rolling Stone: "Rammstein: Exklusives Interview mit Till Lindemann und Flake Lorenz"
Lindemann: Die findet man auch bei den Toten Hosen und den Ärzten. Dieses Publikum kam erst, als wir vor 2000 bis 3000 Menschen spielten. In die kleinen Säle trauen die sich nicht, dann kriegen sie aufs Maul.

http://fudder.de/" titel="">(15) Discover: "Interview: Rammstein - Man spricht Deutsch"
!: Hat er wirklich homoerotisch gesagt? Die meisten Reaktionen dieser Art kamen eigentlich auf das Cover unserer ersten CD "Herzeleid". Mittlerweile finde ich dieses Cover sehr unerotisch, ja fast unschön und wir überlegen, ob wir das Cover nicht wechseln sollen, weil es einfach nicht zu uns passt. Aber nach unseren Videos und unseren Live-Auftritten war eigentlich jedem klar, dass wir keine Gay-Band sind. Dafür sind auch einfach zu viele Frauen und Mädchen bei unseren Konzerten.!: Hat er wirklich homoerotisch gesagt? Die meisten Reaktionen dieser Art kamen eigentlich auf das Cover unserer ersten CD "Herzeleid". Mittlerweile finde ich dieses Cover sehr unerotisch, ja fast unschön und wir überlegen, ob wir das Cover nicht wechseln sollen, weil es einfach nicht zu uns passt. Aber nach unseren Videos und unseren Live-Auftritten war eigentlich jedem klar, dass wir keine Gay-Band sind. Dafür sind auch einfach zu viele Frauen und Mädchen bei unseren Konzerten.

http://fudder.de/" titel="">(16) Playboy: "Interviewed: Rammstein"
At the beginning we made all the pyros ourselves and we had a few serious accidents, one of them in... Ramstein. Luckily no one was killed but a few people got seriously hurt. Since that time we have been hiring professionals who take care of that. We don't have to worry that in case of any accident we will go to prison, as we have good insurance. Our show is sometimes raising real controversies, therefore we for example have some problems with showing it in England, where they have really rigorous regulations. (Already after our talk it turned out that one of the concerts in England was cancelled because of that - RR).

http://fudder.de/" titel="">(17) Blistering: "Rammstein Interview"
Till: “I’m not addicted as such, but when I’m performing onstage there’s a different chemistry going on inside, and if you add fire to that then it makes the whole experience even more intense. But it’s a good feeling, it gets a lot of the emotions flowing…”

http://fudder.de/" titel="">(18) The Gauntlet: "Rammstein Interview"
Richard: We don’t play like other American bands that are on the road for a year and a half straight. We go on the road for six weeks then take four weeks off. We always try to really be sensitive to everyone’s well being in the band. It is important and the most precious thing we have are the band members. We can’t replace a single one of the members. The downside of a band is just that. If you change a member you change the composition and I don’t really believe in that. If someone can’t play, we listen and let them take care of whatever it is. Sometimes we want to play more, sometimes less. We listen through and try to compromise. Everything right now is pretty much where it should be.

http://fudder.de/" titel="">(19) Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rammstein im Interview: 'Wir wollen Ärger'"
Lorenz: Es gibt kein Privat. Rammstein ist Rammstein.
Landers: Die harten Bands sind meistens die netten. Je härter die Band, umso freundlicher sind die Kandidaten.
Lorenz: Schwedische Death-Metal-Typen tragen im Probenraum Pantoffeln, rauchen draußen und sind höflich, leise und still.
Landers: Und die Schlagertypen sind die Kinderficker.
Lorenz: Wie Kurt Demmler.

http://fudder.de/" titel="">(20) Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rammstein im Interview: 'Wir wollen Ärger'"
Landers: Dadurch werden wir noch netter. Als Rammstein können wir Sachen machen, die Sie sich als Otto Normalverbraucher nicht trauen. Wir dürfen sogar einen Porno drehen, wovon viele Männer träumen. Und bei uns im Konzert darf auch der Bankangestellte mal mit tiefer Stimme „Rammstein“ rufen und die Faust schütteln, und am nächsten Morgen muss er dann wieder ordentlich um acht im Anzug zum Dienst. Das ist unsere Funktion. Wir sind ein Ventil.

http://fudder.de/" titel="">(21) Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rammstein im Interview: 'Wir wollen Ärger'"
Lorenz: Die haben viele Sachen gemacht, die nichts mit ihrer Tat zu tun hatten. Ich denke, dass harte Musik Aggressionen löst. Vielleicht haben die zu wenig Rammstein gehört.

http://fudder.de/" titel="">(22) Fritz-Magazin: "Rammstein im Fritz-Interview: Du bist, was du isst"
Paul: Eltern freuen sich immer, wenn aus den Kindern was wird. Insofern waren die da hell begeistert. Vom Inhaltlichen her sind sie's manchmal nicht so… hm, aber wir machen ja auch keine Musik für Eltern, eher für Kinder, die ihre Eltern ärgern wollen.

http://fudder.de/" titel="">(23) Rolling Stone: "Rammstein: Exklusives Interview mit Christoph Schneider"
Wir sind ein ziemliches Kommunisten-Kollektiv. Alles wird gemeinschaftlich entschieden, und es wird nicht gern gesehen, wenn einer besonders viel Beachtung anstrebt oder bekommt. Alle repräsentieren die Band, nicht nur der Sänger. Till hat damit nie ein Problem gehabt. Wir wissen, dass wir nur zusammen Rammstein sind. Wenn einer mal ausschert, gibt es die Gruppenkraft, die ihn wieder eingemeindet: "Geh mal zurück in deine Reihe." Das beschneidet natürlich ein bisschen die Individualität. Aber wir lieben das. Wir fühlen uns darin sicher und wohl, weil wir wissen, dass da unsere Stärke liegt.

http://fudder.de/" titel="">(24) Rolling Stone: "Rammstein: Exklusives Interview mit Christoph Schneider"
Ja. Man hat natürlich Angst, dass man absteigen könnte. Das ganze Leben basiert ja auf der Band. Manche von uns haben Angst vor neuen Produktionen. Das ist für alle immer eine extrem schwierige Geburt. Alles muss von allen bewertet werden. Für Till ist das am schwersten. Der steht mit seinen Texten jedes Mal wie vor einem Tribunal. "Finden wir gut, finden wir nicht gut." Er trägt eine enorme Last auf den Schultern, wie am Ende der Show mit den 50 Kilogramm Engelsflügeln. Zu jedem Song der passende Text, das dauert bei uns immer so ein Jahr.

Mehr dazu:

Was: Stahlzeit - Die Rammstein-Tribute-Show
Wann: Freitag, 22. März 2013, 20 Uhr
Wo: Ludwig-Jahn-Halle, Teningen
Eintritt: 23 Euro
  • fudder: http://fudder.de titel="">Achtung, Gewaltmusik!
[Bilder: Promo]