Adam X legt am Samstag im Crash auf

Bernhard Amelung

Mal schleppend-mächtig, mal treibend-groovig: Adam X, eigentlich Adam Mitchell, bewegt sich zwischen Techno und Industrial. Am Samstag spielt er erstmals in Freiburg.

Adam Mitchell ist als Künstler schwer zu greifen. Der gebürtige New Yorker, Wahlberliner seit rund zehn Jahren, tritt unter zahlreichen Aliasnamen auf. Zu seinen Bekanntesten gehören Adam X, ADMX-71 und Traversable Wormhole. Mit dieser Multiplizierung von Persönlichkeiten wollte er ursprünglich Hinweise auf seine eigene Person verwischen und einen Persönlichkeitskult verhindern. Vielleicht wirkt da ein wenig seine Vergangenheit als Graffiti-Künstler nach. In den späten Achtziger Jahren hatte die New Yorker Polizei ihn beziehungsweise seine damaligen Aliasse auf eine interne Watchlist gesetzt.


Das Spiel mit verschiedenen Persönlichkeits- und Wirklichkeitsebenen liegt Mitchell genauso wie das Spiel mit diversen Genres der elektronischen Musik. Er mischt Techno mit Industrial, Noise und der wiederum selbst schwer definierbaren Electronic Body Music (EBM), die Industrial und elektronische Punkmusik in eine Wechselbeziehung setzt. Entsprechend bedrohlich muten auch Mitchells Klanglandschaften an. Die Tonfrequenzen seiner Stücke rauschen, knistern und überlagern sich wild. Seine Stakkatobässe und Stotterdrums kommen mal schleppend-mächtig, mal treibend groovig daher. Seine aktuelle Single "Bedeviled" dient als Anspieltipp zur Vorbereitung auf sein Club-Set.


  • Was: Youth Life w/ Adam X, Frederick Block, Symposium
  • Wann: Samstag, 5. November 2016, 23 Uhr
  • Wo: Crash