Abenteuer Ausbildung - diese Erfahrungen haben Freiburger Azubis gemacht

Madeleine Mayer

Die Ausbildung ist für viele der Einstieg ins Berufsleben. Und sie wirft viele Fragen auf: Was muss man beachten? Was verändert sich? fudder-Autorin Madeleine Mayer hat vier Azubis aus unterschiedlichen Berufsfeldern getroffen. Was sie Neulingen raten:



Der Hotelkaufmann

Paul Kreusch
ist 24. Nach seinem VWL-Studium hat er sich dazu entschieden, eine Ausbildung zum Hotelkaufmann zu machen. Der Freiburger arbeitet seit März 2013 im Hotel Oberkirch am Münsterplatz. Bei seiner Arbeit fühle er sich wohl, sagt er.


Paul hat vor seiner Ausbildung viele Praktika gemacht. Er sagt, es sei wichtig, um herauszufinden, ob einem der Beruf gefällt. Ausschlaggebend für eine gute Ausbildung sei es auch, den richtigen Betrieb zu finden und sich über die Perspektiven im Klaren zu sein. In der Hotelbranche gibt es seit einigen Jahren einen Wandel: Hängedringend suchen die Betriebe nach gut ausgebildeten Arbeitern.

Pauls Tipp an die neuen Azubis:

"Auf jeden Fall Praktika in verschiedenen Betrieben machen, immer mit Auszubildenden vor Ort sprechen, um herauszufinden, welche Arbeit Auszubildende haben und wie sie sich in dem Betrieb fühlen. Auch der Ton in der Hotellerie kann manchmal sehr hart sein. Damit muss man lernen umzugehen."




Die Friseurin

"In meinem ersten Jahr durfte ich bereits einer Braut die Haare stecken - das war mein schönstes Erlebnis", sagt die gebürtige Freiburgerin Marianna Licht. Die 17-Jährige ist in ihrem zweiten Lehrjahr bei dem Friseur Roth in Freiburg.

Die Tochter einer Friseurmeisterin wollte ursprünglich nie Friseurin werden. Nach einem Praktikum aber entschied sich Marianna trotzdem für diesen Beruf.

Ihr Tipp an die neuen Azubis:

"Man darf die die Dinge nicht persönlich nehmen. Außerdem ist es es wichtig, darauf zu achten, immer mit dem Kopf bei der Sache zu sein. Fit sein ist das wichtigste an einem guten Arbeitstag!"




Der Elektroniker

Die Ausbildung bei der VAG Freiburg "macht einen Heidenspaß", sagt der 21-jährige Stefan Melchin. Der angehende Elektroniker für Betriebstechnik wollte eigentlich Sport und Physik studieren, hat aber das Abi abgebrochen und dann eine Ausbildung begonnen. Stefan erzählt, er habe zwar kein Praktikum gemacht, privat aber schon viel mit Elektrotechnik gearbeitet. In seiner Ausbildung hat er mit Schaltungen, Schaltschränken und elektronischen Anlagen zu tun. "Am besten ist es, die allgemeinen Dinge zu lernen, die man gut auf den Alltag übertragen kann", sagt Stefan. "Man schaut sich den Schaltschrank zuhause an und versteht, wie er funktioniert. Das erfreut einen auch irgendwo."

Sein Tipp an die neuen Azubis:

"Zeit lassen und mit Spaß an die Sache rangehen".




Der Verwaltungsfachangestellte

Michael Schäuble hat nach dem Abitur ein FSJ an der Angell Schule gemacht. Dann wollte er Lehrer werden und ging an die PH Freiburg. Nach einiger Zeit verabschiederte er sich von seinen Plänen wieder. Michael orientierte sich neu und begann eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Rathaus Freiburg.

Um zu sehen, ob ihm dieser Arbeitsbereich gefällt, machte er ein Praktikum in der Gemeinde Münstertal und im Rathaus Freiburg. Jetzt ist der 23-Jährige im zweiten Lehrjahr und sehr zufrieden mit seiner Ausbildung. "Man lernt sechs verschiedene Ämter kennen. Daher ist die Arbeit sehr abwechslungsreich. Das finde ich super", sagt er.

Momentan arbeitet der Auszubildende auf dem Haupt- und Personalamt. Hier bereiten die Angestellten Seminare für Mitarbeiter vor und kümmern sich um deren Organisation.

Sein Tipp and die neuen Azubis:

"Da die Arbeit in diesem Bereich sehr vielseitig ist, muss man sehr aufgeschlossen für neue Aufgaben sein. Verwaltungsfachangestellte beschäftigen sich mit allgemeinen Büro- und Verwaltungsarbeiten und sind Ansprechpartner für ratsuchende Bürgerinnen und Bürger. Daher ist es wichtig, kontaktfreudig und kundenorientiert zu sein. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass auch viel am Computer gearbeitet wird."

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[Fotos: privat]