9 Tipps gegen Langeweile im Stau

Felix Lieschke

Sommerferienzeit ist Stauzeit – das ist so sicher wie das romantische Abendkonzert der peruanischen El Condor-Pasa-Kapelle am Urlaubsort. Hier sind neun Tipps für Kinder und Erwachsene gegen Langeweile im Stau.

Kennzeichenraten

Der Klassiker, um auf der Autobahn Langeweile zu vertreiben. Während Papa oder Mama fährt, können die Kinder auf der Rückbank Herkunftsland und -Stadt vorbeifahrender Autos erraten. Wichtig dafür: Ein guter Autoatlas. Daraus kann man noch ein Spiel machen: Man schaut vorher in den Atlas und sucht sich eine Reihe an Kennzeichen raus. Wer zuerst alle Kennzeichen gesehen hat, ruft "Bingo" und hat gewonnen

Ich pack meinen Koffer

Eine Denksportaufgabe für Jung und Alt. Einer fängt an: "Ich packe meinen Koffer und nehme mit... eine Zahnbürste." Reihum wiederholt der nächste Spieler alle bisher genannten Gegenstände. Je länger das Spiel dauert, desto schwieriger wird es. Verloren hat derjenige, der es nicht schafft, alle Gegenstände in der richtigen Reihenfolge zu wiederholen. Als Variante können die Gegenstände auch mit Gesten verbunden werden.

Ich seh’ was, was Du nicht siehst

"Ich sehe was, was du nicht siehst" ist schwer beim Fahren zu spielen. Es ist aber ein idealer Begleiter, wenn der Verkehr mal wieder nicht rollt. Ein Spieler beobachtet seine Umgebung sehr genau und sagt, welcher Gegenstand gesucht wird. Als Merkmal wird nur die Farbe bekannt gegeben. Der Vorteil: Alle können gleichzeitig spielen. Aber Vorsicht – es kann dabei ziemlich laut im Auto werden.

WEr bin ich?

Die Stau-Variante des Spiels, ohne Klebezettel und Stifte: Reihum überlegt sich ein Spieler den Namen einer bekannten Persönlichkeit. Alle anderen im Auto müssen nun herausfinden, um welche berühmte Person es sich handelt. Auf ihre Fragen darf aber nur mit Ja oder Nein geantwortet werden. Um Chaos im Auto zu vermeiden, empfiehlt es sich, der Reihe nach zu fragen. Vorteil: Auch der Fahrer oder die Fahrerin kann mitspielen.

Wortkette

Und wieder spielen alle. Am Anfang einigen sich alle Mitspieler auf eine gemeinsame Kategorie wie Tiere oder Pflanzen. Ein Spieler beginnt mit dem ersten Wort aus der Kategorie, zum Beispiel: Elefant. Spieler Nummer zwei nimmt den letzten Buchstaben für ein neues Wort, zum Beispiel: Tiger. Und so weiter. Wörter sollen nicht zwei Mal vorkommen. Gutes Gedächtnistraining.

Liederraten

Ein etwas fortgeschritteneres unter den Stau-Spielen. Gefordert sind mal wieder alle, denn es gilt Lieder so schnell wie möglich und möglichst vor allen anderen zu erraten. Mit älteren Kindern kann man durchaus versuchen, Lieder aus dem Radio zu nehmen. Ob die Eltern aber so viele Lieder der Kinder kennen – und umgekehrt – ist fraglich. Bei jüngeren Kindern bietet es sich an, Listen mit Titeln für Kinder zusammenzustellen und auf die Fahrt mitzunehmen.

Von A bis Z

Das Spiel funktioniert ähnlich wie die Wortkette. Alle Mitspieler definieren wieder eine Kategorie, zum Beispiel Pflanze. Der Reihe nach gehen nun alle das Alphabet durch: A für Affenbrotbaum, B für Bananenstaude, C für Chrysantheme und so weiter. Bei dem Spiel kann man auch gewinnen – denn für jede Lücke erhält der Spieler einen Minuspunkt. Wer am Ende die wenigsten Minuspunkte hat, hat gewonnen.

Wetten, Dass...?

Wenn der Verkehr mal fließt, läuft auch dieses Spiel: Wetten, der Lkw überholt gleich den Wohnwagen? Wetten, das Auto bleibt noch mindestens die nächste Minute auf der mittleren Spur? Wetten, uns überholen in den nächsten fünf Minuten zehn rote Autos? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Stadt, land, fluss

Stadt, Land, Fluss läuft besser, wenn es nicht läuft. Man braucht einen Zettel und einen Stift und eine Schreibunterlage, zum Beispiel ein Buch. Es werden Kategorien festgelegt, zum Beispiel Stadt, Land, Fluss, Beruf oder prominente Person. Einer zählt das Alphabet durch, ein Zweiter sagt "Stop". Nun müssen die Mitspieler für jeden Buchstaben einen Begriff finden, der mit diesem beginnt. Kinder sollten dafür vielleicht schon etwas älter sein.

Mehr zum Thema: