Das kotzt mich an

9 Dinge, die Polizisten in den Wahnsinn treiben

Marissa Müller

Nachtschichten, Überstunden und Beleidigungen: Die Polizei hat keinen leichten Job. fudder hat mit einem Polizisten gesprochen und ihn gefragt, welche Dinge ihn bei seinem Job in den Wahnsinn treiben.



1. Ruft wegen jeder Kleinigkeit an

Klar müsst ihr die Polizei rufen, wenn Gefahr herrscht. Aber wegen eines toten Tieres auf der Straße anzurufen, welches sich danach als kleiner Igel auf der Sperrfläche herausstellt, ist dezent übertrieben. Wir haben wirklich genug zu tun. Auch drei Männer, die scheinbar verdächtig mit Einkaufstüten durch eure Straße laufen, sind kein triftiger Grund, um uns zu rufen.

2. Steht im Weg rum

Natürlich ist man überfordert, wenn ein Unfall passiert. Trotzdem wäre es hilfreich, wenn ihr dann nicht im Weg herumstehen würdet. Verhaltet euch kooperativ und lasst uns unsere Arbeit machen.

3. Bildet keine Rettungsgasse, wenn wir mit Sirene und Blaulicht unterwegs sind

Merkt ihr selbst oder? Ihr blockiert damit unsere Arbeit und schadet vor allem den Opfern. Und so schwer ist es wirklich nicht an den Straßenrand zu fahren. Auch Notarzt und Krankenwägen wären euch mehr als dankbar, wenn ihr das beachtet.

4. Ruft an und habt es, wenn wir eintreffen, doch schon selbst geklärt

Sei es ein Streit unter Eheleuten oder ein Auffahrunfall, bei dem ihr euch schon geeinigt habt – oftmals werden wir trotzdem gerufen. Wenn ihr die Dinge selbst klärt, wieso ruft ihr dann an? Das ist für uns verschwendete Zeit. Und wenn es einen Notfall gibt, kommen wir vielleicht nicht rechtzeitig hin. Wir helfen, wenn wir gebraucht werden. Wenn ihr einfach nur reden wollt, dann ruft doch bitte das Sorgentelefon an.

5. Lügt uns an

Das Videoband hat den Ladendiebstahl aufgezeichnet, ihr wurdet als Dieb identifiziert. Der Ladendetektiv erkennt euch ebenfalls wieder. Sagt trotzdem, dass ihr es nicht wart. So etwas nervt, und es bringt euch auch absolut nichts. Ihr verschwendet nur unsere und eure Zeit.

6. Schreibt uns vor, wie wir unseren Job zu erledigen haben

Gebt immer und überall euren Senf dazu und wisst alles besser. Stellt am besten wirre Vermutungen an und verdächtigt Leute ohne einen Beweis. Denn die Polizei macht ja nie genug. Vertraut uns! Wir haben eine Ausbildung und gegebenenfalls ein Studium hinter uns. Wir wissen, was wir tun und müssen nicht belehrt werden.

7. "Scheiß Bullen!" – Pöbelt rum und seht uns als euer Hassobjekt

"Ich bin nichts, ich kann nichts, gib mir eine Uniform!" So etwas hören wir bei Demos oder bei Fußballspielen dauernd. Und das ist noch eine ziemlich harmlose Variante. Wir Polizisten sind auch nur Menschen und machen unseren Job. Wir haben uns zwar ein dickes Fell zugelegt aber es ist trotzdem nicht schön, wenn ihr uns als Todfeind anseht. Beamtenbeleidigung kostet übrigens.

8. Diskutiert wegen jedem Strafzettel

Eigentlich ist das Ordnungsamt für Strafzettel zuständig, aber wenn wir sehen, dass Autos im absoluten Halteverbot oder unrechtmäßig auf Behindertenparkplätzen parken, dann stellen wir auch schon mal welche aus. Und da hilft es wirklich nicht zu diskutieren. Bei so etwas können wir kein Auge zudrücken, auch wenn ihr uns noch so anbettelt.

9. Gafft

Es ist bei einem Einsatz immer hilfreich, wenn Schaulustige aus den Fenstern gaffen oder sich aus ihren Häusern bequemen, um zu sehen, was passiert ist – sagt kein Polizist jemals. Nein, ihr helft uns damit meistens nicht. Oft behindert ihr einfach nur unsere Arbeit, in dem ihr überall eure Nase hineinsteckt. Wenn euch etwas betrifft, dann erfahrt ihr auch davon. Sonst haltet euch bitte einfach zurück.

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