7 Last-Minute-Kostüm-Vorschläge für Halloween

Marius Buhl

Noch kein Kostüm für Halloween? Kein Problem! Wir haben für euch sieben Kostüme zusammengestellt, die schnell zu machen sind und wenig kosten - und mit denen ihr auf jeder Party von euch reden macht:



Franz-Peter Tebartz-van Elst (der aus der Kirche)

Zugegeben: Klerikale Outfits an Halloween sind Mainstream - man denke nur an den Grusel-Mönch im braunen Umhang. Aus aktuellem Anlass haben wir aber einen anderen Vorschlag: Mach den Bling-Bling-Bischof. Einfach etwas lilafarbenen Stoff kaufen, Loch rein schneiden, Kopf durchstecken und das ausgeschnittene Stück Stoff auf den Kopf legen. Bling-Bling-Kette vom letzten 50-Cent-Kostüm umhängen und – ganz wichtig – richtig viel Geld mitnehmen, das euch nicht gehört, und mal so richtig prassen und ableben – und danach in einer goldenen Badewanne entspannen.

Ersti (der aus der Uni)

Halloween, das heißt ja immer auch: andere Leute erschrecken. Der Tipp, um ältere Studenten auf Studi-Halloween-Partys zu erschrecken: Verkleide dich als Ersti! Einfach die alte Schultüte noch mal verwenden, statt Süßigkeiten aber einen großen Stadtplan, viel Joster und ein MacBook Pro reinpacken. Hornbrille aufsetzen, ein verwirrtes Gesicht machen, mit Leidenschaft über das ach-so-schwierige Seminar, das auch noch am Abend stattfindet, reden, und mit Mama links und Papa rechts auf der Party einmarschieren.

Oli Baumann (der vom SC Freiburg)

Eher der sportliche Typ? Nimm drei Bälle und ein kleines Plastiktor mit und wirf dir die Bälle im Abstand von wenigen Minuten einfach selbst ins Tor. Ihr wisst, wer ihr seid? Richtig: SC-Keeper Oli Baumann. Die traurige Mitleidsnummer zieht übrigens auch bei Mädels ganz gut. Und wenn die Party scheiße wird? Einfach abhaken: „Das war 'ne Scheiß-Party, die nächste wird wieder besser!“

Neue UB (die neben dem Theater)

Ihr liebt es, Haare und Meinungen zu spalten? Dann geht als neue UB! Einfach Alufolie in kleine Rechtecke schneiden, überall auf die Haut kleben und einen schön schiefen Gang einnehmen. Tipp: Stellt euch ins Licht, dann funkelt ihr so schön, dass euer Kumpel, der dann hoffentlich als Stadttheater unterwegs ist, so richtig neidisch wird. Und wenn ihr richtig strebern wollt, überredet ein paar Mädels, sich als KG I, II, III und IV zu verkleiden - dann ist das Innenstadt-Ensemble komplett!

Casper (der aus dem Feuilleton)

Ihr wollt nicht nur gruselig aussehen, sondern habt auch flirtmäßig mächtig was vor? Dann geht auf eine Halloween-Party für Mädchen um die 20, zieht euch Opas altes Holzfällerhemd an, kritzelt euch mit dem Kulis schlechte Tattoos auf die Arme, schaut bedeutungsschwanger-melancholisch in die Ferne und flüstert den Girls mit kratziger Pressstimme pseudo-intellektuelle Poesie ins Ohr. Da sie Casper lieben, werden sie auch euch lieben.

Schwebescheich (der aus der Fußgängerzone)

Ihr habt zufällig einen Bademantel bei euch und habt einen starken Freund - eventuell einen Sportstudenten oder Quarterback der Sacristans - bei euch, der euch tragen kann? Dann braucht ihr nur noch einen stoischen Gesichtsausdruck und ein kleines Geldkässle, um als Schwebemönch zu gehen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja einen Holzkopf auf der Party, der den Trick noch nicht verstanden hat und euch bewundert. Zum Flirten allerdings - siehe Stoik – ist der Schwebescheich eher ungeeignet.

Walter White (der aus "Breaking Bad")

Glatze rasieren, Schnauz- und Kinnbart aufkleben, weißen Kittel aus dem Bauhaus anlegen, ein Kilo Kandiszucker mit Lebensmittelfarbe blau färben und mit geheimniskrämerischer Miene an die Partygäste verticken. "Breaking Bad" ist sowieso das Partygespräch Nummer eins, insofern werdet ihr als Walter White im Mittelpunkt stehen. Und wenns langweilig wird: Einfach erzählen, das wäre echtes Crystal. Der Placebo-Effekt erledigt dann den Rest.

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