60-Jähriger bricht mitten in Freiburg zusammen - zwei Passanten retten ihm das Leben

fudder-Redaktion

Ein Mann bricht zusammen, zwei Passanten leisten erste Hilfe. 300 Menschen stehen um sie herum und schauen zu:



Der 60 Jahre alte Mann kollabierte am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr in der Bertoldstraße, unweit des Cinemaxx-Kinos, direkt neben den Tramgleisen, und blieb reglos liegen.


Während sich nach Angaben der Polizei rund 300 Schaulustige um den leblosen Mann versammelten, wurden ein 25-jähriger Mann und eine 53-jährige Frau auf die Situation aufmerksam. Sie fingen an, den Mann mittels Herz-Lungen-Massage zu reanimieren. Die beiden couragierten Passanten hielten die Maßnahmen bis zum Eintreffen des Notarztes aufrecht.

Nach Angaben der Polizei wurde die Arbeit der Rettungskräfte durch die Menschenmassen so erheblich beeinträchtigt, dass die Polizei ausrücken musste, um die Rettungskräfte und den bewusstlosen Mann mit Tüchern vor den neugierigen Blicken der Schaulustigen abzuschirmen.

Im Einsatz war der Intensivtransportwagen, der von Malteser Hilfsdienst und dem Roten Kreuz gemeinsam besetzt wird. Entgegen der Angaben der Polizei fühlte sich das Rettungsteam vor Ort jedoch nicht durch Passanten behindert. Es seien nach Aussagen des Malteserhilfsdienst zwar viele Passanten am Einsatzort gewesen, eine Behinderung habe es aber nicht gegeben.

Der Straßenbahnverkehr war nach Angaben der Polizei durch die große Anzahl an Zuschauern beeinträchtigt. Zwischenzeitlich stauten sich bis zu acht Straßenbahnen hintereinander in der Bertoldstraße.

Nach Angaben des Notarztes ist es nur dem couragierten Eingreifen der beiden Passanten zu verdanken, dass der Mann lebend in die Unklinik Freiburg eingeliefert werden konnte. Über seinen jetzigen Zustand ist noch nichts bekannt.

[Symbolfoto: dpa Picture Alliance]