Festival am Tunisee

23.500 Besucher bei der Sea You – Polizei zieht positive Bilanz

Joachim Röderer

Die Sea You am Tunisee hat auch in diesem Jahr Tausende Besucher angelockt. Die Polizei zieht insgesamt eine insgesamt positive Bilanz. Problematisch waren vor allem Partygäste, die auf der A5 umherliefen.

Dennoch wurden rund um das Festival 140 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten gezählt. Oft ging es dabei laut Polizei um Drogendelikte. Im Großeinsatz war das ganze Wochenende über auch das Deutsche Rote Kreuz, das 180 Helferinnen und Helfer eingesetzt hat.


"Das polizeiliche Gesamtkonzept zur Sea You ging auch in diesem Jahr wieder auf", bilanziert die Polizei. Um einen sicheren Festivalverlauf zu gewährleisten, seien die Polizeibeamten im Straßenverkehr und auch im Umfeld der Veranstaltung präsent gewesen, heißt es im Bericht vom Montag. Kontrollaktionen waren seitens des Polizeipräsidiums Freiburg frühzeitig über die Medien angekündigt worden.

Drei Camper wurden durch eine Verpuffung verletzt

Insgesamt registrierte die Polizei bei und im Umfeld der Veranstaltung rund 140 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, im Schwerpunkt Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auf einem Campingplatz in Reute/Vörstetten wurden am Samstag gegen 2.10 Uhr, drei Festivalbesucher aus der Schweiz verletzt, weil sie einen Grill mit Spiritus anzünden wollten, was zu einer Verpuffung führte.

Die Polizei musste jedoch auch in diesem Jahr wieder intervenieren, weil sich Festivalbesucher zu Fuß auf der Autobahn A5 und auf der Bundesstraße 294 bewegten – unter anderem auch, weil Taxifahrer ihre Fahrgäste in diesen gefährlichen Bereichen aussteigen ließen. Auch hier werden noch Ermittlungen geführt.



Nach Angaben des Veranstalters und nach Schätzungen der Polizei hielten sich am Samstag rund 13 000 und am Sonntag rund 10 500 Besucher auf dem Areal auf. Auch bemerkenswert: Insgesamt ging in diesem Jahr nur eine Beschwerde wegen Ruhestörung bei der Polizei ein.

Das DRK musste 200 Festivalgäste betreuen

Beim Festival am Tunisee war auch das DRK mit einem Großaufgebot vertreten. Weil in der Region noch andere Veranstaltungen stattfanden, mussten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eines der arbeitsintensivsten Wochenenden seit Jahren bewältigten. Beim Sea-You-Festival waren mit Beginn am Samstagmorgen rund 180 Helfer samt zwei Notärzten mit zahlreichen Fahrzeugen vor Ort. Koordiniert wurde der Einsatz durch die DRK-Fachdienstgruppe "Information und Kommunikation", welche an beiden Tagen mit einem eigenen Einsatzleitwagen und drei Helfern vor Ort war. Unterstützt wurde der Ortsverein Freiburg von den Kollegen aus Bötzingen, Ebnet/Kappel, Friesenheim, Glottertal, Gundelfingen, Hartheim, Ihringen, Umkirch, Stegen, Mahlberg, Küssaberg und dem Rettungsdienst Freiburg.

DRK-Einsatzleiter Matthias Weyand erklärte: "Das Team vor Ort war sehr erfahren und professionell, dadurch konnten wir den Einsatz sehr gut meistern." Schwerpunkt der etwa 200 Patientenkontakte allein am Festival waren internistische Vorfälle. Es gab bislang dazu begleitend vier Transporte in umliegende Kliniken. Ebenfalls mit im Einsatz war die DLRG.



Mehr zum Thema: