Protest

200 Menschen demonstrieren auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt für linksunten.indymedia

Frank Zimmermann

Rund 200 Menschen haben am Samstag in der Freiburger City gegen den ihrer Meinung nach ausufernden Überwachungsstaat und das Verbot der linken Plattform "linksunten.indymedia" protestiert.

Die Innenstadt war am Samstagnachmittag voller Weihnachtseinkäufer – und mittendrin demonstrierten etwa 200 Menschen gegen das Verbot der linken Internetplattform "linksunten.indymedia" im Sommer dieses Jahres durch den Bundesinnenminister. Die angeblichen Betreiber der Seite klagen dagegen vor dem Verwaltungsgericht Freiburg.


Protestzug startet am Rathausplatz

Der Protestzug begann am Samstagnachmittag gegen halb fünf auf dem überfüllten Rathausplatz am Rande des Weihnachtsmarktes. Entgegen dem ursprünglichen Wunsch der Demonstranten zog der Protestzug dann über die Merian- und Schiffstraße auf die Kaiser-Joseph-Straße. Die Polizei begleitete die Demo mit einem großen Aufgebot. Der Protest blieb friedlich, die Demonstranten verteilten Flyer an Passanten und hielten am Bertoldsbrunnen eine Kundgebung. Sie sprachen sich gegen staatliche Repression, islamistische Gewalt, Faschismus und autoritäre Regime aus.

Gegen 17.45 Uhr löste sich die Versammlung auf dem Platz der Alten Synagoge auf. In einer Pressemeldung bestätigte die Polizei, dass es zu keinen nennenswerten Störungen gekommen sei.

Demonstration nicht angemeldet

Demonstrationen linker Gruppierungen an einem der Adventssamstage in der Freiburger Innenstadt haben seit Jahren Tradition. Dabei rufen die Demonstranten stets auch zum Konsumverzicht auf. In den letzten Jahren blieb es überwiegend friedlich. Die Demonstrationen werden stets nicht bei der Stadtverwaltung vorab angemeldet, wie es eigentlich erforderlich wäre.