19-jähriger Gewalttäter in Haft

David Weigend

Müllheimer Polizeibeamte hatten es diese Woche mit einem sehr wehrhaften, jungen Mann zu tun. Zuerst wollte er sich Benzin in Colaflaschen abzapfen, dann widersetzte er sich gegenüber den Polizisten, weil diese den Streit mit seiner Freundin aufklären wollten. Jetzt ist er in Haft.

Am Sonntagmorgen, 30. März, 0.10 Uhr, rief ein Tankwart die Polizei, weil junge Leute Benzin in Colaflaschen abfüllen wollten. Deswegen musste er schon zweimal die Tanksäulen sperren. Gegenüber der Polizei trat ein 19-Jähriger als Wortführer auf, der erkennbar betrunken war. Nach der Personalienfeststellung löste sich die Gruppe auf.


Eineinhalb Stunden später, um 1.40 Uhr, bat ein besorgter Vermieter die Polizei um Hilfe. Sein 19 Jahre alter Mieter sei betrunken nach Hause gekommen, habe randaliert und sich heftig mit der Freundin gestritten. Diese sei dann aus der Wohnung geflüchtet und würde von ihrem Freund verfolgt. Bis zum Eintreffen der Polizei war das junge Paar wieder in der Wohnung.

Bei der Abklärung des Sachverhalts zeigte sich der 19-Jährige, der zuvor an der Tankstelle der Wortführer gewesen war, gegenüber allen aggressiv und keiner Vernunft zugänglich. Die Polizei nahm ihn in Gewahrsam.

Unvermittelt schlug er einem Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht. Zugleich hetzte er seinen Hund gegen die Beamten. Das Tier biss den zweiten Polizeibeamten ins Bein und in den Unterarm. Den Beamten gelang es, den sich mit allen Kräften wehrenden und gezielt um sich spuckenden Täter zu überwältigen. Dabei wurde der zweite Beamte durch einen Fußtritt des Täters im Gesicht getroffen.

Bevor der Täter die Nacht in der Arrestzelle verbrachte, erfolgte eine Blutentnahme. Beide Polizeibeamte ließen sich von einem Arzt untersuchen. Dieser erklärte einen der beiden für dienstunfähig.

Die Staatsanwaltschaft hat nun einen Haftbefehl beantragt, da der 19-Jährige schon mehrfach als gewalttätig aufgefallen sei. Gestern Vormittag wurde er festgenommen, dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt verbracht.