13 Dinge, die du als Tollpatsch in Freiburg beachten solltest

Vanja Tadic

Du verhältst dich wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen? In Freiburgs Straßen ist damit jetzt Schluss für dich. Wir haben die gefährlichsten Fallen der Innenstadt für Tollpatsche rausgesucht:



1. Das Kopfsteinpflaster: Vor allem am Münsterplatz sind die Steine zum Teil wirr angeordnet und lassen dich schnell umknicken, wenn du (vor allem mit hohen Schuhen) einmal falsch auftrittst. Tipp: Wanderschuhe von Lowa oder Meindl mit verstärktem Rist tragen!


2. Augustinerplatz: Wenn du mit dem Fahrrad durch die Stadt fährst, musst dir bewusst sein, dass auf dem Augustinerplatz im Sommer Leute sitzen - manchmal so viele, dass sie sich gegenseitig auf dem Schoß rumhocken. Also fahr' nicht mit voller Karacho den Abhang runter, sonst landest du möglicherweise mit dem Kopf auf einer Shisha und mit den Füßen in einer Schale Guacamole. Tipp: Nach 23 Uhr kanst du dort Runden drehen, so viele du willst.

3. Freiburgs Radfahrer: Sie fahren ohne Regeln und achten nicht auf Schilder, sagt man. Häufig verschlägt es sie zudem in die verbotenen Fußgängerzonen, wo sie ihre Ellbogen noch weiter ausfahren als sonst. Wenn du nicht zu einem weiteren Unfallopfer eines Radlers werden willst, dann laufe erst, nachdem du wirklich drei Mal geschaut hast, bei Grün über die Ampel. Tipp: Selbst Fahrrad fahren.

4. Freiburger Bächle: Die Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl hat es hier beim Papstbesuch schon erwischt: Sie fuhr mit ihrem dicken Mercedes ins Bächle. Die neun Kilometer lange Falle ist aber auch fies, vor allem, weil du nach dem 'Neidabbe' ... du weißt schon. Tipp: Gummistiefel tragen!

5. Münstertreppenaufgang: Solltest du einmal das Münster besteigen, mach' dir davor bewusst, wie schmal und steil der Treppenaufgang ist. Besonders beim Runterlaufen kann das gefährlich werden: Stolperst du, wirst du zur Murmel in der Murmelbahn. Tipp: Immer außen laufen, egal, was die anderen davon halten.

6. Münsterwurst: Die meisten Leute machen zu viel Senf und Ketchup drauf, weswegen die Soße schnell raustrieft und aufs Hemd tropft. Tipp: Wurst ohne Senf, Ketchup und Zwiebeln essen. War'n Scherz, natürlich!

7. Baustellen: Momentan können wir uns vor Baustellen kaum retten. Das Problem ist, dass sie sich exponentiell auszubreiten scheinen und die Stadt überfallen wie ein Virus. Am besten auf die Schilder und andere Leute achten, sonst fällst du in ein Baustellenloch und wirst einbetoniert. Tipp: Innenstadt komplett meiden!

8. UB-Drehtür: Sie dreht sich sooo verdammt langsam. Bleib ruhig und aufmerksam, damit du nicht gegen die Scheibe läufst und den Verdruss anderer auf dich ziehst, weil du sie angehalten hast. Tipp: Nicht lernen!

9. Straßenbahnen und Straßenbahnschienen: Wenn du Regel 3 befolgt hast und ein rücksichtsloser Radler geworden bist, ist noch nicht alles gut. Besonders in der Verbotszone am Bertoldsbrunnen musst du deine Augen ganz besonders weit offen halten. Hier fahren die Straßenbahnen kreuz und quer und machen den Radlern das Leben schwer. Niemals solltest du in die Nähe einer Schiene gelangen, sonst legt es dich der Länge nach hin. Tipp: Auto fahren!

10. Schmale Gassen: Pass auf, dass du nicht mit der Schulter an der Wand hängen bleibst, oder dagegen läufst. Die Buttergasse hat ihren Namen nicht, weil sie weich wie Butter ist. Tipp: Bauch einziehen!

11. Blaue Brücke: Alle deine Freunde klettern gekonnt die Blaue Brücke hoch? Mach' es ihnen nach - aber nur, wenn du schwindelfrei bist. Denn von der Wiwili-Brücke zu fallen ist nicht besonders schön. Tipp: Mit Bier ins Café Hermann setzen - und den Waghalsigen beim Schwanken zusehen!

13. Dreisam: Gerade in diesen Tagen ist die Dreisam mal wieder vom Rinnsal zum Fluss geworden. Schnell macht man bei einem Spaziergang einen falschen Schritt und schwups - treibt man an der Lorelei vorbei gen Nordsee. Tipp: prophylaktisch Schwimmflügel tragen.

Du bist gefragt!

Kennst du weitere Orte, die Tollpatsche meiden sollten? Wir freuen uns über Deine Tipps in den kommentaren!

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[Foto: Marius Buhl]