12 Gründe, warum du sofort mit Aikido anfangen solltest

Deborah Krzyzowski

Fußball, Basketball, Tennis: Alles okay, aber eigentlich stumpf und langweilig. BOGY-Praktikantin Deborah macht Aikido - und erklärt euch hier, warum ihr das unbedingt auch machen solltet:



1. Weil du dich damit friedlich selbst verteidigen kannst...



Aikido hat den Ruf, eine der friedlichsten  Kampfkünste zu sein. Ziel ist es, die Kraft des Angreifers so zu leiten, dass er seinen geplanten Angriff nicht fortsezten kann. Dennoch hat man die Möglichkeit, ihn zu verletzten, beispielsweise durch das Brechen des Ellenbogens oder das Ausrenken der Schulter.
Sprich: Du hast immer die Macht.

2. Weil du Ausdauer kriegst und deine Atmung kontrollieren kannst...



Am Anfang einer Aikido-Einheit macht man meistens Atemübungen und Gymnastik, welche bis zu einer Dreiviertelstunde dauern können. Dadurch bereitet man sich körperlich sowie mental auf die Übungsstunde vor. Das kann sich aber auch bei anderen Sportarten als nützlich erweisen, beispielsweise im Schwimmen oder Joggen, wo man eine gleichmäßige Atmung benötigt.

3. Weil du dadurch ein bisschen Japanisch lernst...



Alle Techniken haben japanische Namen - eine gute Gelegenheit, sich ein bisschen Japanisch beizubringen. Ikkyō bedeutet beispielsweise „die erste Technik in einer Reihenfolge“.

4. Weil du damit schon fast zum Zen-Meister wirst



Zen, das kennt man ja aus Jet-Li-Filmen und der Esoterik - oder war es doch Buddhismus? Ja, was ist Zen überhaupt? Eigentlich ist es eine Strömung des Buddhismus. Im Aikido meint es hauptsächlich die Beherrschung der Emotionen, um Einheit in der Bewegung zu schaffen - so wird Aggression zu Ruhe und Angst zu Mut umgewandelt.

5. Weil du damit sogar Darwin widerlegst...



Darwins Evolutionstheorie wird im Aikido widerlegt. Denn hier geht es um die korrekte Ausführung einer Technik, mit Hilfe derer man auch deutlich stärkere und größere Gegner besiegen könnte.

6. Weil du damit zum Samurai wirst



Ist man schon etwas länger dabei, kann man sich auch im Stock- und Schwertkampf versuchen, was hauptsächlich zum Vertiefen der Technik dient. Dabei darf man sich ruhig Samurai-mäßig fühlen, denn Meister Ueshiba Morihei, der Gründer des Aikidos, war ein Lehrling eines waschechten Samurais aus dem Takeda-Klan - ein uraltes, um das Jahr 1130 entstandenes und nun bereits ausgestorbenes Adelsgeschlecht aus Japan.

7. Weil du deine Physikkenntnisse aufbessern kannst...



Aikido ist eine hervorragende Gelegenheit, nochmal den ach so verhassten Physikstoff aus der Schule durzugehen, denn es macht sich die physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu Nutze: Kinetik, Hebel, Rotationsachsen - all das wirst du danach endlich verstanden haben.

8. Weil es egal ist, wie alt du bist...



Was bei anderen Sportarten nicht üblich ist, ist hier Normalität: Das Alter in dem man beitritt ist egal. Meistens gibt es auch extra Trainings für Anfänger, Kinder und Jugendliche oder Fortgeschrittene. Jediglich die Motivation und Lernbereitschaft zählt.

9. Weil du einen verdammten "Schwarzen Gürtel" kriegen kannst...



Ja, auch im Aikidio gibt es einen „Schwarzen Gürtel“, den man nach dem Absolvieren des ersten Dans tragen darf. Davor kommen aber erst noch die zehn Kyu-Prüfungen - keine Angst, hier kann man so gut wie gar nicht durchfallen.

10. Weil du japanische Meister kennen lernen wirst...



Wer schon immer mal orginalgetreu bei einem japanischen Meister lernen wollte, hat auf den Lehrgängen, die regelmäßig stattfinden, dazu die Chance.

11. Weil du dann endlich Knoten knoten kannst...



Wie auch in anderen Kampfsportarten muss man auch im Aikido Anzug und Gürtel tragen. Wie man diesen Gürtel bindet, ohne dass er verrutscht oder zu eng anliegt ist eine Kunst für sich, die man nur im Aikido erlernen kann.

12. Weil es keine Ausrede gibt...



Ausreden wie „Ich habe keine Zeit“ oder „Das liegt nicht in der Nähe“ ist beim Aikido in Freiburg schier unmöglich. In Mooswald, Haslach sowie Wiehre sind Aikido-Vereine vertreten, von den privaten Sportvereinen mal ganz abgesehen. Bei den meisten Vereinen findet das Training täglich statt, meist auch mit verschiedenen Schwerpunkten, wie Stockkampf, Fortgeschrittene oder 1. Dan. Im aikikai in der Lörracherstraße 39a wird beispielweise jeden Abend trainiert, Donnerstags auch für Kinder, Jugendliche und Anfänger. Wer hineinschnuppern möchte, ist jederzeit willkommen!

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