Dating-Show

Zwei Freiburgerinnen kämpfen beim Bachelor um denselben Mann

Alexander Schneider

Am Mittwoch startet die 10. Staffel des Dating-Formats "Der Bachelor" auf RTL. 22 Frauen kämpfen in der Show um das Herz eines Mannes – darunter auch zwei Freiburgerinnen.

Am diesem Mittwoch um 20.15 Uhr startet die zehnte Staffel der Dating-Sendung "Der Bachelor" auf RTL. In dem Format wollen 22 Frauen den diesjährigen Bachelor Sebastian Preuss, der einen eigenen Malerbetrieb in München hat, für sich gewinnen. Die aktuelle Staffel der teils kontrovers diskutierten Show wurde auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan gefilmt, wo sich die "Bachelor-Villa" befindet, wo die Kandidatinnen wohnen. In jeder Folge entscheidet Bachelor Sebastian Preuss, welche Frauen weiterkommen. Dazu verteilt er Rosen an seine Favoritinnen. Die große Frage am Ende: Wer bekommt die letzte Rose? Vielleicht eine der zwei Freiburger Kandidatinnen Vanessa Guida und Jenny Schneider?


Vanessas beste Freundin ist ihre Oma

Die 27-jährige Vanessa Guida ist in Freiburg geboren und lebt in Weingarten zusammen mit ihrer Oma. "Meine Oma ist meine beste Freundin", sagt sie. Ihre Familie betreibt die kleine Pizzeria "Isabella" in der Unterwiehre direkt neben Rotteckgymnasium und Angell-Akademie. Ihre Familie sei ihr sehr wichtig und an den Wochenenden helfe sie auch in dem Familienlokal aus, sagt sie. Vanessa trifft sich am liebsten mit ihren Freunden im Familienrestaurant, denn "dort ist es schön ruhig und wir haben gutes Essen." Nach 27 Jahren hat Vanessa Guida genug von Freiburg und will wegziehen – wohin weiß sie noch nicht. Das einzige was sie in der Stadt noch hält sind Freunde und Familie. "Wenn meine Oma Lust hätte, würde ich sie am liebsten mitnehmen."



Was hat sie dazu gebracht, sich bei der RTL-Show zu bewerben? "In Freiburg gibt es für mich persönlich keine guten Männer." Das sei nur einer der Gründe, warum es bei ihr nicht auf dem einfachen Wege mit einer Beziehung geklappt habe. "Ich bin wahrscheinlich auch nicht einfach. Spezielle Persönlichkeiten brauchen vielleicht spezielle Wege." Das Format "Der Bachelor" fand sie schon immer reizvoll. Ihrer Ansicht nach ist es nicht sexistisch, dass ein Mann zwischen 22 Frauen entscheiden kann. "Es ist auf jeden Fall etwas verrückt und sehr emotional und man weiß im Vorfeld nicht, auf was man sich einlässt." Neben neuen Erfahrungen hofft Vanessa auch die wahre Liebe zu finden. Aber: "Es wäre gelogen zu sagen, es geht mir nur um die Liebe. Ich weiß natürlich nicht vorher, wer vor mir stehen wird. Aber ich nehme das alles ernst und es würde mich wahnsinnig freuen, wenn dabei echte Gefühle entstehen".

Jenny ist mit sich selbst zufrieden

Die zweite Freiburgerin, die in die Bachelor-Villa einzieht, ist Jenny. Neben ihr gibt es dieses Jahr drei weitere Jennys und eine Jennifer. Die Freiburger Jenny sticht jedoch mit ihren Tattoos hervor. "Optisch steche ich auf jeden Fall heraus und ich bin auch kein typisches Mädchen. Ob das ein Vorteil ist, kommt darauf an, ob er genau das mag", sagt sie. Ihr erstes Tattoo ließ sich die Veganerin mit 18 Jahren stechen. Die ehemalige Wimpernstylistin kommt aus Freiburg-Hochdorf und arbeitet seit kurzem bei "Anker Tattoo & Piercing" in der Stadtmitte als Storemanagerin. Was gefällt ihr an Freiburg? "Ich mag es, dass Freiburg so schön sauber ist." Beim Bachelor macht sie mit, weil das ein tolles Abenteuer sei, mit der Chance einen tollen Mann kennenlernen zu können. An Liebe auf den ersten Blick glaube sie nicht: "Ich glaube an verliebt sein auf den ersten Blick, aber Liebe muss sich entwickeln."



Sie findet, man müsse mit sich selbst glücklich sein, um eine Beziehung eingehen zu können. Auf die Frage ob das der Grund sei, warum sie seit fünf Jahren Single ist, antwortet sie: "Ich bin schon lange mit mir selbst zufrieden, doch es kam noch kein Mann, der mich überzeugt hat." Auch sie findet die Show nicht sexistisch. "Es kommt ganz darauf an, was man daraus macht. Man hat es selbst in der Hand, ob es sexistisch wird."