Neue Messe

Zum DFB-Pokalfinale gibt’s in Freiburg ein großes Public Viewing

Jens Kitzler

Wenn der SC Freiburg am 21. Mai im DFB-Pokalfinale steht, wird es in Freiburg eine Fanmeile mit Riesenleinwand geben. Bis zu 15.000 Fans können an der Messe das Spiel verfolgen.

Wie Karoevent-Geschäftsführer Christoph Römmler Dienstagabend auf BZ-Anfrage mitteilte, soll die Veranstaltung unter dem Titel "Edeka-Fanmeile" laufen. Und man könne sie durchaus auch als die offizielle DFB-Pokal-Party des SC Freiburg verstehen: "Der SC steht da voll dahinter".

Mehr Engagement für lokale Veranstaltungen ist vom Sportclub ohnehin nicht zu erwarten, denn der, so hatte der Verein bereits am Montag erklärt, fahre praktisch mit Mann und Maus nach Berlin. Deshalb, sagt Römmler, seien auch altes wie neues SC-Stadion als Veranstaltungsorte von vorneherein ausgefallen, "weil vom Verein eben überhaupt niemand da ist". Auch den Eschholzpark – Public-Viewing-Ort von 2006 – habe man in Betracht gezogen, aber davon sei die Stadt nicht begeistert gewesen.

80-Quadratmeter-Leinwand auf einem Truck

Nun also die Messe. Römmler rechnet mit etwa 10.000 Zuschauern, das sei eine konservative Kalkulation, vielleicht würden es aber auch 15.000. Beide Größenordnungen könne man auf dem Gelände problemlos bewältigen und verkehrstechnisch sei die Messe inzwischen ja bestens angebunden. Der für die Menschenmenge notwendige Riesen-Fernseher ist auf einen Sattelschlepper montiert und wird aus Wien angefahren. "Es wird eine gigantische Full-HD-LED-Leinwand mit über 80 Quadratmetern", sagt Römmler. Zum Vergleich: Beim letzten Massenfußballgucken an der Messe 2016 kam eine 43 Quadratmeter große Leinwand zum Einsatz, die 2014 auf dem Strabag-Gelände an der Heinrich-von-Stephan-Straße hatte 34 Quadratmeter Fläche.

Römmler will am 21. Mai um 16 Uhr die Tore öffnen und dann ein Vorprogramm bieten, die Bühnenshow übernimmt der Sender Baden.FM als Mitveranstalter. Ab 19 Uhr soll dann die Live-Übertragung aus Berlin auf der Leinwand laufen, um 20 Uhr ist Anpfiff. Noch sei man am Planen, noch sei einiges nicht konkret, sagt er – denn die Idee ist jung: Donnerstag vergangener Woche habe man erstmals überlegt, zum Finale eine Veranstaltung aufzuziehen. Etwa 120 000 Euro werde Karoevent für das Public-Viewing aufwenden müssen, hereinholen will der Veranstalter das durch Vermietung von Gastro-Ständen und Sponsoring. Nicht über Eintritte: Kosten soll der Zutritt aufs Gelände 3 Euro, als Sicherheitsgebühr, mit der die Fans zur Finanzierung der Security-Kräfte beitragen. 50 bis 55 Sicherheitsdienstler werde man brauchen, glaubt Römmler.

Empfang für die Rückkehrer aus Berlin?

Noch offen ist, ob auf der Public-Viewing-Arena am darauffolgenden Sonntag auch ein städtischer Empfang für die SC-Kicker stattfinden könnte. Erste Gespräche habe es dazu gegeben, sagt Römmler. Im Rathaus heißt es derzeit nur, es seien mehrere Optionen in der Überlegung.

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