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Nachtleben

Zehn verschwundene Clubs, an die sich viele erinnern

Das Nachtleben ist vergänglich, die Clubszene auch. Wir erzählen die Geschichte von zehn verschwundenen Diskotheken, an die sich viele Menschen in Südbaden heute noch erinnern.

Wenn ihr die Lektüre dieses Artikels beendet habt, dann verratet uns bitte in den Kommentaren, welche unvergesslichen Clubs wir doch vergessen haben :)

Oktan (Emmendingen)

Mitten auf der Tanzfläche der Emmendinger Diskothek Oktan stand ein sowjetisches Jagdflugzeug – eine MiG15, die nach Ende des Kalten Kriegs per Tieflader nach Emmendingen transportiert worden war. Zuvor befand sich in dieser Halle eine Autowerkstatt. Das Oktan war die erste Großraumdisco Südbadens, die Anfang der 90er die noch junge House- und Techno-Szene beherbergte.

Die badischen Resident-DJs hießen Andreas Rau (DJ Up-Art), Thorsten Leucht (R.T.EL) und Altmeister Peter Spille (Transmaster), der mit Mitte 60 immer noch an Techno-After-Hours auflegt. Doch mit dem Erfolg kam der Ärger: Ein Anwohner zog wegen des Lärms der Techno-Beats vor Gericht, Partydrogen riefen die Polizei auf den Plan. Die Behörden ordneten schließlich ein Musikverbot an: Wenn Techno lief, musste das Oktan schon um 3 Uhr schließen – zwei Stunden früher als sonst. Die Folge: Die Gäste blieben aus, im April 1997 schloss die Diskothek, ein Insolvenzverfahren wurde eröffnet.

Die Geschichte des Oktan zeigt auch, wie wandelbar die Orte des Nachtlebens sind. Denn heute arbeiten in der einstigen Technodisco die Servicekräfte der Agentur für Arbeit des Landkreises Emmendingen. Einmal jährlich, meistens im Dezember, treffen sich die angegrauten Oktan-Stammgäste mit den DJs von früher und den Hits von damals zu einer Revival-Party – zuletzt im Hans-Bunte-Club in Freiburg.
TV-Talk aus dem Oktan: Partydroge Ecstasy - Tekkno-Discos in Verruf




Bauküche (Freiburg-Vauban)

Die Bauküche war eine der Keimzellen für Techno und Rave-Kultur in Freiburg. Der legendäre Club, gelegen im Süden der Stadt auf dem heutigen Gelände des Stadtteils Vauban, war eigentlich gar kein Club. Er diente tagsüber als Küche und Kantine für die Bauarbeiter, die die ehemaligen Kasernen der französischen Besatzungstruppen abrissen. Zu ...

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