Workout mit dem Smartphone: 5 Bodybuilding-Apps im Test

Moritz Kraus

Fast jeder benutzt im Fitnessstudio sein Handy. Ob Musik hören oder Muskel-Selfie - das Smartphone ist zum Trainingspartner geworden. Warum also nicht auch den eigenen Trainingsplan auf dem Handy erstellen und das Workout dokumentieren? Wir stellen euch fünf Apps vor, die das können:

 

Gym Hero

Mit Gym Hero kann man sein Training in einem so genannten Log protokollieren. Hat man einmal auf "Start Workout" geklickt, stoppt die App die gesamte Trainingszeit. Der User hat jetzt die Möglichkeit, seine Übungen selbst zu benennen und einzutragen. Sätze und Gewicht muss man per Scrollen festlegen. Eine Spalte für Notizen gibt es ebenfalls. Am Trainingsende schließt man die Aufzeichnung mit dem "Finish-Button" ab und bekommt eine Übersicht in der Trainingsdauer und absolvierten Übungen detailliert aufgeführt sind.

Während des Trainings ist die App unbrauchbar. Gewichte und Arbeitssätze einzutragen ist durch das viele Scrollen etwas lästig. Außerdem will die App, dass man sich einen Account erstellt, um seine Daten in einer Cloud abzuspeichern.
Das größte Manko von Gym Hero ist allerdings die fehlende Stoppuhr der Free-Version, sodass man die Satzpausen mit der Smartphone-Uhr stoppen muss. Man ist also gezwungen, die App zu schließen und zur Stoppuhr zu wechseln. Dazu kommt das etwas lieblose Design, das mit seiner blauen Schrift auf weißem Untergrund eher unangenehm für die Augen ist.

Für iOS gratis. Pro-Version 5,99 Euro.
Fitness Point

Fitness Point verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Hier kann der Nutzer Übungen aus einem Katalog auswählen, der nach Muskelgruppen geordnet ist. Detailliert erklärt werden die einzelnen Übungen auch - Beschreibung und Bilder inklusive. Mit dem Katalog kann man sich individuell ein Workout erstellen. Einen Kalender bietet die App auch, in dem die Trainingstage automatisch eingetragen werden.

Während des Trainings punktet die App mit einfacher Bedienung und Übersichtlichkeit. Man kann jede Übung einzeln anwählen und seine Gewichte und Sätze eintragen. Leider ist der Katalog in der Free-Version etwas klein: Zum Beispiel fehlen Grundübungen wie Klimmzüge oder Kreuzheben. Die Pro-Version hingegen bietet die nötigen Extras: einen Fortschrittsgraphen und die essentielle Stoppuhr. Zudem ist sie werbefrei.

Für iOS gratis. Pro-Version 4,99 Euro.    

Pumpnlog

Wer einen soliden Log für seine Trainingsfortschritte sucht, der sollte zu Pumpnlog greifen. Auf einer ansprechenden Benutzeroberfläche kann man ein Workout starten, seine erstellten Logs bearbeiten und sogar eine Fotogalerie mit seinen Fotschritten anlegen. Hat man einmal eine Trainingseinheit erstellt, funktioniert die App sehr intuitiv.

Hakt man zum Beispiel die absolvierten Sätze per "Check-Button" ab, startet der Timer für die Satzpause automatisch. Pumpnlog zieht am Ende des Workout ebenfalls ein Fazit in der unter anderem Trainingsintensität gemessen wird.

Vorteile der App sind die Übersichtlichkeit und die gelungene Gestaltung: große Buttons und hervorgehobene Timer. Allerdings sollte man Kenntnisse über Trainingspläne mitbringen, da kein Übungskatalog vorhanden ist. Für unerfahrene Anfanger ist die App deshalb nicht zu empfehlen.
Für iOS gratis.


Loox

Die vielbeworbene Loox-App dürfte vor allem den McFit-Gängern ein Begriff sein. Diese App richtet sich nicht nur an Bodybuilder, sondern auch an den normalen Fitnesstudio-Besucher. Die App bietet Trainingspläne von über 100 Experten. Je nach Geschlecht und Trainingsziel kann der Benutzer einen Plan auswählen.

Die App bietet hier vier Bereiche an: Muskelaufbau, Abnehmen, Fitness steigern und Körper straffen. Angeben muss der Nutzer seinen Fitness-Level und wie oft man pro Woche trainieren möchte - schon gibt Loox einem verschiedene Trainingspläne zur Auswahl.

Jede Übung wird ausführlich erklärt und mit einem Beispielvideo vorgemacht. Das Konzept der einzelnen Übungen im Pan selbst wird allerdings nicht erklärt. Ein Satzpausentimer bietet die App ebenfalls. Für Einsteiger ist Loox zwar zu empfehlen, allerdings sind manche Pläne etwas zweifelhaft zusammengestellt und deshalb gerade für Anfänger zu umfangreich.
Für iOS und Android gratis.
Men's Health Personal Trainer

Die App des Magazins Men's Health bietet in der Free-Version verschiedene Trainingspläne, die sich entweder auf Ganzkörperfitness ausgelegt sind oder zielgerichtet eine Muskelgruppe trainieren sollen. Der Nutzer kann gewünschte Dauer, Trainingsort, benötigtes Equipment und Trainingsziel auswählen. Die einzelnen Übungen sind in einzelnen Schritten bebildert oder in Videos genau erklärt und deshalb einfach nachzumachen. Einen integrierten Timer zwischen den Sätzen ist auch dabei.

Die Men's Health Personal Trainer-App lässt vor allem in der Auswahl an Trainingsplänen stark zu wünschen übrig. Mit nur acht verschiednen Trainingsplänen schneidet die App im Vergleich zur Konkurrenz schwach ab. Auch hier ist man gezwungen, auf die Pro-Version upzugraden, wenn man etwas Abwechslung haben möchte. Positiv ist allerdings, dass es Trainingspläne gibt, die ohne Hanteln oder Geräte auskommen.

Für iOS gratis. Pro-Version 4,49 Euro.  

Fazit

 
Wer die richtige Fitness-App für sich finden will, muss erst mal seine Trainingsziele und Erfahrung überprüfen. Für den Hobby-Bodybuilder ist Pumpnlog zu empfehlen, weil diese App alles bietet, was ein guter Trainingslog mitbringen muss. Alle nötigen Features sind in der Gratis-Version enthalten. Vom traditionellen Trainingsbüchlein kann man sich dank Pumpnlog also verabschieden. Ist man weniger erfahren und sucht einen fertigen Trainingsplan, sollte man zu Loox greifen. Allerdings wäre es ratsam, diesen Plan nochmal vom Trainer im Fitnessstudio überprüfen zu lassen.

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[Bild 1: © Jasminko Ibrakovic - Fotolia.com; Bilder 2 bis 6: Promo]