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Wir müssen reden: TikTok, Insta, YouTube und Co.

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Im Rahmen des Freiburger Wissenschaftsmarkts widmen sich zwei Diskussionsrunden am 9. und 22. Juni den Gefahren und Chancen der sozialen Medien.

Liken, posten, tweeten, chatten. Eine Stunde und 24 Minuten, die Länge einer Bahnfahrt von Freiburg nach Mannheim, verbringen Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer in Deutschland durchschnittlich pro Tag auf Instagram und Co. Rund 66 Millionen Social-Media-User gibt es hierzulande laut einer Datenerhebung von "We Are Social" und Hootsuite (Stand: Januar 2021). Dabei hat ein User im Durchschnitt nicht nur einen Account, sondern sechs – das macht über 390 Millionen Accounts –, mehr als ein Vierfaches der Einwohnerzahl Deutschlands.

Soziale Netzwerke wie TikTok, WhatsApp, Instagram, Clubhouse, YouTube, Facebook und Twitter bieten eine Plattform, um sich zu vernetzen, zu präsentieren und auszutauschen. Jedoch bestimmen die Plattformen nicht nur über die Sammlung, sondern auch die Bereitstellung von Daten. Ein Beispiel ist die Sperrung des Twitter-Accounts des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Bei Twitter und Co. wird das Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und einer Regulierung der sozialen Medien deutlich.

Wer entscheidet, was gepostet werden darf und wer haftet dafür? Übernehmen hier private Unternehmen die Rolle des Staates? Inwieweit werden Grundrechte durch soziale Medien infrage gestellt, oder gar ausgehebelt? "Hate speech" ist kein Fremdwort im Netz – was zählt als freie Meinungsäußerung, was als strafbare Beleidigung? Diese Fragen diskutieren am 9. Juni der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht Paul Kirchhof und Jan-Hinrik Schmidt, Forschender im Bereich digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Leibniz-Institut für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut.

Welche Chancen und auch welche Gefahren bieten soziale Medien für die Wissenschaftskommunikation? Diese Frage steht beim zweiten Teil der Diskussionsreihe am 22. Juni im Fokus. Julia Wandt, Geschäftsbereich Kommunikation und Strategie der Universität Freiburg und Vorsitzende des Bundesverbands Hochschulkommunikation, die Rechtwissenschaftlerin Silja Vöneky und der Direktor des Freiburg Institute of Advanced Studies, Bernd Kortmann, erörtern dieses Thema.

Die Veranstaltungen werden vom Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS), dem internationalen Forschungskolleg der Universität Freiburg, organisiert und finden online im Rahmen des Freiburger Wissenschaftsmarkts statt. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, sich mit Fragen an den Diskussionen zu beteiligen.
9. Juni, 18.00 Uhr
Demokratie und Regulierung der sozialen Medien
Teilnahme bei ZOOM (Kenncode: 88AX1Qd36).
Livestream über den FRIAS-YouTube-Kanal.

22. Juni, 12.00 Uhr
Soziale Medien und Wissenschaftskommunikation – Gefahren, Chancen, Perspektiven
Teilnahme bei ZOOM (Kenncode: vtiBpY4A1).
Livestream über den FRIAS-YouTube-Kanal.